Raptor Lake: Intel hat 34-Kern-CPUs in der Hinterhand

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Bei der Intel-Innovation-Veranstaltung hat Tom’s Hardware einen Wafer mit Raptor-Lake-CPUs entdeckt, die über 34 P-Kerne verfügen sollen. (3)
Quelle: Tom's Hardware

Bei der Intel-Innovation-Veranstaltung hat Tom's Hardware einen Wafer mit Raptor-Lake-Dies entdeckt. Dabei soll es sich um unangekündigte und wohl unabsichtlich ausgestellte Raptor-Lake-CPUs mit 34 Kernen, vermutlich Performance-Kernen, handeln. Diese könnten Teil des HEDT-Aufgebots von Intel werden.

Wer geglaubt hat, dass 8 P- und 16 E-Kerne beim Core i9-13900K schon das Maximum bei Raptor Lake darstellten, hat nicht die Rechnung mit einem ominösen Wafer gemacht, der bei der Intel-Innovation-Veranstaltung ausgestellt war - und das wohl versehentlich, wie Tom's Hardware spekuliert, die vor Ort waren und einige Fotos des Wafers machten.

Raptor-Lake-Prozessoren mit 34 Kernen für Workstations?

Dieser berüchtigte Wafer war mit zahlreichen CPUs bestückt, die mit 34 Kernen aufwarten sollen. Für Tom's Hardware war direkt klar, dass die Chips größer sind als die Desktop-Dies von Raptor Lake, die es noch beim Tech Day in Tel-Aviv zu sehen gab. Denn die Kerne seien nicht horizontal in zwei Reihen ausgerichtet gewesen, wie bei den Desktop-CPUs, und wurden wohl auch von Meshes zusammengehalten, anstelle des für Desktop-Chips von Intel bekannten Ringbusses. Laut Tom's Hardware sind noch acht DDR5-Speichercontroller und UPI-Blöcke (Ultrapath Interconnect) zu erkennen, die die Desktop-CPUs ebenfalls nicht aufweisen.

Bildergalerie

Dass es sich tatsächlich um Raptor-Lake-Chips handelte, bewies letztendlich ein Aufkleber auf der Rückseite des Wafers, auf dem "Raptor Lake-S, 34 Core" zu lesen war. Da es dem Personal auf der Veranstaltung scheinbar nicht bewusst gewesen ist, dass der Wafer unangekündigte Chips mit 34 Kernen enthielt, geht Tom's Hardware davon aus, dass jener unbeabsichtigt ausgestellt worden ist.

Mehr zum Thema: Intels 13. CPU-Generation ist offiziell: Raptor Lake vs. Ryzen 7000 - Wer wird die Nase vorn haben?
Außerdem soll es sich bei den 34 Kernen allesamt um Performance-Kerne handeln, da diese in unterschiedliche Kernbereiche unterteilt sind, die auf einem Mesh verbunden sind. Quad-Core-Cluster von E-Kernen, wie man sie bei Desktop-CPUs gewohnt ist, sollen gänzlich fehlen. Diese CPUs werden wohl im HEDT- oder Workstation-Bereich Anwendung finden, wenn das Aufgebot mit der 13. Generation aktualisiert wird. Wann es zur Ankündigung dieser neuen CPUs kommt, ist noch nicht klar. Die CES 2023 könnte dafür möglicherweise ein guter Zeitpunkt sein.

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von onkel-foehn
        Zitat von RyzA
        Der kennt bestimmt die "Antwort auf alle Fragen".
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        MfG Föhn.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Seien wir mal ehrlich..

        Wer in der "Leistungsklasse" einkauft dem ist es letztlich egal wie effizient die Kerne sind. Auch die Leistungsaufnahme ist eher nebensächlich. Da zählt was kriege ich an Performance pro Dollar. Aktuell hat Intel da nicht viel zu bieten. Ob 32/34 ADL Kerne da was ausrichten? Ich glaube es eher nicht.

        Wenn man sich überlegt was AMD mit Supermicro da aktuell schon zu bieten hat. Und das in einem 2HE "Case". Doppel Epyc und 6 Instinct Karten. :O
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von MajorTom69 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Das ist mal wieder schwach von Intel.
        AMD hat da wesentlich mehr zu bieten.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        ? Ich weiß nicht, von welchem Test du redest?

        In dem von Dave (und nicht nur diesem) taktet der 7600X bis 5,5 GHz. Das sind 22 Prozent mehr als bei einem 4,5-GHz-12600K und die Spieleleistung liegt 12-15 Prozent über einem 12600K. Die Anwendungsleistung ist dank der E-Cores von letzterem sogar praktisch gleich auf, was bei +22 Prozent mehr Takt gegenüber +16 Prozent mehr aktiver Siliziumfläche ebenfalls ein größeres Leistungspotenzial auf Seiten der Intel-Architekturen bedeutet. (Letzteres natürlich ein ambivalenter Vergleich, da in Sapphire Rapids und mutmaßlich auch Raptor Lake S keine Gracemont-Cluster sitzen, allerdings hätte Intel genau diese Entscheidung anders getroffen, wenn für den Zielmarkt Gracemont besser als Golden Cove gewesen wäre.)

        Tatsächlich beschönigen Tests mit kleineren Modellen die Situation sogar, weil die Effizienz der niedriger taktenden Alder Lakes eben spürbar besser (oder eher: weniger schlimm) ist.
      • Von Don-71 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wie viel die E-Cores bringen, hängt stark vom Benchmark ab. Aber die 10 Prozent mehr Takt des 7700X wirken immer und sind nicht nur "etwas" höher. Was ich bislang so an Benchmarks gesehen habe, spricht Taktpotenzial-bereinigt für einen klaren Vorteil Intels bei latenzkritischem Code (inkl. Spiele) und einem Gleichstand bei gut parallelisierbaren, vorhersehbaren Aufgaben (z.B. Cinebench & Co).
        Siehst du das nachdem 7600X Test von heute immer noch so?
        Denn der 7600X taktet nicht auf dem Niveau vom 7700X und kann sich gerade bei Spielen dann doch gut durchsetzen. Ich sehe hier wirklich nicht den großen Nachteil eines ZEN4 Kern zu einem Intel P-Core, eger das Gegenteil
        Aber lassen wir uns überraschen, leider wird der Intel 13400 ja nach den Grüchten kein wirklicher 13000er, sondernnur ein Alder Lake, sonst hätten wir den direkt Vergleich.
        Aber mal sehen was die 13000er Tests dann so ergeben.
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