[26/11/2021] 200-Euro-Grafikkarten wie die A580, RTX 3050 und RX 6600 ... sind für die Massen an Spielern immer noch Brot und Butter. Was viele von uns erfahrenden Nutzern mit High-End-Modellen vergessen ist, dass viele einfach nur günstiger daddeln möchten. Nicht jeder will oder kann sich mehr leisten. Deswegen bleibt dieser Preisbereich nach wie vor essenziell. Liebe GPU-Hersteller, auch wenn die Margen an den GPU-Spitzen deutlich höher sind, bitte sorgt für attraktive, günstige Karten.
Spannend wird das Duell der 200er-Karten durch AMDs Konter der Nvidia Frame Generation. Wie eigentlich auch schon beim FSR- und DLSS-Upsampling. Aus der einstigen RTX-4000-Exklusivität der interpolierten Zwischenbilder wird jetzt Massenware durch AMDs Frame Generation/FSR 3.0. Wichtig zu verstehen: Fluid Motion Frames/FMF als Treiber-Feature/Fundament lässt sich mit allen (DX11/12) Spielen, aber nur mit Radeon-Karten nutzen. FSR 3.0 ist dagegen für alle modernen Grafikkarten möglich, erfordert aber eine Spiele-Implementierung des Entwicklers.
Das Brisante: Durch den theoretisch spieleunabhängigen Treiber-Support bekommen Radeon-Karten wie die RX 6600 einen starken „Shotgun“-Vorteil mit AMDs FMF. Dieser Vorteil schwindet aber, wenn das persönlich heißtersehnte Spiel FSR 3.0 verpasst bekommt und somit auch etwa die ansonsten stärkere Intel Arc A580 interpolierte Frames dazuschalten könnte. Ergo ergibt sich im Preisbereich von 200 Euro folgende Conclusio: Intels Arc wäre in die zukunftsorientierte Wahl mit mehr Performance unter der Backplate (mit der Hoffnung auf eine breite FSR-3.0-Verteilung). Die Radeon bietet aber sofort und unabhängig vom Spiel mit FMF (als Basis von FSR 3.0, dort aber verbessert) eine fürs Auge flüssigere Bildrate dank Zwischenframes. Gibt es hier ein richtig oder falsch? Nein. Nur die RTX 3050 fällt abgeschlagen ins Hintertreffen. Zum Knackpunkt kann der Videospeicher von 8 GiB werden. Wir hatten in der Redaktion schon hitzige Diskussionen zur gesamten Frame-Thematik. Ausführlichere Artikel dazu sind also schon in Arbeit. (Richard Engel)