Core i7-11700K: Anandtech überarbeitet Vorab-Test wegen neuem Microcode
Nicht offiziell erschienen und doch gibt es bereits ein überarbeitetes Review. Anandtech hat den Core i7-11700K nach einem Microcode-Update erneut getestet - und kann eine leichte Leistungssteigerung ausmachen. Doch reicht das, um den Ryzen 7 5800X zu schlagen?
Offiziell erscheint der Core i7-11700K zusammen mit anderen Rocket-Lake-S-Prozessoren erst Ende März. Das hindert einen deutschen Hardware-Händler nicht, die CPU bereits feilzubieten. Diesem Umstand verdanken wir schon so manche Erkenntnis, festgehalten in OC-Ergebnissen, Bildern des Dies und einem ausführlichen Review. Letzteres hat Anandtech nun überarbeitet. Hintergrund war ein neues BIOS mit einem Microcode-Update. Gelohnt hat sich der erneute Blick durchaus, denn es gibt ein leichtes Plus zu vermelden.
Durchschnittlich gewinnt der Core i7-11700K in Anwendungen 1,2 Prozent dazu. Außerdem attestieren die Kollegen eine 2,1 Prozent höhere Single-Core-Performance, ein um 2,1 Prozent besseres Abschneiden in Spielen und ein sogar um 3,7 Prozent höheres, wenn es um ein CPU-Limit geht, das man durch niedrigmöglichste Einstellungen erzwingt.
Ryzen 7 5800X gegen Core i7-11700K
Doch reicht das für Zen 3? Eher nicht, denn der Ryzen 7 5800X schlägt Intels unveröffentlichten Achtkerner noch immer, wie das 3D-Center tabellarisch festhält. Normiert man den aktuellen Core i7-10700K auf 100 Prozent, ergibt sich beim Core i7-11700K durch die Bank ein solides Plus: 8,8 Prozent bei Anwendungen, 29,4 Prozent bei der Single-Core-Performance, 2,4 Prozent bei Spielen (Full HD, 5 Prozent Percentile Fps) und 4,5 Prozent bei Games im CPU-Limit (niedrigste Qualität und Auflösung zwischen 360p und 768p, Average).
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AMDs Ryzen 7 5800X kann das, mit Ausnahme der Single-Core-Leistung, jedoch besser: Ein Plus von 15,8 statt 8,8 Prozent in Anwendungen, 20,2 statt 29,4 im Single-Core-Test, 4,1 Prozent statt 2,4 Prozent in Games und 23 statt 4,5 Prozent im CPU-Limit. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Intel das finale Microcode-Update eventuell noch veröffentlicht. Außerdem hat Intel mit dem Core i9-11900K, dem Rocket-Lake-S-Flaggschiff, noch einen weiteren Achtkerner in petto. Der vermag den Ryzen 7 5800X mit seinem Thermal Velocity Boost womöglich besser in Schach zu halten.

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Auch den Speichercontroller erbt Rocket Lake-S von Ice Lake. Er ist gegenüber der Skylake-Generation komplett neu entwickelt worden und bringt auch andere Modi mit: Gear 1 und Gear 2. Während im ersten Modus der Speichercontroller mit dem gleichen Takt wie der DDR4-Speicher arbeitet, wird er im Gear-2-Modus nur mit halbem Takt gefahren. Das hilft vor allem bei höheren Frequenzen.
Intel spendiert allen CPUs darüber hinaus einen höheren Speichertakt, doch nur das Topmodell darf ihn auch ausnutzen: Nur der Core i9-11900K(F) bleibt bei DDR4-3200 im Gear-1-Modus, alle anderen CPUs schalten hier in Gear 2. Bei DDR4-2933 ist Gear 1 für alle Modelle der Standard.
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