AMD Radeon RX Vega 64: Miner vermutlich nicht an Liefersituation schuld

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AMD Radeon RX Vega 64: Miner vermutlich nicht an Liefersituation schuld
Quelle: PC Games Hardware

In Deutschland ist AMDs Radeon RX Vega 64 in zwei der drei verschiedenen Referenzdesigns rudimentär verfügbar, wird aber noch oberhalb von AMDs UVP verkauft. Im Ausland sieht die Liefersituation noch schlechter aus, in den USA bekommt man die Grafikkarte gar nicht. Die schlechte Verfügbarkeit hängt wahrscheinlich aber nicht mit Minern, allen voran der Krypto-Währung Ethereum, zusammen.

Im Vorfeld der Veröffentlichung gab es Gerüchte, dass AMDs Vega-10-Flaggschiff, die Radeon RX Vega 64, mit einer Hash-Rate von 70 bis 100 MH/s das Non-Plus-Ultra zum Schürfen von Ethereum darstellen könnte. Entsprechend hoch war die Sorge, dass Miner sämtliche Lagerbestände der RX Vega 64 aufkaufen könnten. Mit der Veröffentlichung haben sich die Befürchtungen nicht bestätigt: In Tradition der R9 Fury (X) beziehungsweise R9 Nano, Geforce GTX 1080, GTX 1080 Ti und Titan X(p) zeigt sich auch bei der RX Vega 64 sowie RX Vega 56 der HBM2-Speicher als Flaschenhals für das Schürfen von Ethereum.

Auch wenn in Foren immer wieder die Behauptung aufgestellt wird, Miner würden die RX-Vega-Grafikkarten wegkaufen, scheint das nicht zuzutreffen. Jedenfalls gibt es kaum einen Grund, als Schürfer die neuen AMD-Grafikkarten zu kaufen. Die Webseite pcgamer.com hat nachgerechnet, dass sich die Radeon RX Vega 64 für Ethereum kaum bis gar nicht gegenüber Polaris 10/20 (RX 580, 570, 480, 470) beziehungsweise Nvidias Geforce GTX 1070, GTX 1060 und GTX 1050 (Ti) lohnt. Auch in der speicherintensiven Krypto-Währung Zcash schneidet das Radeon-Topmodell nur auf dem Niveau einer GTX 1080 ab. Letztere ist jedoch deutlich effizienter und Stand jetzt günstiger in der Anschaffung sowie leichter zu bekommen. Miner könnten höchstens im guten Glauben, Treiber würden die Performance von Vega 10 beim Schürfen verbessern, zuschlagen - diese dürften jedoch die Minderheit darstellen.

Trotzdem ist die Liefersituation der Radeon RX Vega 64 zurzeit alles andere als zufriedenstellend. Deutschland hat noch relativ viel Glück mit lieferbaren Exemplaren der Radeon RX Vega 64 Black Edition bei den zwei großen Händlern Alternate und Mindfactory. Die Liquid Cooled Edition ist bei Ersterem ebenfalls verfügbar. Der Fokus auf die teureren Radeon Packs scheint jedoch AMDs Entscheidung zu sein, die Händler schlagen bloß noch 40 Euro und mehr auf die UVP der Radeon Packs drauf. Günstigere "Standalone"-Grafikkarten gibt es aktuell nicht. In anderen Ländern, wie den USA, ist die Radeon RX Vega 64 zurzeit gar nicht verfügbar. Unter der Hand ließen die Boardpartner durchblicken, dass es immer noch an der Verfügbarkeit von HBM2-Speicher hapert.

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, so Minenarbeiter sind nunmal Einzelgänger.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, so Minenarbeiter sind nunmal Einzelgänger.
      • Von Shooot3r Software-Overclocker(in)
        Zitat von sterreich
        Wird wohl vor allem daran liegen, dass der HBM2 zu knapp ist. SK Hynix kriegen meines Wissens ja noch immer keine 8GB Stacks hin. Und bei Samsung wird man sich wegen Nvidias Volta um den Speicher schlagen müssen.

        Ist unglücklich und man kann es AMD nicht vorwerfen auf HBM2 gesetzt zu haben. Die bisher gezeigte Leistung allerdings schon.

        Ach ja, die Miner dürften zumindest nicht unschuldig sein. Hier so ein vermeintliches Subjekt aus dem Gamestar-Forum:
        Was ein sauhund
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Du, ich sehe das ganz sachlich und gelassen. Wenn AMD weiterhin so unausgereifte Produkte wie jetzt Vega releaset und sich damit selbst schadet, obwohl man weiß, dass sie noch nicht fertig sind, dann werden die Verkäufe zu großen Teilen ausbleiben.
        Wie war denn die Situation bisher? Fury inzwischen durch zu wenig Speicher knapp unter der 980ti/1070, darüber dann 1080/ti und Titan XP alleine.
        Wie ist denn die jetzige Situation? Jetzt gibt's auf Höhe der 1080 für uns mehr Auswahl, die allerdings ordentlich säuft.
        Wir als Kunden haben trotzdem mehr als vorher. Wir müssen jetzt nur entscheiden was als nächstes passiert. Strafen wir den zweiten Hersteller ab und freuen uns auf Preise vom übrigen, oder beißen wir in den sauren Apfel und leben mit einem höheren Verbrauch, haben aber vielleicht nächstes mal eine bessere Auswahl...
        Für mich wäre letzteres definitiv besser, denn ich spiele im Jahr knapp 50-100 Stunden. Da könnte die Karte auch das dreifache verbrauchen, ich würde das nicht merken. Das ist aber beim nächsten vielleicht schon wieder genau anders herum. Wir Kunden können jetzt jeder für sich entscheiden was ihm kurzfristig und! langfristig wichtiger ist. Ich weiß wirklich nicht warum der eine oder andere sich darüber überhaupt aufregt. Ist doch niemand zu irgendwas gezwungen. Außer die Hersteller. Die sind gezwungen sich unserer Kaufentscheidung zu beugen und entweder unter zu gehen, oder Preise anzupassen. Je nachdem was wir wollen.

        Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Langsamer? Laut den Tests die ich gelesen habe, geben die sich die Klinke in die Hand?

        edit
        Beziehst du das vielleicht nur auf 1080p? Dann würde ich dir zustimmen.
      • Von Gast1748380205
        Vor allem frage ich mich wer das kaufen soll. Teurer und langsamer als ne 1070 Mini und für professionelle Anwendungen taugt der Kühler auch nicht.
      Direkt zum Diskussionsende
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