Radeon RX 6600 XT im Test: Verbrauch, Effizienz, Overclocking
Die Leistungsaufnahme und Effizienz der Radeon RX 6600 XT geprüft: Wie viel Strom benötigt die Navi-23-Grafikkarte? Und was lässt sich beim OC herausholen?
In diesem Artikel
- Seite 1 Radeon RX 6600 XT im Test: Spezifikationen
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Seite 2
Radeon RX 6600 XT im Test: Spiele-Benchmarks
- 2.1 GPU-Testsystem 2021 v1.1
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2.2
Radeon RX 6600 XT: Spiele-Benchmarks
- 2.2.1 Anno 1800
- 2.2.2 Assassin's Creed Valhalla
- 2.2.3 Battlefield 5
- 2.2.4 Borderlands 3
- 2.2.5 Call of Duty BO Cold War
- 2.2.6 Control
- 2.2.7 Crysis Remastered
- 2.2.8 Cyberpunk 2077
- 2.2.9 Days Gone
- 2.2.10 Desperados 3
- 2.2.11 Doom Eternal Ancient Gods
- 2.2.12 F1 2020
- 2.2.13 Forza Horizon 4
- 2.2.14 Hitman 3
- 2.2.15 Horizon Zero Dawn
- 2.2.16 Metro Exodus
- 2.2.17 Red Dead Redemption 2
- 2.2.18 Resident Evil 8 Village
- 2.2.19 Serious Sam 4
- 2.2.20 The Witcher 3
- 2.3 RX 6600 XT im Leistungsindex
- 2.4 RX 6600 XT: Raytracing-Leistung
- Seite 3 Radeon RX 6600 XT im Test: Verbrauch, Effizienz, Overclocking
- Seite 4 Radeon RX 6600 XT im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Wie bereits erwähnt, existiert keine AMD-Referenzkarte der Radeon RX 6600 XT, sodass wir alle Messungen anhand einer auf 130 Watt GPU-Power gedrosselten Sapphire Pulse durchgeführt haben. Folgerichtig finden auch die Messungen der Leistungsaufnahme mit dieser Einstellung statt, um die Leistungsaufnahme der Mittelklasse-Radeon sowie die Effizienz beziffern zu können. Messwerte mehrerer Custom-Designs inklusive werkseitiger Übertaktung finden Sie zum Marktstart der Radeon RX 6600 XT (11. August) bei uns. Zunächst widmen wir uns der Baseline in Gestalt der (Quasi-)Referenzkarte, welche offiziell bei 130 Watt GPU-Power auf eine Boardpower von 160 Watt kommt.
Leistungsaufnahme
PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten seit August 2020 mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um diese Feinheiten besser abzubilden. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den ungedrosselten Werten der Radeon RX 6600 XT im Vergleich:
| Leistungsaufnahme | RX 6600 XT (Sapphire Pulse @ 130 W GPU) | RTX 3060 (Gigabyte Eagle) | RTX 3060 Ti (Zotac Twin Edge) | RTX 2060 Super FE | GTX 1070 FE | RX Vega 56 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (Desktop) | 5,5 Watt | 11,5 Watt | 10 Watt | 10,5 Watt | 8,5 Watt | 15 Watt |
| Dual-Display (UHD + FHD) | 22 Watt | 18,5 Watt | 18 Watt | 15 Watt | 11,5 Watt | 15,5 Watt |
| UHD-Youtube-Video | 22 Watt | 17,5 Watt | 17 Watt | 16 Watt | 12 Watt | 26 Watt |
| Gaming (MAXIMUM) | 155 Watt | 171 Watt | 202 Watt | 182 Watt | 149 Watt | 216 Watt |
| Control (WQHD + RT) | 153 Watt | 170 Watt | 199 Watt | – | – | – |
| Anno 1800 (Full HD) | 151 Watt | 170 Watt | 200 Watt | – | – | – |
| Wolfenstein @ 60 Fps (FHD) | 57 Watt | 69 Watt | 53 Watt | 63 Watt | – | – |
Im absoluten Leerlauf macht die RX 6600 XT eine hervorragende Figur, gut 5 Watt hat noch keine Grafikkarte dieser Leistungsklasse vor ihr erreicht. Die Sparflamme endet jedoch, sobald ein zweiter (unterschiedlicher) Monitor Kontakt aufnimmt oder ein Youtube-Video gestartet wird. In beiden Fällen schnellt der Speichertakt auf den Volllastmodus mit rund 1.990 MHz und 1,35 Volt hinauf. Die daraus resultierende Leistungsaufnahme von 21 Watt ist zwar immer noch sparsam, aber im Angesicht vieler anderer Grafikkarten unnötig viel.
Unter Volllast werden die 130 Watt unserer Testkarte nicht immer, aber oft ausgeschöpft. Zusammen mit den übrigen Posten rund um Speicher, Spannungswandler, Lüfter und weitere Verluste ergibt sich eine maximale Gaming-Leistungsaufnahme von 155 Watt. Das ist zwar nicht hervorragend, aber zweifellos besser als bei der Geforce RTX 3060. Die RTX 3060 Ti hingegen kann mithalten, sie ist um mehr als 25 Prozent schneller als die RTX 3060 und arbeitet mit rund 200 Watt. Nutzer einer älteren Grafikkarte können somit aufatmen, das Watt-Niveau hat sich gegenüber GTX 1060/1070, RX 480 & Co. kaum bewegt. Eine einzelne 8-Pol-Buchse zeugt auf allen anwesenden Custom-Designs von der Sparsamkeit:
Spulenrasseln respektive -fiepen ist bei modernen Gaming-Grafikkarten in deutlich unterschiedlicher Ausprägung zu hören. Je nach Last und Bildrate sind Spulengeräusche mehr oder minder deutlich hörbar. Im Falle der Radeon RX 6600 XT können wir - passend zur geringen elektrischen Last - jedoch Entwarnung geben, hier ist Spulenfiepen nur sehr schwach wahrnehmbar.
Overclocking: 3 GHz so nah wie nie
RDNA 2 ist eine schlanke, auf hohen Takt ausgelegte GPU-Architektur. Aus physikalischen Gründen erreichen die kleineren Prozessoren etwas höhere Frequenzen als die großen, sodass bisher die Radeon RX 6700 XT mit Navi 22 in Führung lag. Das ist nun vorbei, im Mittel über alle PCGH-Benchmarks erreicht die Radeon RX 6600 XT bereits mit 130 Watt GPU-Power einen um rund 40 MHz höheren Durchschnittstakt. Ist die Auslastung gering, boostet AMDs Kleinster auf über 2,7 GHz, was große Hoffnungen auf weitere Taktrekorde schürt. Knacken wir erstmals die 3-GHz-Marke unter Luft?
Leider nein. Keine der anwesenden 6600-XT-Grafikkarten ließ sich zu diesem Stunt überreden, sofern man von Suicide Shots in GPU-Z absieht. 2.850 MHz mit +20 Prozent GPU-Powerlimit sind das höchste der Gefühle, allerdings mit sporadisch aufblitzenden Artefakten. Wir haben die Benchmarks daher bei runden 2,8 GHz durchgeführt und mit 2.250 MHz Speichertakt (Standard-Timings) abgerundet. Zwar erlaubt es der Radeon-Treiber, den Speichertakt um satte 20 Prozent auf 2.400 MHz zu erhöhen, stabil nutzbar ist das jedoch auf keinem greifbaren Modell. Tatsächlich kippen schon weit vorher Bits um, sodass die Daten erneut abgefordert werden müssen - in diesem Fall reduziert Overclocking die Leistung. Während sich die Speicherspannung nicht mithilfe von Tools anheben lässt, darf die Kernspannung wie gehabt im Treiber-Tuning-Menü verändert werden. Mehr als die standardmäßig verwendeten 1,15 Volt sind jedoch nicht drin, was ambitionierte Übertakter enttäuschen wird. Hochgezüchtete Navi-21-GPUs wie die Radeon RX 6900 XT LC erlauben 1,2 Volt. Mit dieser Spannung könnte die 3-GHz-Mauer fallen. Lassen wir uns überraschen, welche Kniffe der Radeon-Tuning-Community einfallen ...


ShiZoedit: Dann eben was der AMD Graka Markt bis dahin bietet.
ShiZoedit 2.0: Habe einen moment nachgedacht, ich glaube den AMD CPU/GPU Koller zu haben, habe aus der CPU 5700/5800 eine GPU gemacht, AMD schafft es auch einen echt kirre zu machen.
Nicht das ich jetzt vorhätte die GTX 1070 in Rente zu schicken, da nur in 1920x1080 sprich Full HD gedaddelt wird und ich auch nicht der Freund davon bin alles auf Anschlag nach rechts zu prügeln, nur um mit einem Ständer weiter spielen zu können.
Zuerst kommt hoffentlich Anfang nächsten Jahres ein neuer Kombi her, wenn ich genug bis dahin gespart habe und dann werf ich noch mal einen Blick auf die RX 6600 XT oder auf eine RTX 3060, sind die Preise bis dahin noch zu pervers (wovon ich stark ausgehe), schaue ich eben nach einer gebrauchten Graka irgendwas Richtung RTX 2070 Super/2080Ti/3060 oder RX 5700/5800 evtl. 5900 XT und so auch was um die 400 Kröten und deutlicher darunter.
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