Radeon RX 6600 im Test: Spiele-Benchmarks (2)
Quelle: PC Games Hardware
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Radeon RX 6600 im Test: Spiele-Benchmarks (2)

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Der Teil 2: Radeon RX 6600 im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste - Raytracing inklusive.

Spiele-Benchmarks, Teil 2

Im Folgenden finden Sie die weiteren Spiele-Benchmarks sowie die Leistungsindizes für "normale" Spiele sowie Raytracing-Games.

Desperados 3

Engine: Unity-Engine mit DirectX 11
Besonderheiten: Hochperformant und power-intensiv, kein Temporal-AA
Detaileinstellungen: Maximal - mit 150 % Achsenauflösung
Benchmarkszene: Die GPU-lastigste Mission ("Die glorreichen Fünf")

Mitte 2020 erschien mit Desperados 3 das wohl beste Stealth-Strategie-Spiel der vergangenen Jahre. Das Werk der Münchner Mimimi Games setzt auf die gerade bei kleineren Studios populäre Unity-Engine und ist somit eine wichtige Zutat bei der Grafikkarten-Leistungsbewertung. Wie fast alle Unity-basierten Spiele zeichnet auch Desperados 3 eine sehr flüssige, wenn auch technisch eher rustikale Grafik auf den Schirm. Im Gegensatz zu 2020 testen wir nun "nur" mit 150 % Achsenauflösung (wie bei Battlefield 5), was auch für Mittelklasse-GPUs flüssige Bildraten ermöglicht. Insgesamt schmeckt das Spiel Geforce-Grafikkarten am besten, wobei man klar zwischen durchschnittlicher und minimaler Bildrate unterscheiden muss: Ampere-GPUs zeigen eine deutlich größere Fps-Varianz als RDNA-2-Chips, wobei Letztere signifikant mit steigender Auflösung einbrechen. Vermutlich funktioniert hier die Idee, alle wichtigen Daten im Infinity Cache bereitzuhalten, nicht wie gedacht. Aufgrund der grundsätzlich sorgenfreien Performance stellt dies jedoch keinen Beinbruch dar. Der Benchmarkname ist übrigens kein Tippfehler, sondern kreative Absicht.

Doom Eternal Ancient Gods

Engine: id Tech 7.1.1 (Vulkan-only)
Besonderheiten: Höllisch flüssig; benötigt 8 GiByte VRAM für max. Details
Detaileinstellungen: Maximal, sofern möglich
Benchmarkszene: Jetzt im ersten Level des DLC "Ancient Gods"

Flüssig, flüssiger, Doom Eternal: Das Verhältnis aus Qualität und Bildrate ist auch im ersten großen Addon namens "Ancient Gods" konkurrenzlos - tendenziell ist der erste DLC jedoch etwas anspruchsvoller als das Hauptspiel (und der zweite DLC). Nach wie vor hat die id-Tech-Engine einen großen Hunger auf Grafikspeicher: Wer ein Modell mit weniger als 8 GiByte Kapazität besitzt, darf nicht alle (Textur-)Details einschalten. Wir testen standardmäßig mit "Ultra-Albtraum"-Settings und reduzieren nur die Texture-Pool-Size bei Grafikkarten mit <8 GiByte.

F1 2020

Engine: Aktuelle Version von Codemasters' EGO-Engine
Besonderheiten: DX12 mit grafischem und Fps-Mehrwert
Detaileinstellungen: Maximal (sofern möglich), FidelityFX CAS aktiviert
Benchmarkszene: Monaco bei trockener Witterung

Das gut gepflegte F1 2020 erfreut sich auch 2021 großer Beliebtheit. Wir standen vor der Wahl, das Spiel bei der kürzlich vollzogenen Benchmarkrevision gegen Dirt 5 auszutauschen. Letzteres ist zweifellos bildhübsch, wird bei den Spielern jedoch durchwachsen aufgenommen und wenig gespielt. Aus diesem Grund begleitet uns weiterhin F1 2020, das immer wieder Updates erhält, bei den Benchmarks (GPUs und CPUs) Erwähnenswert ist übrigens auch der 2-Spieler-Splitscreen-Modus - das hat Seltenheitswert am PC. Technisch gilt "Evolution statt Revolution", was angesichts der schmucken Grafik in Ordnung ist. Unter DX12 gibt's wie bei den Vorgängern erweiterte Raucheffekte. Wir testen wie gehabt die GPU-lastigste Kombination aus Strecke und Wetter: Monaco bei Sonnenschein.

Forza Horizon 4

Engine: Forzatech-Engine Horizon-Branch (Forward+, DX12)
Besonderheiten: MSAA-Support; UWP-Applikation
Detaileinstellungen: Maximale Details mit 8× MSAA + FXAA
Benchmarkszene: Rundkursrennen, grafiklastig

Forza Horizon 4 ist nach wie vor das wohl beste Arcade-Rennspiel am PC und hübsch anzusehen, daher darf es auch im aktuellen Benchmark-Reigen mitmischen - besser kann man die Wartezeit auf das in Kürze erscheinende Forza Horizon 5 nicht überbrücken. Das 2018 erschienene Forza Horizon 4 ist seit März 2021 auch bei Steam verfügbar und nutzt DirectX 12. Um auch moderne Grafikkarten zu fordern, testen wir seit 2020 mit 8× statt 4× MSAA (plus FXAA); das überdurchschnittlich fordernde Testrennen ist unverändert. Insgesamt ist die Performance aller Grafikkarten mit mehr als 4 GiByte Speicher gut, die meisten haben sogar ausreichend viel Luft für Downsampling mittels DSR und VSR.

Hitman 3

Engine: Aktuelle Version der Glacier-Engine von IO Interactive
Besonderheiten: Hochwertige Spiegelungen ohne Raytracing
Detaileinstellungen: Maximal (seit Mai mit 100 statt 150 % Renderauflösung)
Benchmarkszene: Grafiklastigster Schauplatz des Spiels (China)

Hitman 3 ist das neueste Spiel im GPU-Leistungsindex, es erschien am 20. Januar 2021 - zeitweise exklusiv im Epic Games Store. Im Finale der modernen Trilogie verschlägt es Agent 47 erneut an abwechslungsreiche Orte überall auf der Welt. Presse und Fans sind sich einig: Hitman 3 ist ein Hit, der Wiederspielwert und die Atmosphäre überzeugen. Auch technisch gibt es wenig auszusetzen, die Glacier-Engine von IO Interactive ist nun vollständig auf DirectX 12 angepasst und sehr performant. AMDs RX-6000-GPUs performen überdurchschnittlich gut.

Horizon Zero Dawn

Engine: Decima-Engine (ähnlich wie in Death Stranding, aber mit mehr Details)
Besonderheiten: Hohe Auflösungen relativ günstig zu haben
Detaileinstellungen: Maximal, FoV 90, Fidelity FX CAS @ 20 %
Benchmarkszene: Detaillierter GPU-Worstcase

Mitte 2020 entschieden wir uns dazu, das außergewöhnliche Action-Adventure Death Stranding in den Leistungsindex zu integrieren. Obwohl sich der "Paketzustellsimulator" als Test bewährte, tauschen wir es nun aus zwei Gründen gegen Horizon Zero Dawn (HZD) aus: Erstens weist Death Stranding ein Framelimit bei 240 Fps auf, das moderne Pixelboliden zeitweise erreichen, zweitens erfreut sich das auf der gleichen Engine basierende HZD größerer Popularität - und stellt außerdem deutlich höhere Anforderungen an die Grafikkarte. Wir testen eine weit überdurchschnittlich GPU-lastige Szene - nicht zuletzt dank des manuell auf 90° gesetzten Field of View -, niedrigere Fps werden Sie kaum antreffen.

Metro Exodus

Engine: 4A Games' hauseigene Engine mit gutem DX12
Besonderheiten: Optionales Raytracing, äußerst GPU-lastig
Detaileinstellungen: Extreme-Details, Hairworks/PhysX an
Benchmarkszene: Stark grafiklastige, fordernde Außenszene

Metro Exodus ist ein alter Bekannter im Benchmark-Reigen, seit 2019 testen wir den atmosphärischen Shooter. Das Spiel bietet auf DXR-fähigen Grafikkarten eine grafisch beeindruckende, allerdings sehr anspruchsvolle Raytracing-Global-Illumination - diese nutzen wir jedoch in den Index-Benchmarks nicht, um auch ältere GPUs mit testen zu können. Stattdessen erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad mithilfe der "Extreme"-Detailstufe, welche die Shader-Qualität gegenüber dem bisher getesteten "Ultra" sichtbar erhöht. Die Folge sind konstant zweistellige Bildraten, aber bekannte Platzierungen.

Red Dead Redemption 2

Engine: Rockstar Advanced Game Engine (RAGE)
Besonderheiten: Äußerst detailverliebt; Auflösung ist günstig
Details: Alles so hoch wie möglich - aber nur Temporal-AA (kein MSAA/FXAA)
Benchmarkszene: Nebliges Sumpfgebiet als GPU-Härtetest

Red Dead Redemption 2 verzückt nun schon seit Ende 2019 PC-Spieler in aller Welt. Nie zuvor sah der Wilde Westen derart gut aus, vor allem mit maximalen Details. Letztere regieren seit dieser Benchmarkumstellung, da moderne Grafikkarten erstmals flüssige Bildraten erzielen. Problematisch sind lediglich Modelle mit weniger als 8 GiByte Kapazität, hier sperrt RDR 2 die maximalen Detailstufen aufgrund von Speichermangel. Wir behelfen uns in diesem Fall mit einer Forcierung der Details via Config. Auffällig sind die hohen Grundkosten - dafür sind höhere Auflösungen als Full HD relativ günstig zu haben.

Resident Evil 8 Village

Engine: Aktuelle RE-Engine mit gutem DX12-Support
Besonderheiten: Läuft selbst auf älteren GPUs ordentlich
Detaileinstellungen: Maximal, incl. CACAO (ohne Raytracing)
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich anspruchsvoller Außenbereich

Resident Evil Village ist der achte Teil der famosen Gruselserie und beerbt im Leistungsindex das Resident Evil 3 Remake. Wir testen das technisch keineswegs gruselige Spiel mit maximalen Raster-Details - die Bildraten mit der optionalen Strahlverfolgung lernen Sie im Raytracing-Leistungsindex kennen. Resident Evil Village beinhaltet einige Code-Bausteine aus AMDs FidelityFX-Toolset und läuft dementsprechend überdurchschnittlich gut auf Radeon-GPUs. Angesichts der durchweg sehr hohen Bildraten muss sich aber niemand benachteiligt fühlen.

Serious Sam 4

Engine: Aktuelle Serious-Engine von Croteam
Besonderheiten: Support für fast alles (APIs, AA, VRS, CAS ...)
Detaileinstellungen: Vulkan-API, maximal inkl. 4× MSAA/FXAA/CAS (ohne VRS)
Benchmarkszene: Worstcase im Frankreich-Level

Was haben Duke Nukem und Sam "Serious" Stone gemeinsam? Sie gehören zur Gattung alter Haudegen, die mit einer gehörigen Portion Humor gegen Alien-Horden antreten. SeSam 4 führt diese ehrenwerte Tradition fort, übertreibt es mit der Weitläufigkeit der Levels jedoch - Spaß bereitet das Dauerfeuer trotzdem, vor allem wegen der effektvollen Grafik. Die Serious-Engine läuft laut unseren ausgiebigen Tests am besten unter Vulkan, muss sich hier jedoch in den ersten Spielminuten "einruckeln". Unsere Benchmarkszene zeigt alles, was Serious Sam 4 an Action auffährt und ist wegen des Schauplatzes Frankreich, dem forderndsten Level, weit überdurchschnittlich anspruchsvoll - klare Worstcase-Tendenz. Grafikkarten mit 8 GiB und weniger Speicher erfordern in den höheren Auflösungen ein Herabsetzen der Textur-(Streaming-)Optionen.

*Speichermangel erfordert das schrittweise Herabsetzen des Texture Streaming Pools.

The Witcher 3

Engine: Red Engine 3 (DX11) von CD Projekt
Besonderheiten: Grafisch aufgewertet via Config; Nvidia-Faible
Detaileinstellungen: PCGH Config REBALANCED + HD Reworked Project 12
Benchmarkszene: Grafiklastiger Ritt durch Toussainter Forst

Geralt ist unser ältester Benchmark-Bekannter, seit 2015 begleitet uns der Hexer mit wechselnden Szenen und Detaileinstellungen. Seit 2020 testen wir CD Projekts Evergreen inklusive der sehenswerten Texturmod HD Reworked Project sowie PCGH-Konfigurationsdatei. Seit Mai 2021 nutzen wir die PCGH-Rebalanced-Config, welche die extrem teure, aber kaum sichtbare Hairworks-Tessellation zurückfährt, dafür aber noch etwas weitere Objektdetails liefert - und insgesamt deutlich besser läuft, prozentual vor allem auf Radeon-GPUs. Dank erhöhter Detailsichtweite und Grasdichte, besserer Verschattung und dichterem Haarbewuchs erstrahlt The Witcher 3 hübscher denn je und stresst damit jede GPU.

Radeon RX 6600 im Leistungsindex

Wo landet die Radeon RX 6600 im Grafikkarten-Vergleich? Wie immer präsentieren wir Ihnen online den Gesamtwert, welcher alle vier Testauflösungen verrechnet. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben.

Auch wenn AMD es im handselektierten Präsentationsmaterial anders sieht: Insgesamt landet die Radeon RX 6600 recht deutlich hinter der Geforce RTX 3060. Dabei führt mal die eine und mal die andere Grafikkarte, teils sind die Unterschiede sehr groß (etwa in Assassin's Creed Valhalla, Forza Horizon 4 und Desperados 3). Wie ein roter Faden hindurchzieht sich ein erwartetes Verhalten: Je geringer die Auflösung, desto besser die 6600 und je mehr Pixel, desto besser steht die 3060 da. Ursächlich sind die grundverschiedenen Architekturen mit unterschiedlichen Stärken. So profitiert RDNA 2 aufgrund der dann besseren Cache-Hit-Raten von geringen Auflösungen, außerdem beschleunigt SAM in diesen Fällen etwas besser als im dominanten GPU-Limit. Ampere verfügt hingegen über wesentlich mehr FP32-ALUs, deren Auslastung sich mit steigender Pixelmenge verbessert. Sowohl die Geforce RTX 3060 als auch Radeon RX 6600 XT erlauben Ausflüge in den WQHD/1440p-Bereich, darüber hinaus wird es jedoch recht zuverlässig rucklig.

Besonders spannend für Besitzer betagter Grafikkarten ist natürlich die Frage, wie groß das Leistungsplus beim Wechsel auf eine Radeon RX 6600 ausfällt. Grundsätzlich kann man sagen: groß, fühlbar, lohnenswert - halten Sie doch mal Ihren Mauszeiger auf die Balken und staunen Sie!

Leistung pro Auflösung (FHD, WQHD, UWQHD, UHD)

Auch ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Auflösungen lohnt sich, denn hier kommt im Detail heraus, wo die teilnehmenden Grafikkarten gewinnen und verlieren. Einen Auszug sehen Sie im Folgenden - alle übrigen Werte und Grafikkarten finden Sie im Grafikkarten-Leistungsindex einer jeden PCGH Print:

In diesem Direktvergleich ist deutlich zu sehen, dass die Radeon RX 6600 und 6600 XT in niedrigen Auflösungen am besten funktionieren. Diese Erkenntnis ist spätestens dann wertvoll, wenn Upscaling zum Einsatz kommt. Wird die Auflösung weiter reduziert, profitiert die Radeon RX 6600 (XT) etwas stärker als die Geforce RTX 3060 - speziell bei FSR, welches FP16-Berechnungen beinhaltet. Letztere können von Navi mit doppelter Geschwindigkeit ausgeführt werden, was weitere Prozente freiräumt. Blickt man jedoch auf die nackten Zahlen mit maximalen Details ohne Upscaling, unterliegt die Radeon RX 6600 der Geforce RTX 3060 auch in Full HD. Ab WQHD ist der Abstand deutlich.

RX 6600 Raytracing-Leistung

Rasterizing begleitet uns nun viele Jahrzehnte am PC, doch der Übergang zum Raytracing nimmt an Fahrt auf. Wir haben wir das Frühjahr unter anderem damit verbracht, den ersten repräsentativen Raytracing-Leistungsindex der Welt auf die Beine zu stellen. 10 Spiele der aktuellen Generation (seit 2020), technisch teils von AMD und teils von Nvidia unterstützt, in vier Auflösungen haben es ins finale Ensemble geschafft.

Spiel Spielmotor Schnittstelle Version (Plattform) Benchmarkszene Erscheinungstermin
Call of Duty BO Cold War IW-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Battle.net) „Crack the Sky“ 13.11.2020
Cyberpunk 2077 RED Engine 4 DirectX 12 v1.23 (GOG) „Red Light Alley” 10.12.2020
Dirt 5 In-house-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Day Dragon” 06.11.2020
Godfall Unreal Engine 4 DirectX 12 Stets aktuell (Epic) „Twilight” 12.11.2020
The Medium Unreal Engine 4 DirectX 12 v1.2 (GOG) „Dual Worlds” 28.01.2021
Metro Exodus Enhanced 4A Engine DirectX 12 v2.0.7.0 (GOG) „Bounce Base” 06.05.2021
Minecraft RTX Renderdragon DirectX 12 Stets aktuell (MS Store) „Temples” 16.04.2020
Resident Evil 8: Village RE Engine DirectX 12 Stets aktuell (Steam) „Dimitrescu“ 07.05.2021
Watch Dogs Legion Disrupt Engine DirectX 12 Stets aktuell (Ubi) „Westminster” 29.10.2020
WoW Shadowlands In-house-Engine DirectX 12 Stets aktuell (Battle.net) „Darkmaul Plains” 24.11.2020

Im folgenden Benchmark finden Sie alle bisher ermittelten Ergebnisse vor. In sechs Titeln machen wir außerdem von der Option auf DLSS-Upsampling Gebrauch. Verfahren wie diesem wird beim Raytracing eine wichtige Rolle zuteil, denn jede Entlastung ist gern gesehen. An dieser Front tut sich derzeit viel: Nvidia kündigte just zehn weitere DLSS-Spiele an und auch AMD ist nicht untätig - die quelloffene DLSS-Alternative FidelityFX Super Resolution (FSR) ist seit dem 22. Juni in Spielen verfügbar. Während Nvidia mit nunmehr 120 DLSS-Anwendungen wirbt, bringt es AMD derzeit auf 50 Spiele. Zwar hat die Adaption von FSR bereits an Fahrt aufgenommen, insgesamt stellt DLSS jedoch einen klaren Vorteil für Geforce-RTX-Nutzer dar - gerade beim Raytracing, wo jedes Leistungsplus gern gesehen ist. Zwar lässt sich stets über die Veränderung der Bildqualität mit Vor- und Nachteilen debattieren, die enormen Leistungsgewinne durch DLSS sind jedoch zweifelsfrei positiv.

In den Benchmarks verwenden wir stets DLSS Quality (DLSS Q), da dieser Modus gemäß PCGH-Urteil als einziger in allen Auflösungen ein gutes Bild erzeugt, während die übrigen Modi erst in hohen Bildschirmauflösungen ordentlich aussehen. DLSS entscheidet in hohen Auflösungen nicht selten darüber, ob ein Titel spielbar ist oder nicht.

DLSS-Werte können in unterstützten Spielen auf Wunsch eingeblendet werden!

Trotz der ausgewogenen Spiele-Mischung, welche zahlreiche Titel mit AMD-Code aus dem FidelityFX-Toolset beinhaltet, demonstriert Nvidia im Raytracing-Leistungsindex 2021 seine Dominanz bei der Strahlverfolgung. Die Radeon RX 6600 und auch die RX 6600 XT sind hier chancenlos gegen die Geforce RTX 3060. Insgesamt ist sogar die 2,5 Jahre alte Geforce RTX 2060 schneller als die Radeon RX 6600 - der Abstand beider Modelle kehrt sich beim Raytracing exakt um.

Die Titel, bei denen in Full HD flüssige bis spielbare Bildraten erzielt werden, haben wir bewusst an den Anfang der Benchmarks gestellt. Die übrigen Titel, welche Raytracing für mehr als Schatten verwenden, ruckeln auf Navi 23 stark - auch wegen des überlaufenden Grafikspeichers. Wie wir bei den frischen Benchmarks der Radeon RX 6600 festgestellt haben, erreicht der Chip nun durch die Bank besser Ergebnisse in Bereichen, wo der Grafikspeicher vollläuft. Wir haben daher auch die Radeon RX 6600 XT beim Raytracing neu getestet und teils fühlbare Unterschiede festgehalten, darunter CoD Black Ops Cold War und Minecraft RTX. Woher die Zugewinne kommen, ist spekulativ. Wir vermuten, dass die ersten Treiber noch nicht optimal auf den erstmals nur 8 GiByte großen Framebuffer abgestimmt waren - die vorherigen RX-6000-Grafikkarten nutzen allesamt 16 oder 12 GiByte und können außerdem auf einen größeren L3-Cache zurückgreifen. Das Problem: Flüssig nutzbar sind diese Spiele trotz der Treiber-Verbesserungen nicht. Ohne DLSS ergeben sich daraus die folgenden Leistungsindizes:

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  1. Seite 1 Radeon RX 6600 im Test: Spezifikationen
  2. Seite 2 Radeon RX 6600 im Test: Spiele-Benchmarks
  3. Seite 3 Radeon RX 6600 im Test: Spiele-Benchmarks (2)
  4. Seite 4 Radeon RX 6600 im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz
  5. Seite 5 Radeon RX 6600 im Test: Zusammenfassung mit Fazit
    • Kommentare (82)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sonny1606
        Wie tief ist das PC Gaming nur gefallen? Früher hat mir das upgraden und rumbasteln richtig Spaß gemacht. Ich habe mich immer gefreut mal wieder eine neue gpu/cpu ein zu bauen. Heute kommen einem beim gpu kauf nur die Trauer-Tränen und man fühlt sich wie eine ausgenommene Weihnachtsgans. Da überlegt man sich das Gaming komplett einzustellen wenn eine einzige mittelklassden PC Komponente (rtx3070) so viel kostet wie ein ganzer Urlaub! Für meine gtx970 und 1070 hatte ich damals immer knapp unter 300€ bezahlt was angemessen war.
      • Von sonny1606
        Wie tief ist das PC Gaming nur gefallen? Früher hat mir das upgraden und rumbasteln richtig Spaß gemacht. Ich habe mich immer gefreut mal wieder eine neue gpu/cpu ein zu bauen. Heute kommen einem beim gpu kauf nur die Trauer-Tränen und man fühlt sich wie eine ausgenommene Weihnachtsgans. Da überlegt man sich das Gaming komplett einzustellen wenn eine einzige mittelklassden PC Komponente (rtx3070) so viel kostet wie ein ganzer Urlaub! Für meine gtx970 und 1070 hatte ich damals immer knapp unter 300€ bezahlt was angemessen war.
      • Von valandil PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Zimmermann877
        Typischer AMD Schrott. 330 €?Eine 5700xt ist beiden 6600 Karten zu vorziehen. Die sind so kastriert das sie bei kommenden spielen komplett einbrechen werden wie Far Cry 6 gut zeigt. Eine 3060 hat schon eine zu Hohe Uvp aber ist diesen beiden Karten um 2 Klassen überlegen. Mit RT und DLSS was 150% schneller? Bei besserer Bildqualität. Kackt nicht ab in alles über 1080p, nicht kastriert. Effizienz ist sehr gut aber alles andere ein kompletter reinfall. Das ist eine 149€ Karte. Nein es ist nicht üblich das mehr Leistung immer teurer wird sonst wären wir schon bei 10k Gpus.

        Das auch noch vom Redakteur als billig zu bezeichnen ist der Oberhammer aber für die ist ja die 3080TI auch kleines Geld. Unabhängig ja wo denn. So ziemlich alle haben sich gegen die Spieler gestellt. Aber auch selbst Schuld die glauben ja eine 3070 um 499 ist billig. Die 2080 Super war schon mies mit 8gb aber eine 2080TI Leistungskarte mit 8gb ist ein schlechter Scherz. Kuckt mal wie Pascal abschmiert in letzter Zeit da kommt ja Nostalgie auf.
        150€ Karte?
        Meine gebrauchte 1060 6G wurde auf eBay für 250€ versteigert (1€ Startpreis, keiner wurde dazu gezwungen).

        Dazu ist die UVP eine Empfehlung, keine Pflicht. Wenn sie verkauft werden ist anscheinend eine Nachfrage danach vorhanden.
      • Von TriadFish Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rivellon
        Selbst wenn man die Marktsituation bzgl. Grafikkarten, welche uns seit Ende 2020/Anfang 2021 plagt, ignoriert - 339 Euro als UVP für eine Karte mit 2060 Super Leistung ist jetzt kein wirklicher Fortschritt.

        Aber ich meine die gleiche Leistung ging Sommer 2019 für 419€ an den Start. Zugegeben, die hier ist etwas effizienter aber dafür fehlt ihr auch sowas wie DLSS. RT Leistung ist zudem 10% unter einer 2060 Non S. Wobei gut, in diesen Leistungsklassen verzichten wohl viele auf das Feature. Und die UVP ist natürlich zur Zeit nur theoretisch, weswegen es auch am Ende egal ist.
        Sie ist eher sogar ne Ecke langsamer als eine 2060 Super. Bei Titeln mit DLSS 2.x Support ist die 2060S sogar deutlich schneller und ermöglicht dadurch selbst heute noch Gaming In WQHD. FSR ist da kein adäquater Ersatz. Hinzu kommt die deutlich bessere Raytracing Performance.

        Habe meine 2060S vor gut 2 Jahren für 399 € neu gekauft. Dem entsprechend ist selbst die UVP von 339€ für heutige Verhältnisse ein Witz, aber die Hersteller ziehen scheinbar ihre Preise aufgrund der aktuellen Situation an. Wollen eben auch ein Stück vom Kuchen abhaben, denen gönn ichs auch eher als den Scalpern.
      • Von Zimmermann877 Schraubenverwechsler(in)
        Typischer AMD Schrott. 330 €?Eine 5700xt ist beiden 6600 Karten zu vorziehen. Die sind so kastriert das sie bei kommenden spielen komplett einbrechen werden wie Far Cry 6 gut zeigt. Eine 3060 hat schon eine zu Hohe Uvp aber ist diesen beiden Karten um 2 Klassen überlegen. Mit RT und DLSS was 150% schneller? Bei besserer Bildqualität. Kackt nicht ab in alles über 1080p, nicht kastriert. Effizienz ist sehr gut aber alles andere ein kompletter reinfall. Das ist eine 149€ Karte. Nein es ist nicht üblich das mehr Leistung immer teurer wird sonst wären wir schon bei 10k Gpus.

        Das auch noch vom Redakteur als billig zu bezeichnen ist der Oberhammer aber für die ist ja die 3080TI auch kleines Geld. Unabhängig ja wo denn. So ziemlich alle haben sich gegen die Spieler gestellt. Aber auch selbst Schuld die glauben ja eine 3070 um 499 ist billig. Die 2080 Super war schon mies mit 8gb aber eine 2080TI Leistungskarte mit 8gb ist ein schlechter Scherz. Kuckt mal wie Pascal abschmiert in letzter Zeit da kommt ja Nostalgie auf.
      • Von cooljj Schraubenverwechsler(in)
        Hab im August ne Asus rx 6800xt TUF für 900€ bei bei Otto ergattert, zwar auch über 200€ über uvp, aber dafür meine alte vega 56 für 450€ (3 Jahre genutzt) und meine uralte 7970 GHz für 120€ verkaufen können. Somit kostete mich die 6800xt nur 330€. Hab mich selbst gewundert was für absurde Beträge die Leute momentan für gebrauchte grafikkarten bezahlen.
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