Radeon RX 9060 XT: Custom-Modelle im Überblick
In diesem Artikel
Sapphire Pulse Radeon RX 9060 XT Gaming OC 16GB
Details und Design
Das kleinste Modell im Bunde: Die Pulse bildet die Budget-Kategorie bei Sapphire und kommt mit zwei 89,5-mm-Lüftern und einem kompakten Kühler. Ein zweites BIOS, eine Beleuchtung oder Ähnliches sind nicht zu finden. Und auch das Powerlimit wurde lediglich auf einen Wert von 170 Watt gesetzt. Wie bei allen drei Karten lässt sich aber auch hier die maximale Energiezufuhr um bis zu 10 Prozent erhöhen. Bei maximaler Spielelast erreicht die GPU eine Temperatur von 62 Grad Celsius und ist damit trotz des kompakten Kühlers wirklich gut gekühlt, auch wenn der direkten Konkurrenz etwas unterlegen. Dass der RX-9060-XT-Chip aber auch durchaus intern etwas hitzköpfig ist, zeigt sich an der Hot-Spot-Temperatur von 79 Grad Celsius. Ein ähnlicher Wert lässt sich jedoch bei allen Modellen beobachten. Der VRAM fällt - wie auch schon bei der RX-9070-Serie - ebenfalls mit einer erhöhten Temperatur auf. So erreicht die Pulse hier 86 Grad Celsius. Die Karte erreicht eine GPU-Taktrate von 2.730 MHz und bietet damit eine etwas geringere Übertaktung als die Konkurrenz.
Doch das alles ist in Kauf zu nehmen, wenn man einen Blick auf die dabei entstehende Lärmentwicklung wirft. Das Modell erzeugt lediglich 0,2 Sone. Damit ist die Karte kaum zu hören und im geschlossenen Rechner selbst bei maximaler Auslastung sehr unauffällig. Etwas auffälliger hingegen ist das Spulenfiepen in Extremsituationen. Hier konnten wir bis zu 0,3 Sone messen. Die Pulse ist somit ein Budget-Modell, das nicht unbedingt für den engagierten Übertakter geeignet ist, sehr wohl aber für einen sinnvollen und leisen Build.
Asrock Radeon RX 9060 XT Steel Legend 16GB
Details und Design
In schickem Weiß und mit auffälliger, bunter Beleuchtung ist die Steel Legend das Einhorn im Testfeld. Der Kühler ist wuchtig, mit drei 88-mm-Lüftern ausgestattet und verfügt über einen großen Flow-Through-Bereich. Einen Schalter für ein zweites BIOS gibt es nicht, dafür lässt sich jedoch die Beleuchtung ein- und ausschalten und sogar mit dem PC synchronisieren. Die Boardpower wurde vom Hersteller standardmäßig auf 182 Watt gesetzt - der höchste Wert in diesem Test - und kann um weitere 10 Prozent händisch erhöht werden. Das verspricht Tuning-Potenzial, welches wir auch im Temperatur-Test bestätigen können. Der Kühler der Steel Legend ist leistungsstark und bringt die GPU auf sehr niedrige 53 Grad Celsius. Der Hotspot ist hierdurch mit 76 Grad Celsius ebenfalls absolut im grünen Bereich. Dagegen ist der Arbeitsspeicher wie auch bei den anderen Kandidaten etwas weniger gut gekühlt und erreicht 81 Grad Celsius. Die niedrige GPU-Temperatur zahlt sich aus und beschert der Asrock-Karte eine Taktrate von 2.830 MHz, die höchste in diesem Test.
Doch das eigentlich beeindruckende: Das Modell erzeugt lediglich einen Lärm von 0,2 Sone und ist damit kaum hörbar. In Kombination mit dem vergleichsweise leisen Spulenfiepen von 0,2 Sone ist die Steel Legend eine leise, gut gekühlte Karte mit Übertaktungspotenzial und das beste Gesamtpaket in diesem Überblick.
Asus Prime RX 9060 XT 16GB
Details und Design
Mit der Prime findet sich die unterste Stufe des Asus-Sortiments bei uns im Test ein. Das 304 × 112 × 50 mm große Modell verfügt über drei Lüfter und eine Metall-Backplate. Eine Beleuchtung gibt es keine, die Karte tritt in schlichtem Schwarz auf. Trotz des Budget-Anspruchs wurde der Prime ein Dual-BIOS spendiert. Und so kann der Anwender zwischen Quiet- und Performance-Modus mittels kleinem Schalter wählen. Wir messen die Karte jeweils mit Q- und P-Firmware. In beiden Fällen darf die Prime 175 Watt aus der Steckdose ziehen. Mittels händischer Optimierung lässt sich dieser Wert wie bei den anderen Karten um 10 Prozent erhöhen. Im Temperatur- und Lautstärke-Test zeigt sich, wie unterschiedlich die beiden Firmwares agieren. Denn sie werden jeweils (wie das auch sein soll) ihrem Namen gerecht. So erreicht die GPU-Temperatur im Performance-Modus mit 47 Grad Celsius einen absoluten Tiefpunkt, genau wie die Speicher- und Hotspot-Temperatur. Dafür steigt die Lärmbelastung durch die schnell drehenden Lüfter auf sehr gut hörbare 1,0 Sone. Im Silent-Modus verhält sich das Modell genau andersherum. Die Temperatur steigt auf 61 Grad Celsius, ist damit deutlich höher als bei der Konkurrenz von Asrock, aber nur minimal besser als beim Sapphire-Modell. Beim abgegebenen Lärm zieht die Prime mit 0,2 Sone mit der Konkurrenz gleich und reiht sich in der Kühlungs-Bewertung in der Mitte des Feldes ein. Lediglich das Spulenfiepen hinterlässt einen negativen Eindruck. Dieses ist mit 0,4 Sone deutlich hörbar.
Die neue abgespeckte AMD-Mittelklasse zeigt sich in Form der Custom-Modelle mal wieder von seiner guten Seite. Die GPU-Temperaturen sind trotz kompakter Kühler gut, lediglich der Speicher wird wieder einmal etwas wärmer. Beim Blick auf die Lärmabgabe sind jedoch alle Kritikpunkte wieder vergessen, denn jedes der getesteten Modelle erledigt seinen Job bei 0,2 Sone, einem Wert, bei dem man fast schon von Stille sprechen kann.

Auch immer wieder beeindruckend wie gut die Pulse-Karten von Sapphire performen, definitiv der Standard im Budget-Bereich.
Asus hingegen... naja, sie sind stets bemüht
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Diesmal alle relevanten Werte direkt ohne Schnörkel auf einen Blick! Super
Raffael hatte auch schon sehr viel Spaß mit der, wie man sieht <3.