Radeon RX 6600 XT im Test: Verbrauch, Effizienz, Overclocking
Quelle: PC Games Hardware
Seite 3:

Radeon RX 6600 XT im Test: Verbrauch, Effizienz, Overclocking

214
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Die Leistungsaufnahme und Effizienz der Radeon RX 6600 XT geprüft: Wie viel Strom benötigt die Navi-23-Grafikkarte? Und was lässt sich beim OC herausholen?

Wie bereits erwähnt, existiert keine AMD-Referenzkarte der Radeon RX 6600 XT, sodass wir alle Messungen anhand einer auf 130 Watt GPU-Power gedrosselten Sapphire Pulse durchgeführt haben. Folgerichtig finden auch die Messungen der Leistungsaufnahme mit dieser Einstellung statt, um die Leistungsaufnahme der Mittelklasse-Radeon sowie die Effizienz beziffern zu können. Messwerte mehrerer Custom-Designs inklusive werkseitiger Übertaktung finden Sie zum Marktstart der Radeon RX 6600 XT (11. August) bei uns. Zunächst widmen wir uns der Baseline in Gestalt der (Quasi-)Referenzkarte, welche offiziell bei 130 Watt GPU-Power auf eine Boardpower von 160 Watt kommt.

Radeon RX 6600 XT: Drei Custom-Designs vorgestellt
AMD Radeon RX 6600 XT im Test: Custom-Designs von Asrock, Sapphire und XFX (7)
AMD Radeon RX 6600 XT im Test: Custom-Designs von Asrock, Sapphire und XFX (7) AMD Radeon RX 6600 XT im Test: Custom-Designs von Asrock, Sapphire und XFX (5) AMD Radeon RX 6600 XT im Test: Custom-Designs von Asrock, Sapphire und XFX (6)

Leistungsaufnahme

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten seit August 2020 mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um diese Feinheiten besser abzubilden. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den ungedrosselten Werten der Radeon RX 6600 XT im Vergleich:

Leistungsaufnahme RX 6600 XT (Sapphire Pulse @ 130 W GPU) RTX 3060 (Gigabyte Eagle) RTX 3060 Ti (Zotac Twin Edge) RTX 2060 Super FE GTX 1070 FE RX Vega 56
Leerlauf (Desktop) 5,5 Watt 11,5 Watt 10 Watt 10,5 Watt 8,5 Watt 15 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 22 Watt 18,5 Watt 18 Watt 15 Watt 11,5 Watt 15,5 Watt
UHD-Youtube-Video 22 Watt 17,5 Watt 17 Watt 16 Watt 12 Watt 26 Watt
Gaming (MAXIMUM) 155 Watt 171 Watt 202 Watt 182 Watt 149 Watt 216 Watt
Control (WQHD + RT) 153 Watt 170 Watt 199 Watt
Anno 1800 (Full HD) 151 Watt 170 Watt 200 Watt
Wolfenstein @ 60 Fps (FHD) 57 Watt 69 Watt 53 Watt 63 Watt

Im absoluten Leerlauf macht die RX 6600 XT eine hervorragende Figur, gut 5 Watt hat noch keine Grafikkarte dieser Leistungsklasse vor ihr erreicht. Die Sparflamme endet jedoch, sobald ein zweiter (unterschiedlicher) Monitor Kontakt aufnimmt oder ein Youtube-Video gestartet wird. In beiden Fällen schnellt der Speichertakt auf den Volllastmodus mit rund 1.990 MHz und 1,35 Volt hinauf. Die daraus resultierende Leistungsaufnahme von 21 Watt ist zwar immer noch sparsam, aber im Angesicht vieler anderer Grafikkarten unnötig viel.

Unter Volllast werden die 130 Watt unserer Testkarte nicht immer, aber oft ausgeschöpft. Zusammen mit den übrigen Posten rund um Speicher, Spannungswandler, Lüfter und weitere Verluste ergibt sich eine maximale Gaming-Leistungsaufnahme von 155 Watt. Das ist zwar nicht hervorragend, aber zweifellos besser als bei der Geforce RTX 3060. Die RTX 3060 Ti hingegen kann mithalten, sie ist um mehr als 25 Prozent schneller als die RTX 3060 und arbeitet mit rund 200 Watt. Nutzer einer älteren Grafikkarte können somit aufatmen, das Watt-Niveau hat sich gegenüber GTX 1060/1070, RX 480 & Co. kaum bewegt. Eine einzelne 8-Pol-Buchse zeugt auf allen anwesenden Custom-Designs von der Sparsamkeit:

Spulenrasseln respektive -fiepen ist bei modernen Gaming-Grafikkarten in deutlich unterschiedlicher Ausprägung zu hören. Je nach Last und Bildrate sind Spulengeräusche mehr oder minder deutlich hörbar. Im Falle der Radeon RX 6600 XT können wir - passend zur geringen elektrischen Last - jedoch Entwarnung geben, hier ist Spulenfiepen nur sehr schwach wahrnehmbar.

Overclocking: 3 GHz so nah wie nie

RDNA 2 ist eine schlanke, auf hohen Takt ausgelegte GPU-Architektur. Aus physikalischen Gründen erreichen die kleineren Prozessoren etwas höhere Frequenzen als die großen, sodass bisher die Radeon RX 6700 XT mit Navi 22 in Führung lag. Das ist nun vorbei, im Mittel über alle PCGH-Benchmarks erreicht die Radeon RX 6600 XT bereits mit 130 Watt GPU-Power einen um rund 40 MHz höheren Durchschnittstakt. Ist die Auslastung gering, boostet AMDs Kleinster auf über 2,7 GHz, was große Hoffnungen auf weitere Taktrekorde schürt. Knacken wir erstmals die 3-GHz-Marke unter Luft?

Leider nein. Keine der anwesenden 6600-XT-Grafikkarten ließ sich zu diesem Stunt überreden, sofern man von Suicide Shots in GPU-Z absieht. 2.850 MHz mit +20 Prozent GPU-Powerlimit sind das höchste der Gefühle, allerdings mit sporadisch aufblitzenden Artefakten. Wir haben die Benchmarks daher bei runden 2,8 GHz durchgeführt und mit 2.250 MHz Speichertakt (Standard-Timings) abgerundet. Zwar erlaubt es der Radeon-Treiber, den Speichertakt um satte 20 Prozent auf 2.400 MHz zu erhöhen, stabil nutzbar ist das jedoch auf keinem greifbaren Modell. Tatsächlich kippen schon weit vorher Bits um, sodass die Daten erneut abgefordert werden müssen - in diesem Fall reduziert Overclocking die Leistung. Während sich die Speicherspannung nicht mithilfe von Tools anheben lässt, darf die Kernspannung wie gehabt im Treiber-Tuning-Menü verändert werden. Mehr als die standardmäßig verwendeten 1,15 Volt sind jedoch nicht drin, was ambitionierte Übertakter enttäuschen wird. Hochgezüchtete Navi-21-GPUs wie die Radeon RX 6900 XT LC erlauben 1,2 Volt. Mit dieser Spannung könnte die 3-GHz-Mauer fallen. Lassen wir uns überraschen, welche Kniffe der Radeon-Tuning-Community einfallen ...

214
  1. Seite 1 Radeon RX 6600 XT im Test: Spezifikationen
  2. Seite 2 Radeon RX 6600 XT im Test: Spiele-Benchmarks
  3. Seite 3 Radeon RX 6600 XT im Test: Verbrauch, Effizienz, Overclocking
  4. Seite 4 Radeon RX 6600 XT im Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (214)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ShiZon PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] : Stimmt *rot anlauf*, da merk ich gerade wieder wie lange ich mich nicht mehr mit AMD Grakas beschäftigt habe.

        ShiZoedit: Dann eben was der AMD Graka Markt bis dahin bietet.

        ShiZoedit 2.0: Habe einen moment nachgedacht, ich glaube den AMD CPU/GPU Koller zu haben, habe aus der CPU 5700/5800 eine GPU gemacht, AMD schafft es auch einen echt kirre zu machen.
      • Von ShiZon PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] : Stimmt *rot anlauf*, da merk ich gerade wieder wie lange ich mich nicht mehr mit AMD Grakas beschäftigt habe.

        ShiZoedit: Dann eben was der AMD Graka Markt bis dahin bietet.

        ShiZoedit 2.0: Habe einen moment nachgedacht, ich glaube den AMD CPU/GPU Koller zu haben, habe aus der CPU 5700/5800 eine GPU gemacht, AMD schafft es auch einen echt kirre zu machen.
      • Von Gast1748380205
        Die 6600XT ist halt die perfekte Aufrüstoption für Pascalbesitzer.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Eine RX 5800 oder gar 5900 hat es nie gegeben, das dürfte also schwer werden eine zu kaufen .
      • Von ShiZon PC-Selbstbauer(in)
        So schlecht ist die Graka nicht imho und fährt ohne Probleme meine 1070 an die Wand, wenn man bedenkt das ich damals für die EVGA GTX 1070 FTW Gaming ACX 3.0 *auf Rechnung schau* vom 20.03.2017 immerhin 461,86 € auf den Tisch gelegt habe und jetzt ein paar Tage später *hust*, bekomme ich eine deutlich bessere Graka zu fast ähnlichen Preis.

        Nicht das ich jetzt vorhätte die GTX 1070 in Rente zu schicken, da nur in 1920x1080 sprich Full HD gedaddelt wird und ich auch nicht der Freund davon bin alles auf Anschlag nach rechts zu prügeln, nur um mit einem Ständer weiter spielen zu können.

        Zuerst kommt hoffentlich Anfang nächsten Jahres ein neuer Kombi her, wenn ich genug bis dahin gespart habe und dann werf ich noch mal einen Blick auf die RX 6600 XT oder auf eine RTX 3060, sind die Preise bis dahin noch zu pervers (wovon ich stark ausgehe), schaue ich eben nach einer gebrauchten Graka irgendwas Richtung RTX 2070 Super/2080Ti/3060 oder RX 5700/5800 evtl. 5900 XT und so auch was um die 400 Kröten und deutlicher darunter.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Ist halt sehr Spielabhängig. Bei TPU war z.B. Hitman 3 noch worst case
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk