Radeon RX 6600M: Laptop-GPU wird in China als Desktop-Modell verkauft - günstiger und ähnlich schnell

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Radeon RX 6600M: Notebook-GPU wird in China als Desktop-Modell verkauft - günstiger und ähnlich schnell
Quelle: AMD

In China wird eine eigentlich für den Einsatz im Laptop gedachte Radeon RX 6600M als Desktop-Grafikkarte verkauft. Das Modell dürfte ähnlich schnell sein wie eine normale RX 6600, wird aber deutlich günstiger angeboten.

Die Preise für Grafikkarten sind in den letzten Wochen und Monaten zwar teils deutlich gefallen, aus Kundensicht ist eine weitere Preissenkung aber natürlich immer willkommen. Genau diesen Gedanken hatte wohl auch der Grafikkarten-Hersteller Jieshuo: Dieser bietet über den chinesischen Online-Händler Aliexpress eine besondere Grafikkarte an, bei der die Laptop-GPU Radeon RX 6600M auf einem Desktop-PCB verlötet ist. Das so entstandene Modell wird für einen vergleichsweise günstigen Preis verkauft.

Günstig und fast identisch

Laut der Website Videocardz wurde die Radeon RX 6600M "Desktop-Edition" für 180 bis 190 US-Dollar angeboten, was bei dem aktuellen Wechselkurs grob dem Preis in Euro entspricht. Das entsprechende Angebot wurde zwar inzwischen entfernt, zumindest auf der russischen Aliexpress-Website lässt sich das Modell aber noch finden. Dort wird die RX 6600M mit 8 GiB GDDR6-Speicher für 12.776 Rubel angeboten, was rund 210 Euro entspricht. Zum Vergleich: Die günstigste RX 6600 kostet im PCGH-Preisvergleich derzeit 278 Euro.

Die umgelabelte RX 6600M ist damit wesentlich günstiger als die normale Version, ohne aber große Unterschiede bei den Spezifikationen zu haben. Sowohl die RX 6600M als auch die RX 6600 setzen auf AMDs Navi-23-GPU mit 1.792 Shadern - und auch der Speicherausbau ist mit 8 GiB 14-Gbit/s-Speicher an einem 128-Bit-Interface identisch. Unterschiede gibt es somit lediglich beim Takt und bei der TDP. Die RX 6600 wird mit 2.044/2.491 MHz und einer Board-Power von 132 Watt vermarktet, wohingegen die RX 6600M mit 100 Watt GPU-Power und 2.177/2.416 MHz spezifiziert ist.
Passend zum Thema: Radeon RX 6600 im Test: Günstig, sparsam, gut? Mega-Vergleich mit RTX 2060, GTX 1060, RX 580 & Co.

Warum die Notebook-Version trotzdem günstiger ist, ist nicht ganz klar. Vermutlich bietet AMD die entsprechenden GPUs aus Konkurrenzgründen aber schlicht für weniger Geld an und verbietet es den Boardpartnern, entsprechende Desktop-Modelle anzubieten. Aus diesem Grund existiert die RX 6600M für den Desktop offiziell auch nicht. Auf den Treiber hat das allerdings keine Auswirkung: Angeblich ist es sogar möglich, den GPU-Takt und das Power-Limit der Notebook-GPU anzupassen.

Bevor sich Schnäppchenjäger nun auf das günstige Angebot stürzen, sollten sie allerdings einige Risiken bedenken. Beispielsweise könnte AMD mit einem Treiber-Update reagieren und die unautorisierten Grafikkarten somit untauglich machen. Selbst, falls das nicht der Fall ist, sind zudem eventuelle Einfuhrgebühren und auch die schwierige Garantiesituation zu bedenken, sodass ein Gebrauchtkauf im Vergleich kaum Nachteile haben dürfte. Für europäische Kunden ist die Desktop-Version der RX 6600M daher eher eine interessante Kuriosität als eine echte Alternative.

Quelle: Videocardz

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Elsathar Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von juko888
        Die "boostet" nach unten?
        Ist behoben - vielen Dank für den Hinweis!
      • Von Elsathar Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von juko888
        Die "boostet" nach unten?
        Ist behoben - vielen Dank für den Hinweis!
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von juko888
        Die "boostet" nach unten?
        Boost ist boost.
        Haben oder nicht haben, das steht außer Frage.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        Hm, die RX6600 liegt nur knapp hinter der Leistung einer RTX3060 (ab ca. 400€), würde in der "NB-Variante" aber nur 210€ (exkl. Einfuhrabgaben) kosten? Klingt schon irgendwie interessant.
      • Von Bandicoot Volt-Modder(in)
        Das denk ich mir bei den HW Preisen auch, Zahlendreher, aber wie man es dreht und wendet, dieses Jahr kauf ich keine Graka mehr.
        Die könnt mich Endgültig, erstickt einfach an euern Preisen.
        Man möchte ja aber so nicht.
      • Von TheGermanEngineer BIOS-Overclocker(in)
        Wohl ein Zahlendreher, der Boost sollte 2416 MHz sein.
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