Intel: Meteor Lake-S nicht für Desktopbereich? [Gerücht]
Intel scheint Meteor Lake-S nach neusten Gerüchten nicht für den Sockel 1851 und für den Desktop veröffentlichen zu wollen. Die Chips sollen stattdessen nur als Mobilversionen auf den Markt kommen. Die nächste CPU-Iteration nach einem Raptor-Lake-Refresh wäre dann Arrow Lake-S auf dem Sockel 1851. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
Eigentlich schien Meteor Lake als Nachfolger von Raptor Lake im Desktopbereich von Intel gesetzt zu sein und es gab bereits erste Spekulationen über die genauen Modelle, Kernzahlen und Performance-Zuwächse, die die neuen Chips mitbringen sollten. Doch dem recht akkuraten Leaker "OneRaichu" zufolge soll es dazu nicht kommen und Intel soll Meteor Lake nicht für den Sockel 1851 auf den Desktop bringen, sondern nur als Mobilversion für Laptops mit niedriger TDP anbieten.
Bisher war im Desktopmarkt die Rede von Prozessoren mit sechs neuen P-Kernen und 16 E-Kernen, die gleichzeitig auf eine Xe-Onboard-Grafik setzen sollten. Dem Spitzenmodell wurde dabei eine TDP von 125 Watt nachgesagt. Doch was bedeutet das eigentlich für Spieler bzw. Nutzer, die auf eine neue Intel-Plattform umsteigen wollten? Intel scheint dafür etwas in petto zu haben. So sollen bereits 2023 die Raptor-Lake-Prozessoren durch neue Modelle mit höheren Taktraten und einer optimierten Fertigung ersetzt werden, die eine bessere Stromversorgung ermöglicht.
Damit würde LGA 1700 quasi drei Generationen von Prozessoren unterstützen, was untypisch für Intel ist. Den Gerüchten zufolge könnte das aber für den Sockel 1851 auch gelten. Zwar soll dieser nicht für Meteor Lake gelauncht werden, doch Arrow Lake-S, ein Refresh sowie Panther Lake-S sollen auf der Plattform funktionieren. Nach bisherigem Kenntnisstand soll auch Arrow Lake auf acht P-Kerne und 16 E-Kerne setzen, die kombiniert eine hohe Spiele- und Anwendungsleistung liefern sollen.
Eine langfristigere Unterstützung für eine Plattform seitens Intel ist dabei ein gutes Zeichen für Konsumenten. Wie schon bei AM4 können so nach einigen Jahren nochmals substanzielle Updates vorgenommen werden, ohne direkt eine neue Hauptplatine kaufen zu müssen. Intel befeuert mit einem solchen Ansatz natürlich auch weiterhin die Konkurrenz mit AMD, was ebenfalls als positives Signal zu werten ist.
Quelle: Wccftech

Konkret spricht AMD in Verbindung mit Zen5 auf seiner aktuellen Roadmap von der Verwendung von "4 nm und 3 nm". Was das konkret bedeutet, weiß man noch nicht, außer dass wenn es 3 nm werden, es sich hierbei um den N3E handelt wird, der etwas gelockerte Design Rules nutzt als der N3, nicht so dicht packt, dafür aber aufgrund etwas weniger EUV-Nutzung auch ein wenig kostengünstiger sein wird.
Darüber hinaus kann man derzeit mit Blick auf das reguläre CCD aber noch nicht einmal gesichert sagen, dass es überhaupt ein 3 nm-Prozess werden wird, also so bspw. für den Ryzen 8000 (?), denn das gleich Slide weist für die aktuelle Generation "5 nm und 4 nm" aus, jedoch wird man abwarten müssen, was mit den 4 nm konkret gemeint ist. Es ist auch durchaus denkbar, dass die derzeit benannten 4 nm sich auf Zen4c beziehen, also auf das 16 Kern-CCD mit den kleineren, effizienteren "Cloud-Kernen". Entsprechend könnte sich die Ausweisung der 3 nm auf der Roadmap auf das Zen5c-CCD beziehen und nicht auf das reguläre CCD. Dieses könnte sich u. U. gar auf einen 4 nm-Prozess beschränken. Wäre dem so, würde AMD sich in 2024 gar nicht nur vielleicht sondern sogar definitiv fertigungstechnisch hinter Intel einreihen, da deren Intel 20A deutlich "vor" einem TSMC 4nm-Prozess rangiert.
Letzten Endes ist das aber bisher zumeist Spekulatius, da man nicht genau weiß wie AMD seine Roadmap umsetzen wird, bzw. man kommuniziert hier absichtlich unscharf. Man kann sich lediglich sicher sein, dass deren Marketingabteilung ein rosige und konkurrenzfähige Zukunft skizzieren möchte, so wie es jede andere aus anderen bekannten Unternehen auch will.
Was man aktuell lediglich noch gesichert weiß ist, dass auf der Roadmap-Slide zu Zen4 5 nm und auch 4 nm ausgewiesen werden, die dort benannten 4 nm aber bspw. mit Desktop-Consumer-Produkten oder aber dem Server Genoa nichts zu tun haben ... was letzten Endes zu der Ungewissheit bzgl. den für 2024 u. A. mitausgewiesenen "3 nm" auf der Roadmap-Slide führt.
Darüber hinaus, wenn wir uns hier auf das Wesentliche bei CPUs beschränken, also die Rechenkerne, dann hat Intel dahingehend nichts mit dem N4 zu tun, da es sich dabei um einen TSMC-Prozess handelt, wobei nach bisherigem Kenntnisstand Intels Roadmap skizziert, dass die Rechenkerne bei Intel (vorerst) weiterhin auf Intel-Prozessen basieren werden, so Meteor Lake auf Intel 4 , Granite Rapids SP und seine Cloud-Variante auf Intel 3 und Arrow Lake auf Intel 20A.
Hier dürften rein wirtschaftliche Aspekte ausschlaggebender sein. Wir befinden uns am Rande einer oder gar schon inmitten einer Rezession, Meteor Lake als erstes Client-Produkt in Chiplet-Bauweise mit komplexem Packaging und in Teilen externer Fertigung wird für Intel keinesfalls billig in der Herstellung und wie bereits schon die Entwicklung bei Raptor Lake zeigt, scheint man AMD trotz dem nicht ganz so dicht packenden Intel 7 rein wirtschaftlich/absatztechnisch dennoch halbwegs gut in Schach halten zu können, insbesondere, wenn man sich das gesamte Produktspektrum ansieht, d. h. Intel könnte hier für eine Produktiteration schlicht die Möglichkeit zum Sparen nutzen und fährt noch eine Runde mit dem ausgereiften und günstigeren Design in Form eines Refreshes und überspringt möglicherweise eine großvolumige Chiplet-Auflage auf dem Desktop zu diesem Zeitpunkt.
Wenn man ganz auf Sparflamme unterwegs ist, hat man vom Compute-Tile bspw. gerade mal einen einzigen Chip entwickelt, nämlich ein 6+16 Design, von dem aus man alle Mobile-CPUs ableiten wird und die Chiplet-Bauweise und das damit deutlich kleinere Die macht es tatsächlich halbwegs wirtschaftlich möglich auch deutlich kleinere (teildeaktivierte) CPUs anzubieten. Zudem gehe ich davon aus, dass die mobilen Meteor Lake-Ableger voraussichtlich eher das Premium-Segment adressieren werden, d. h. so etwas wie einen 2+4-Kerner wird man basierend auf diesem Design vermutlich nicht zu sehen bekommen und das Budget-Segment dürfte in 2023 eher den älteren Intel 7-CPUs überlassen werden.
Ergänzende Info: Der Nachfolger Arrow Lake wird auf Intel 20A entwickelt, überspringt also die dazwischenliegende Iteration Intel 3. Das 2024er-Design dürfte in 2HJ24 in den Markt kommen und wird absehbar Zen5 das Leben schwer machen, da damit jedwede fertigungstechnischen Vorteile bei AMD entfallen dürften, falls man nicht gar schon mit der zumindest teilweise Verwendung von TSMCs N3E leicht zurückliegt ggü. Intel, aber das wird sich dann erst in 18 - 24 Monaten zeigen.
Ergänzend zum "bitter sein aufgrund nur 6 P-Kernen": Das ist eher nur für einen recht kleinen Teil des Marktes relevant und insofern ist das durchaus etwas, auf das ein Konzern wie Intel bei Bedarf eher weniger "Rücksicht" nimmt, insbesondere wenn die daraus resultierenden Einsparungen relevante Vorteile für die Firma bieten (zu einem gegebenen Zeitpunkt).
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