Raptor Lake Refresh: CPUs kommen offiziell mit und ohne "i" [Update]
Jetzt aktualisiert: Die chinesische Website IT Home hat eine Tabelle mit dem Namensschema der nächsten Intel-Prozessorgeneration veröffentlicht. Das "i" wird bei den Core-Prozessoren wegfallen, jedoch nicht bei allen Modellen.
Original-Artikel vom 16. Juni 2023: Wer sich mit dem Selbstbau von PCs beschäftigt, muss sich nicht nur durch eine Vielzahl von Komponenten vom Prozessor bis zur SSD kämpfen, auch die Namensgebung der Hersteller ist teilweise recht kompliziert. Neben sperrigen Namen für Custom-Modelle von Grafikkarten erwartet uns mit der kommenden "Core"-Prozessorgeneration von Intel ein eher verwirrendes Namensschema.
Teils noch mit "i" im Namen, teilweise nicht
Die 14. Prozessorgeneration von Intel soll in der zweiten Jahreshälfte 2023 als "Raptor Lake Refresh" erscheinen. Wir hatten bereits Ende 2022 darüber berichtet, wie die Namensgebung des Raptor Lake Refresh aussehen könnte, nun hat die Website IT Home eine Tabelle mit der mutmaßlichen Nomenklatur der nächsten Intel-Prozessorgeneration veröffentlicht.
Quelle: IT Home/Intel
Tabelle zur 14. Prozessor-Generation von Intel in Chinesisch.
So werden die Desktop-Prozessoren offiziell Raptor Lake-S heißen und weiterhin das "i" im Namen tragen, ein kolportiertes Topmodell würde demnach Intel Core i9-14900K heißen. Da es sich um einen Refresh handelt, unterstützt Intel mit Raptor Lake-S weiterhin den Sockel 1700 in nunmehr dritter Generation - üblich war ein Wechsel des Sockels nach zwei CPU-Generationen. Auch die Serie für Gaming-Notebooks bleibt beim "i" im Namen und wird jeweils wie zuvor um das Kürzel "HX" ergänzt.
Intel fährt bei ultraportablen Notebooks indes zweigleisig und aktualisiert das Namensschema: Mit "Raptor Lake-U" für ultraportable Notebooks stellt Intel bereits auf die Bezeichnung ohne "i" um. Aus einem "Core i7" wird hier also ein "Core 7"-Prozessor.
Die neue Meteor-Lake-Architektur wird zunächst nur für ultraportable Notebooks eingeführt und ein "Ultra" im Namen tragen. Ein beispielhafter Name wäre also "Intel Core Ultra 5", der neue Sockel LGA 1851 wird somit nur bei den Meteor-Lake-CPUs alias "Core Ultra" zum Einsatz kommen. Somit wird es bei der 14. Intel-Generation noch schwieriger, den Überblick zu behalten.
RPL-Refresh mit merkwürdigem Namensschema bestätigt
Update vom 23. Juni 2023: Bislang zwar noch nicht aus dem Hauptquartier in Santa Clara bestätigt, machte aber nun Intels Ableger aus China den Raptor Lake Refresh inklusive der hier im Artikel beschriebenen Namensstruktur offiziell. So verkündete der Chiphersteller, dass der Refresh von Raptor Lake bei den S- und HX-Serien für Desktop und Laptops als 14. Core-Generation mit dem markanten "i" weitergeführt wird.
Quelle: Intel China/Videocardz
Bestätigung des Namensschemas für den RPL-Refresh durch Intel China.
Die U-Mobilserie des RPL-Refreshes folgt schon dem neuen Namensschema von Intel und wird als erste Generation unter Core 3, 5 und 7 vermarktet werden. Meteor Lake wird daran anschließend die erste Prozessorgeneration mit der Kennzeichnung Core Ultra 5, 7 und 9 sein sowie aller Voraussicht nach ausschließlich für mobile Anwendungen erscheinen.
Quelle: IT Home (via Tech Powerup), Intel China

Auch packt kein 12900K DDR5-7600 oder mehr, was mit Raptor Lake möglich ist. Der Alder Lake Refresh übrigens auch nicht, weil es nun mal nur ein Takt-Upgrade ist (nichts anderes ist ein Refresh bei Intel bisher gewesen).
Man erkennt das auch schön an der Speicherfreigabe:
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Oder noch besser beim Takt. Wenn ein 13900KS nur ein Refresh des 12900K wäre, dann würden die P-Cores nicht bis 6 GHz takten, weil das ein 12900K niemals schaffen würde.
Raptor Lake hat sowohl P- als auch E-Cores verbessert, auch der IMC kann deutlich höher takten.
Evtl. gibt's für die Mainstream CPUs ohne Übertaktungsfunktion den Zusatz "Always". Also quasi den core 3 always Ultra....moment da besteht Verwechslungsgefahr!