Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
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Wie schlägt sich AMDs Radeon RX 7900 GRE in traditionellen Spielen und bei modernen Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Oberklasse-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Da immer wieder Fragen aufkommen, wie aktuell die von uns gezeigten Daten sind: vollständig aktuell. Wir vermischen grundsätzlich keine veralteten mit neuen Daten. Ständige Nachmessungen - etwa in Forza Horizon 5 - stellen sicher, dass die Ergebnisse aktuell und korrekt sind.
Quelle: PC Games Hardware
AMD Radeon RX 7900 GRE im Test: Der Goldene Hase (2)
Während Sie diese Zeilen lesen, laufen die Messungen für die Benchmark-Revision 2023/2024 auf Hochtouren. Sowohl der reguläre GPU-Leistungsindex als auch der Raytracing-Parcours erhalten eine umfassende Renovierung, bei der kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. Diese Umstellung hatten wir bereits für das Frühjahr geplant, entschlossen uns jedoch dazu, auf einige "Next-Gen"-Spiele zu warten. Mehr dazu lesen Sie laut aktueller Planung im September.
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PCGH-Grafikkarten-Benchmarks
Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.100 und 2.300 MHz, führt das zur Angabe von "~2,20 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung.
Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit zwei Jahren Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2023 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.
Radeon RX 7900 GRE: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Radeon RX 7900 GRE präsentieren wir Ihnen alle Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist WQHD (2.560 × 1.440 Pixel), da diese Auflösung das Wohlfühlgebiet einer Oberklasse-Grafikkarte wie der RX 7900 GRE darstellt. Kommen wir direkt zur Sache - mit allen getesteten 32 Grafikkarten in einem Chart:
Die Radeon RX 7900 GRE ist eine sehr schnelle Grafikkarte, daran besteht kein Zweifel. Je nach Spiel rangiert das neueste AMD-Modell knapp vor der Radeon RX 6800 XT oder zieht sogar an der Radeon RX 6950 XT vorbei. Die einzige Ausnahme von dieser Regel bildet Uncharted 4, bei dem die 7900 GRE der 6800 XT unterliegt. Über die Ursache können wir nur spekulieren, denn die Hardware unterscheidet sich in mehreren Punkten. Denkbar ist, dass Uncharted 4 sehr von Level-3-Cache profitiert - und von diesem haben die RX-6800-Modelle doppelt so viel wie die RX 7900 GRE (128 zu 64 MiByte). In den meisten Fällen zieht die alte Radeon RX 6950 XT an der 7900 GRE vorbei, was sie einem alten Freund zu verdanken hat: Takt. Während die Radeon RX 7900 GRE auf 260 Watt Boardpower beschränkt ist und sich unter Volllast somit stark drosselt, genehmigt sich unser 6950-XT-Muster durchschnittlich 340 Watt und kann daher um rund 250 MHz höher takten. Dieser Vorteil wirkt im Gegensatz zu Architekturmerkmalen wie Dual Issue (doppelter FP32-Durchsatz bei RDNA 3) immer. Im Vergleich mit aktuellen Nvidia-Grafikkarten steht die Radeon RX 7900 GRE ebenfalls gut da. Die Geforce RTX 4070 wird in beinahe allen Fällen geschlagen, teilweise liegt auch die Geforce RTX 4070 Ti in Schlagdistanz - insgesamt ist das Nvidia-Modell aber klar überlegen.
Radeon RX 7900 GRE im Leistungsindex
Wo landet die Radeon RX 7900 GRE im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent; es findet keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben. Wir beginnen traditionell mit dem Rasterizing:
Erwartung und Realität decken sich: Die Radeon RX 7900 GRE landet im Mittel um elf Prozent vor der Radeon RX 6800 XT, unterliegt der Radeon RX 6950 XT jedoch um drei Prozent. Somit kann AMDs neueste Grafikkarte die nächstgelegene Konkurrenz - Nvidias Geforce RTX 4070 - um ansehnlich 13 Prozent distanzieren. Je nach Auflösung ändern sich die Abstände leicht, das Gesamtbild spricht jedoch eine klare Sprache: Die Radeon RX 7900 GRE ist beim Rasterizing deutlich schneller als die Geforce RTX 4070, deren Ti-Variante jedoch unterlegen. Blickt man auf die vorherige Geforce-Generation, erreicht die Radeon RX 7900 GRE ein Leistungsniveau zwischen RTX 3080 Ti und RTX 3090 - bei deutlich geringerer Leistungsaufnahme, doch dazu später mehr. Was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, zeigt der folgende Vergleich:
Die Radeon RX 7900 GRE zeigt ein ähnliches Skalierungsverhalten wie ihre Geschwister, das Verhältnis aus Caches und Speichertransferrate ist folglich ausbalanciert. Die modernen Architekturen haben eine grundsätzliche Gemeinsamkeit: Aufgrund der deutlich vergrößerten Caches und der kaum gestiegenen Speichertransferrate performen diese Architekturen besonders gut in niedrigen Auflösungen, während höhere Pixelmengen verstärkte Zugriffe auf den Grafikspeicher erfordern, was den Leistungsgewinn schmälert. Ob das Gesagte auch beim Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

MfG
Raff
Die Ausbeute zu erhöhen und die Kosten ... zu reduzieren
Sonst ergibt das ja keinen Sinn.
Thx für den ausführlichen Artikel.
MfG
Raff
Dahinter steckt die Idee, die Ausbeute und Kosten gegenüber einem einzelnen, großen Chip zu reduzieren
Die Ausbeute zu erhöhen und die Kosten ... zu reduzieren
Sonst ergibt das ja keinen Sinn.
Thx für den ausführlichen Artikel.