Mehr Grafikkarten und CPUs von AMD: 2021 wird weiterhin "ziemlich eng bleiben"
Wie entwickelt sich die Lage bei Angebot und Nachfrage nach Next-Gen-Hardware wie CPUs, Grafikkarten oder Konsolen? Zumindest AMD rechnet vorerst nicht mit einer deutlichen Entspannung.
Wie geht es weiter auf den Markt für spannende PC-Komponenten und den Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X? In einem Interview mit der Webseite Barrons beantwortet AMD-CEO Lisa Su einige interessante Fragen.
AMD: Angebot versus Nachfrage
So bestätigt Su das, was man schon länger von den CEOs der IT-Firmen hört. Die Nachfrage in den letzten zwölf Monaten im Halbleitersektor habe selbst die "aggressiven Erwartungen weit übertroffen", so Su. Und dabei darf man nicht vergessen, dass Firmen wie AMD ihre Kapazitätsentscheidungen teilweise Jahre im Voraus treffen, wodurch sich in beide Richtungen ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ergeben kann. Aus Sicht von Su geht es vor allem darum, die Kapazitäten noch weiter auszubauen, um die weiter starke Nachfrage zu befriedigen. Das Hochfahren der Produktion hatte Su bereits im April in Aussicht gestellt, als man einen neuen Umsatzrekord aufstellte. Damals bekräftigte man die Erwartungen, dass die GPU-Verkäufe mit RX 6000 in den kommenden Quartalen deutlich steigen werden, da deren Produktion hochgefahren wird.
Pauschale Aussagen, wie sich die Lage im weiteren Jahresverlauf entwickelt will Su nicht abgeben. Immerhin steht Ende Juli auch der Abschluss des nächsten Quartals an. Su glaubt aber, das sich jedes Teilsegments des Marktes anders verhält. Insgesamt wird aber das komplette Jahr 2021 weiterhin "ziemlich eng bleiben". Und wie es 2022 weitergeht, wird auch von der Dynamik des Gesamtmarktes abhängen. Trotzdem gibt es zumindest bei AMD einen Hoffnungsschimmer: Man bringe "auf jeden Fall jedes Quartal mehr Kapazität auf den Markt, also werden Sie mit Sicherheit jedes Quartal mehr Output sehen", so Su im Interview. Zumindest bei den aktuellen Ryzen-5000-Prozessoren gibt es mittlerweile keine Verfügbarkeitsprobleme mehr oder zu hohe Preise. Und auch bei Next-Gen-Konsolen wie der PS5 gab es zuletzt immer mehr Ware zu kaufen. Selbst die RX-6000-Grafikkarten waren zuletzt besser verfügbar und günstiger, allerdings noch nicht auf UVP-Niveau.
Im Dezember 2020 kündigte Su noch an, dass 2021 ein Wachstumsjahr für PCs werden soll - und das in einem Ausmaß, das man "vielleicht schon lange nicht mehr erlebt hat". Sowohl bei CPUs als auch bei GPUs lautete die Strategie, mit einer "sehr starken Architektur zu beginnen und dann mit jeder Generation sukzessive Verbesserungen zu integrieren". Speziell mit RDNA 2 wollte man im High-End-Bereich bei Spielegrafik ankommen und das habe man geschafft. Man sei damit "sehr, sehr wettbewerbsfähig".

Hab gestern auch schon wieder hier gelesen, "die 3080ti sei viel mehr als 5% schneller als eine 6900xt".
Mit einem breiten gewinner Smily dahinter ....
Seht ihr immer nur was euch passt oder habt ihr das wirklich so nötig??
Ja, in Raytracing ist Nvidia meistens schneller, aber das ist immer noch ein kleiner Markt, auch wenn das offensichtlich schon die ganze Realität einiger ausmacht und ansonsten ist's mal die mal die andere und in neuen Games sehr oft AMD
Man sei damit "sehr, sehr wettbewerbsfähig".
Aber klar macht Sinn, jetzt wo man von der Leistung aufgeschlossen hat, beim Stromverbrauch besser ist und nur bei Raytracing und DLS das nachsehen hat möchte niemand die Karten haben...
Aber ist natürlich gut, dass DU weißt was der MARKT benötigt. Ansonsten hast du oben bereits die Antwort, es wurden deutlich weniger GPUs produziert, daher ist es auch logisch, dass weniger im Markt ankommen... Ganz simple Antwort, da braucht man auch nichts großartig hineininterpretieren.
Wie bereits erwähnt, würde die RDNA2 Karten niemand haben wollen und sie wie blei in den Regalen liegen, dann wären die Preise auch niedriger.
Zum anderen wurden doch die ausgelieferten Stückzahlen der GPU Sparte veröffentlich und da ist für jedermann erkenntlich, dass weniger ausgeliefert wurden... Also was willst du eigentlich? Außer rumstänkern?
a) AMD erklärt von hochoffizieller Stelle unmittelbar vor dem Launch eine gute Produktverfügbarkeit und musste gar noch Spitzen auf den Konkurrenten austeilen, bei dem man, da er deutlich früher veröffentlichte, bereits erste Lieferprobleme beobachten konnte. Dagegen lieferte AMD ab Launch gar noch ein deutlich traurigeres Bild ab als der Konkurrent, denn hier waren anfänglich weder CPUs noch GPUs verfügbar. Bei den GPUs wurde es erst im Laufe des Dezembers besser. Wie du das Tätigen einer derart offensichtlichen Falschaussage benennen willst, überlasse ich dann dir.
Und zum anderen muss man sich an Verträge halten, das wären einmal die Konsolen und die Supercomputer, von daher ist es klar, dass man Epyc bevorzugt. Klar ist es ärgerlich als GPU Käufer und das kann man auch durchaus bemängeln, aber das tust du ja nicht...
War es in der Vergangenheit nicht so, dass man AMD nur als Preisdrücker gesehen hat und trotz guter Produkte - die es durchaus gab - lieber zu Nvidia gegriffen hat.
Wenn man im Serversegment wieder Fuß fassen möchte, dann muss man auch liefern. Wer nicht liefern kann wird auch nicht als Lieferantant gewählt, so einfach ist das. Zumal man sich dort im B2B Umfeld befindet und dort ist Verlässlichkeit wichtig und im B2C Bereich kaufen die meisten nach p/l, wert dort das bessere bietet wird genommen. Abgesehen von ein paar eingefleischten AMD und Nvidia Fanboys. Da wird zum Zeitpunkt X einfach geschaut, wer die bessere Lösung bietet.
Und dass AMD vermutlich die Prioritäten fertigungstechnisch auf CPU-Chiplets und Konsolen-SoCs gelegt hat, ist nun keine wirklich neue Erkenntnis oder besser gesagt, Vermutung, denn AMD würde sowas natürlich nicht hochoffiziell bestätigen, denn das würde ein höchst unschönes Bild zeichnen, bzw. nüchtern betrachtet, lediglich zeigen, dass AMD nicht anders als alle anderen Unternehmen agiert, was Leuten wie dir dann aber die Argumentationsgrundlage entzieht.
Und diese vermeintliche Priorisierung ändert auch nichts an dem vergleichenden Bild bei den Retailern, nämlich dass die überteuerten RTX-Modelle weggekauft wurden (offensichtlich vielfach von Gamern), während RDNA2-Modelle zumeist verfügbar blieben (und das dann noch anscheinend bei zusätzlich künstlich verknapptem Output?). Ob man das jetzt wie du zwaghaft überzogen als "wie blei in den Regalen liegen" bezeichnen will, will ich dann gerne dir überlassen.
Zusammenfassend bzgl. diesem Punkt:
a) AMD erklärt von hochoffizieller Stelle unmittelbar vor dem Launch eine gute Produktverfügbarkeit und musste gar noch Spitzen auf den Konkurrenten austeilen, bei dem man, da er deutlich früher veröffentlichte, bereits erste Lieferprobleme beobachten konnte. Dagegen lieferte AMD ab Launch gar noch ein deutlich traurigeres Bild ab als der Konkurrent, denn hier waren anfänglich weder CPUs noch GPUs verfügbar. Bei den GPUs wurde es erst im Laufe des Dezembers besser. Wie du das Tätigen einer derart offensichtlichen Falschaussage benennen willst, überlasse ich dann dir.
b) In den offiziellen Erklärungen (über die Monate) reihte man sich immer wieder erneut in das allgemeine industrieweite Bedauern aller anderen Hersteller mit den bekannten 08/15-Gründen ein und unterließ es natürlich explizit zu erwähnen, dass der eigene Produktausstoß grundsätzlich gering ist aufgrund der internen Priorisierung, da man andere Geschäftsfelder für wichtiger als Consumer-GPUs erachtet.
c) In 2Q21 meinte man dann doch tatsächlich in Verbindung mit der GPU-Fertigung von einem (zeitlich nicht näher bestimmten) bevorstehenden "GPU-RampUp" zu sprechen, was schon recht komisch anmutet, denn ein solcher RampUp sollte eigentlich im Vorfeld des bevorstehenden Produktlaunches stattfinden und nicht ein halbes Jahr nach dem Launch, was einmal mehr das Verhalten in 2020 infrage stellt.
"Der GPU Markt verzeiht eine kleinere Menge eher ..." Ist das jetzt unbeholfene Polemik von dir? Die Gamer, die hier GPUs zu vernünftigen Preisen haben wollen, sehen das wohl eher anders und winken hier gar noch mit dem sprichtwörtlichen Zaunpfahl, denn bei der aktuellen Preisentwicklung scheint sich RDNA2 anscheinend gar noch deutlich schlechter zu verkaufen, während Gamer bei den Konkurrenzprodukten anscheinend eher ein (relativ gesehen) geringeres Problem mit den überteuerten Preisen zu haben scheinen.
Und vollkommen konstruiert wird es dann mit dem vertröstenden Blick auf die zukünftige Entwicklung. Den Kunden, die jetzt kaufen wollen, interessiert es nicht, was RDNA3 möglicherweise leisten wird, denn es wird in 2022 kein kostenloses Hardwareupgrade für RDNA2-Besitzer geben.
Darüber hinaus ist dein "wenn z.B. AMD oder intel 20-30% mehr Performance wie nvidia liefert" ebenso rein spekulativ und dann eher gar noch das deutlich unwahrscheinlichere Szenario. Aktuell gibt es keinen wirtschaftlichen oder technischen Grund anzunehmen, dass AMD mit einer kommenden Generation nVidia haushoch überflügeln kann. Das Szenario kann man zwar nicht ausschließen, jedoch setzt man gemeinhin nicht auf das deutlich unwahrscheinlichere Szenario und zudem ist das vollkommen irrelevant für eine aktuelle Kaufentscheidung, also ein recht konstruiertes Pseudoargument.
Kunden "wandern" immer, das ist vollkommen normal. Weniger normal ist nur, wenn es einigen Leuten nicht ausreicht wie das tatsächliche Wanderverhalten aussieht und dann mit Rhetorik, Polemik oder anderweitigen Mitteln versucht wird nachzuhelfen. Zumal diese verbalen Bemühungen per se vollkommen sinnbefeit sind, denn das tatsächliche Markt-/"Wanderverhalten" ändert sich nicht dadurch und die beobachteten Kennzahlen bleiben die gleichen.
Wenn die RDNA2 Karten nicht gefragt wären, würden sie wie blei in den Regalen liegen und zu deutlich niedrigeren Preisen erhältlich sein, was sie aber nicht sind.
Was hier eher der Fall ist, was man auch an den verkauften Stückzahlen in den letzten Monaten sieht, ist dass bei AMD die Prio auf den CPUs und den Konsolen liegt und die zusätzlichen Kapas langsam Richtung den GPUs fließen. Was auch vollkommen logisch ist, wenn man die SuperComputer und andere Serveranbieter pünktlich beliefern möchte. Der GPU Markt verzeiht eine kleinere Menge eher, wenn die Performance in der nächsten Generation stimmt und z.B. AMD oder intel 20-30% mehr Performance wie nvidia liefert, dann wandern auch die Kunden.