id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

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Test Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 8,99 €

Dialoge, Quests und Fahrzeuge? In einem Spiel von id Software? Es scheint, dass 2012, dem Jahr, in dem Duke Nukem Forverer nach 14 Jahren Entwicklungszeit endgültig und tatsächlich erscheint, wirklich nichts unmöglich ist.

Sieben Jahre ist es her, dass mit Doom 3 der letzte neue Vollpreis-Titel von id Software auf den Markt kam. Die Designer um John Carmack waren seitdem zwar mit der Entwicklung einer neuer Grafik-Engine namens id Tech 5 beschäftigt, doch scheinbar in keiner Eile, diese fertigzustellen. Rage, das erste Spiel, das die neue Engine nutzt, ist ebenfalls schon seit vier Jahren in der Mache und soll jetzt endlich nach einer jüngst angekündigten Verschiebung am 4. Oktober in den USA beziehungsweise am 7. Oktober in Europa erscheinen.

Rage geht dabei mehr als einmal ungewöhnliche Wege, die sich von bisherigen id-Titeln unterscheiden. Da wäre zuerst einmal die durchaus komplexe Story: Nach einem Meteoriteneinschlag im Jahr 2038 ist die Erde verwüstet - Mutanten und Banditen haben das Kommando, und nur in ein paar kleinen Siedlungen ensteht langsam wieder so etwas wie eine Zivilisation. Als einziger Überlebender einer Arche, einem unterirdischen Schutzbunker, in dem hochbegabte Menschen für die Zeit nach der Katastrophe ausharren sollten, müssen wir herausfinden, welche Begabung wir besitzen, Verbündete finden und ihnen beim Wiederaufbau der Menschheit helfen.

Außerdem gibt es in Rage jede Menge NPCs, die mit Quests auf uns warten, dazu kommt das Zusammensetzen eigener Werkzeuge und Gadgets aus eingesammelten Bauteilen sowie Rennen in einem Dünenbuggy, die mit Geld belohnt werden, das wir dann wieder in unsere Ausrüstung reinvestieren können. Rage spielt sich also auf jeden Fall "langsamer" als bisherige id-Titel, in denen gerade im Mehrspielermodus viele Spieler Details abschalteten, um noch ein paar Frames pro Sekunde mehr aus der Engine heraus zu kitzeln. Wo wir von der Engine sprechen: Bei unserem Spielecheck auf der E3 erinnert die Optik und natürlich das Szenario kräftig an Fallout 3 und Borderlands - wobei die id Tech 5 deutlich schickere Texturen aufs Parkett legt. Angeblich ein Terabyte soll das Spiel unkomprimiert verschlingen, so Chefprogrammierer John Carmack.

Weil Rage durch Missionen und Story eher ein Open-World-Actionspiel denn ein geradliniger Shooter ist, war es trickreich, auf der E3 einen umfassenden Eindruck vom Stand der Dinge zu bekommen. Die Siedlungen, die über das Wasteland verstreut sind, halten Quests parat, die dann in anderen Siedlungen und Gebäuden dazwischen erledigt werden müssen. So gab uns ein Automechaniker den Auftrag, einen Freund zu besuchen, der neue Teile zum Upgraden unseres Vehikels für uns habe. Eine kurze Spritztour später verkündete der Kollege uns, dass dummerweise Banditen seine Lichtmaschine und andere Bauteile gestohlen hätten - wenn wir die ihnen abluchsen könnten, würden sie uns gehören.

Gesagt, getan: Wir begeben uns zu einem alten Staudamm, dem Schlupfwinkel der Gauner, um uns die Bauteile zu schnappen. Dabei fällt auf, dass wir zu Fuß manche Bereiche nicht ohne weiteres betreten können - ob diese unsichtbaren Wände nur für die Demoversion eingebaut wurden oder auch im fertigen Spiel vorhanden sind, können wir noch nicht sagen. Was wir sagen können: Selbst auf der Xbox 360, auf der wir Rage zu sehen bekommen, macht die Landschaft einen unglaublich detaillierten und schicken Eindruck - man könnte Rage auch "Borderlands HD" nennen. Schließlich treffen wir auf den ersten Banditen, der sich, von schlauer KI gesteuert, wie wir immer mal wieder aus seiner Deckung hervorwagt. Mit ein paar gezielten Schüssen schalten wir ihn aus, entledigen einen weiteren mit einer Art Ninja-Shuriken seines Kopfes und schicken einen dritten mit einem Hieb unseres Gewehrkolbes schlafen.

An einer verschlossenen Tür ist scheinbar Schluss, denn hier bräuchten wir einen Lock Grinder, der das Schloss aufraspelt. Haben wir aber nicht dabei - doch ein Blick ins Inventar zeigt uns, dass wir die nötigen Kleinteile in der Tasche haben, um einen Lock Grinder herzustellen. Gesagt, getan: Die Tür öffnet sich, dahinter warten einige weitere Gesetzeslose auf eine Abreibung. Und schließlich finden wir auch die Lichtmaschine, das erste der begehrten Upgrades.

Rage: E3-Fazit
Rage lässt uns mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Das Spiel sieht wirklich toll aus, steckt das Wasteland von Fallout 3 und Borderlands mühelos in die Tasche und begeistert mit feinen Licht- und Schatteneffekten, in denen umherschwirrende Staubkörner und Funken besonders gut zur Geltung kommen. Doch das Tempo, in dem sich Rage entwickelt, könnte manchen Spielern einen Hauch zu gemächlich vorkommen. Andererseits gehören wir zu denen, die gerne komplett in eine Spielwelt eintauchen, um möglichst jeden Winkel zu erkunden, den die Designer dafür erschaffen haben. Ein ebenfalls spielbarer Level, in dem wir in ein Gefängnis einbrechen und dort mit Hilfe von mobilen Geschütztürmen einen Verbündeten befreien müssen, sah etwas flinker aus, doch wir kamen nicht mehr dazu, ihn auszuprobieren. Letztendlich wird der Test zeigen, ob und wie die Entwickler von id Software die Balance zwischen ruhigen und actiongeladenen Szenen hinbekommen haben.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer PCGH-Rage-Themenseite.

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von debalz Software-Overclocker(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Bei Fallout 3/ New Vegas war die Grafik auch nicht total spektakulär aber die Atmo macht das locker wett weil man so sehr in der Story versinkt, das erwarte ich auch von Rage. Schön entspannt sich den Missionen widmen und Strategie überlegen ohne Daueraction und Speicherpunktstress.
        Meine Spielehoffnung 2011!! habe in Ermangelung an diesjährigen Spielehits schon auf ein Tower-Defense-Game zurückgegriffen......
      • Von debalz Software-Overclocker(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Bei Fallout 3/ New Vegas war die Grafik auch nicht total spektakulär aber die Atmo macht das locker wett weil man so sehr in der Story versinkt, das erwarte ich auch von Rage. Schön entspannt sich den Missionen widmen und Strategie überlegen ohne Daueraction und Speicherpunktstress.
        Meine Spielehoffnung 2011!! habe in Ermangelung an diesjährigen Spielehits schon auf ein Tower-Defense-Game zurückgegriffen......
      • Von 7upMan PC-Selbstbauer(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Zitat
        Weil Rage durch Missionen und Story eher ein Open-World-Actionspiel denn ein geradliniger Shooter ist, war es trickreich, auf der E3 einen umfassenden Eindruck vom Stand der Dinge zu bekommen.
        Hä? Trickreich? Ist vllt. "tricky" gemeint, also schwierig? Junge Junge...
      • Von da_exe Freizeitschrauber(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Zitat von facehugger
        Einer "der" Kracher dieses Jahr. Kanns kaum noch abwarten...

        MfG
        Genau meine Meinung!
        Was Singleplayer angeht, kommt für mich dieses Jahr nix interessanteres raus. Und für die gezeigte Konsolen Grafik siehts schon richtig, richtig spielbar aus. Man muß halt nur noch erfahren wieviel versprochenes open world und Spieler Freiheit drin steckt. Hab noch gewartet bis mehr Infos kommen wegen der Vorbestellung, aber nachdem ich gesehn hab, das auch ne "future" Partei dabei is, kommts Ende diesn Monat in den Warenkorb
      • Von Malborex Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Zitat von Blizzard23
        Der Grund könnte ganz einfach sein. Ich denke die XBox 360 ist am weitesten verbreitet und wird deshalb sehr oft als Vorzeigeplattform genommen.
        Microsoft zahlt viel Geld dafür das die AAA Titel immer nur auf der XBox gezeigt werden und man von den anderen Systemen so gut wie nichts sieht vor Release.

        Geht nicht um die Verbreitung der Konsole, sondern darum das sich viele Xboxler sonst fragen würden warum das Spiel bei ihnen so schei... aussieht und auf dem PC so toll, obwohl die M$ Propaganda ihnen oft genug eingeredet hat das sie die NEXTGEN/beste Grafik haben.

        Gruß Malborex
      • Von RapToX Software-Overclocker(in)
        AW: id-Shooter Rage im Hands-on-Test: Gemischte Gefühle trotz überzeugender Technik

        Zitat von borni
        Mit gemächlich hab ich kein Problem! Mir kann es gar nicht gemächlich genug sein. Kann diese nervige COD Singleplayer permanentaktion bald nicht mehr sehen. Wichtig ist das die Atmosphäre passt!
        ganz deiner meinung!
        ich will auch mal gemütlich durch ein level laufen und mir alles in ruhe angucken, ohne das ständig gegnermassen nachspawnen und man zum weiterrennen gezwungen wird
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