Stabilitätsprobleme: Intel mit weiterem Mikrocode-Update für Raptor Lake
Über ein halbes Jahr nach dem letzten Update hat Intel noch einmal einen neuen Mikrocode für die Raptor-Lake-Familie veröffentlicht. Dabei geht es erneut um die bekannten Stabilitätsprobleme.
Die Mikrocode-Probleme von Intels aktuellen Desktop-Prozessoren vom Typ Arrow Lake dürften den meisten Spielern geläufig sein: Insbesondere in Spielen blieb die Performance zum Launch hinter den Erwartungen zurück, und von Intel angekündigte Fixes ließen auf sich warten. Immerhin: Durch inzwischen veröffentlichte Updates hat sich die Lage endlich verbessert. Ganz kann Intel das Thema Mikrocode aber offenbar trotzdem nicht hinter sich lassen - denn auch die Vorgängergeneration Raptor Lake hat ihre Probleme. Monatelang gab es Berichte über entsprechende Prozessoren mit Stabilitätsproblemen, die durch eine zu hohe Spannung verursacht wurden.
Weitere Verbesserungen
Vergangenen September hat Intel dann schließlich das Mikrocode-Update 0x12B veröffentlicht, das das Problem endgültig lösen sollte. Offenbar war die Umsetzung aber noch immer nicht perfekt, denn jetzt - über ein halbes Jahr später - hat das Unternehmen eine weitere Aktualisierung veröffentlicht. Das neue Mikrocode-Update 0x12F soll angeblich dabei helfen, die durch Spannungsprobleme verursachten Instabilitäten weiter einzudämmen. Laut Intel ist die Änderung aber nur für einen kleinen Teil der im Einsatz befindlichen Systeme notwendig - auf vielen Prozessoren war das Problem also wohl schon beseitigt.
Zur Sicherheit empfiehlt Intel dennoch die Installation des neuen Mikrocode-Updates, um künftige Stabilitätsprobleme zu vermeiden. An der Gesamtlage ändert sich dadurch allerdings explizit nichts. Wenn ein Prozessor bereits früher durch zu hohe Spannungen geschädigt wurde, kann das auch das neue Update nicht rückgängig machen - das wäre technisch unmöglich. Die Probleme mit Raptor Lake werden Intel also auch weiterhin begleiten. Gleichzeitig ist aber natürlich löblich, dass sich das Unternehmen auch Jahre nach dem Release der Prozessoren weiterhin um entsprechende Patches kümmert.
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Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass der Mikrocode von Raptor Lake und Arrow Lake weiter reifen wird - und dass Intel bei zukünftigen Neuveröffentlichungen direkt zum Launch ein besseres Bild abliefert. Im Desktop-Markt dürften diesbezüglich die Nova-Lake-Prozessoren interessant werden, die voraussichtlich 2026 auf einen für diesen Herbst geplante Arrow-Lake-Refresh folgen werden.
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Aber schön das der Hersteller sich drum kümmert.