Powercolor Radeon RX Vega 56 Red Dragon: Kurzes, aber hohes PCB mit überstehendem Kühler
Powercolor hat die Radeon RX Vega 56 Red Dragon vorgestellt, die als günstigeres Modell unter der Red Devil positioniert wird. Ähnlich wie Sapphires Pulse fällt das PCB kaum länger aus als der PCI-Express-Steckplatz, allerdings überragt es die Slotblende noch deutlich. Der überstehende Kühler stellt eine gute Wärmeabfuhr in Aussicht.
Nachdem Sapphires kürzlich ein abgespecktes Custom-Design der Radeon RX Vega 56 in Form der Pulse vorgestellt hat, die sich unter dem Flaggschiff Nitro+ positioniert, folgt Powercolor mit der RX Vega 56 Red Dragon. Auch dieses Modell ist Stand jetzt nicht als RX Vega 64 mit vollaktivierter Vega-10-GPU vorgesehen. Das Konzept ähnelt sich derweil: Powercolor setzt ein kurzes PCB ein, das den PEG-Steckplatz als PCI-Express-3.0-x16-Anbindung kaum überragt. Trotzdem handelt es sich nicht um ein "Nano"-PCB, denn die Oberkante überragt die Slotblende deutlich.
Bei der Radeon RX Vega 56 Red Dragon handelt es sich um das erste Custom-Design, das nur zwei Steckplätze und nicht 2,5 bis ganze drei belegt. Aufgrund der Höhe der Grafikkarte und den überstehenden Aluminiumlamellen fällt die Kühlfläche trotzdem üppig aus - bloß eben kleiner als bei der Sapphire Pulse. Aufgrund des kurzen PCBs kann der Kühlkörper hinten heraus dicker ausfallen. Zudem wird die Frischluft hinten komplett durch die Lamellen geblasen, ohne von einem PCB oder einer Backplate aufgehalten zu werden. Das verbessert erfahrungsgemäß die Kühlleistung, wärmt im klassischen ATX-Aufbau jedoch die Luft um die CPU herum auf. Die Ventilation übernehmen drei kleinere statt zwei größere Axiallüfter.
Quelle: Powercolor
Powercolor Radeon RX Vega 56 Red Dragon: Kurzes, aber hohes PCB mit überstehendem Kühler (5)
Ein weiteres Novum stellt die Stromversorgung dar. Anders als alle anderen Vega-Modelle inklusive AMDs Referenzdesigns setzt die RX Vega 56 Red Dragon auf je einen acht- und sechspoligen Stromstecker. Trotzdem sieht Powercolor eine kleine Anhebung des GPU-Powerlimits auf 185 Watt vor. Ein zweites BIOS ist auf die von AMD vorgesehenen 165 Watt limitiert (zuzüglich HBM2 und Wandlerverluste). Den GPU-Basistakt beziffert Powercolor auf 1.177 MHz, den Boost auf bis zu 1.478 MHz. Der HBM2 arbeitet wie üblich mit 800 MHz.
Die Auslieferung der Radeon RX Vega 56 Red Dragon soll ab Ende April beginnen. Der Straßenpreis wird sich maßgeblich an der Marktsituation orientieren und lässt sich jetzt schlecht absehen.


Das sollten Kühler und Lüfter der Karte bändigen können.
Gruß
Die Karte liegt mit dem Standard-Bios doch nur bei 185 Watt für den Vega-Chip inkl. HBM.
Das sollten Kühler und Lüfter der Karte bändigen können.
Wenn es die irgendwo zu kaufen gäbe, würde ich mir als ernsthafter Interessent mit Silentanspruch Sorgen wegen der kleinen Propellerchen machen. Die Lautstärke unter Last wäre sicher interessant. Dank fehlender Verfügbarkeit ist das eine Sorge weniger...
Gruß
Länge-Breite-Höhe
Hohes PCB ist falsch gesagt. Bitte korrigieren
Die typischen Miner Karten RX580 oder GTX1060 immerhin um ca. 30€
Das ist immernoch weit oberhalb realistischer Preise, aber wenigstens stimmt jetzt die Richtung wieder.
ETH hat wirklich ganz schön Federn gelassen, dürfte sich in Ländern mit teurem Strom bald kaum noch lohnen zu minen, außer man kann irgendwo kostenlos anzapfen natürlich.