Resident Evil auf dem Game Boy Color: Gestrichene Version ist spielbar
Ein bislang unveröffentlichtes Projekt aus der Geschichte von Resident Evil ist erstmals spielbar. Eine nahezu fertige Game-Boy-Color-Version des Horror-Klassikers ist öffentlich zugänglich gemacht worden.
Ein bislang unveröffentlichtes Projekt aus der Geschichte von Resident Evil ist erstmals spielbar. Die nun zugänglich gemachte ROM-Datei zeigt eine nahezu fertiggestellte Version des geplanten Game-Boy-Color-Ports und wurde von der Archivierungsplattform "Games That Weren't" veröffentlicht. Nach Angaben der Betreiber soll der Entwicklungsstand bei rund 98 Prozent liegen. Entsprechend handelt es sich nicht um eine frühe Testfassung, sondern um ein weit fortgeschrittenes Projekt.
Die Entwicklung geht auf das Jahr 1999 zurück. Damals arbeitete das britische Studio Hot Gen an einer Umsetzung des ursprünglich für die Playstation erschienenen Spiels für den Game Boy Color. Ziel war es offenbar, Struktur und Ablauf des Originals weitgehend zu erhalten, allerdings angepasst an die technischen Einschränkungen der mobilen Hardware. Trotz des fortgeschrittenen Stands wurde das Projekt kurz vor der Veröffentlichung eingestellt. Die Entscheidung wird Nintendo zugeschrieben, eine offizielle Begründung liegt jedoch nicht vor.
Nach aktuellem Kenntnisstand lässt sich die Kampagne mit Jill Valentine vollständig durchspielen. Der alternative Handlungsstrang mit Chris Redfield ist hingegen nur eingeschränkt nutzbar. Dabei blockiert ein fehlerhaftes Ereignis den Spielfortschritt, da eine Tür, die durch den Einsatz des Flammenwerfers geöffnet werden soll, nicht korrekt reagiert. Entsprechend endet diese Kampagne vorzeitig, obwohl der restliche Spielverlauf grundsätzlich angelegt ist.
Inhaltlich orientiert sich die Game-Boy-Color-Version eng an der bekannten Vorlage. Der Großteil der Waffen aus dem Original ist enthalten, lediglich der Raketenwerfer fehlt. Auch das Kräutersystem wurde übernommen, jedoch vereinfacht. Rote und grüne Kräuter können nicht kombiniert werden. Zugleich sind bekannte Gegner wie die Riesenschlange Teil des Spiels. Der erste Bosskampf funktioniert nach den vorliegenden Informationen allerdings nicht zuverlässig, während der zweite Kampf zumindest teilweise spielbar ist.
Warum das Projekt letztlich eingestellt wurde, bleibt offen. Möglich erscheinen strategische Überlegungen, denn der Game Boy Color war ursprünglich nicht als Plattform für Survival-Horror-Titel dieser Art positioniert. Zugleich zeigt der aktuelle Fund, dass das Spiel technisch offenbar weit genug entwickelt war, um eine Veröffentlichung zumindest in Betracht zu ziehen.
Was halten Sie von diesem Projekt? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Dark Side of Gaming

War schon damals eine tolle Technik in dieser Zeitlinie...
In dem Fall hier geht es um einen Game Boy Color mit einem 8 Bit Prozessor und 4,19MHz.
War schon damals eine tolle Technik in dieser Zeitlinie...
Tja
War schon damals eine tolle Technik in dieser Zeitlinie...