DDR4-RAM: Produktempfehlungen
DDR5-RAM und DDR4-RAM im Test 2022: Damit Sie den optimalen Arbeitsspeicher für Ihr AMD- oder Intel-System finden, geben wir Kaufempfehlungen und Test-Übersichten für möglichst preiswerten Speicher sowie besonders Overclocking-freudige Module.
In diesem Artikel
- Seite 1 DDR4-RAM und DDR5 (2022): RAM im Test, Arbeitsspeicher im Vergleich, Kaufberatung und Bestenliste
- Seite 2 DDR4 und DDR5: Marktgeschehen, Plattform-Besonderheiten
- Seite 3 DDR5-RAM: Produktempfehlungen
- Seite 4 DDR4-RAM: Produktempfehlungen
- Seite 5 DDR4- und DDR5-RAM: Hintergrundwissen RAM-Kühlung, Dual Channel
- Seite 6 Bildergalerie
DDR4-SDRAM ist der etablierte Speicherstandard, der 2014 erstmals in Desktop-PCs verbaut wurde. Die maximale Kapazität pro Modul beträgt 32 GiByte. Durch den begonnenen Generationenwechsel zu DDR5-RAM ist zu erwarten, dass zuerst die Auswahl im DDR4-High-End-Segment zurückgeht. Ähnliches war bereits bei vorherigen DDR-Generationen zu beobachten. Möchten Sie Ihr DDR4-Sytem also mit einem Kit ausstatten, das für besonders scharfe Timings bei hohen Taktraten freigegeben ist, dann sollten Sie damit nicht mehr allzu lange warten. Grundsätztlich bleibt DDR4-RAM aber noch für Jahre gut verfügbar, sodass kein Grund für einen vorschnellen Umstieg auf DDR5-Speicher besteht. Schließlich wird in einem reduzierten Umfang selbst DDR3-RAM noch produziert.
Auf dieser Seite
- 1 Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (64 GiB)
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Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (32 GiB)
- 2.1 G.Skill Trident Z Royal F4-4400C17D-32GTRS (32 GiByte DDR4-4400-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Übertakter und RGB-Fans:
- 2.2 Corsair Vengeance RGB Pro SL CMH32GX4M2D3600C18 (32 GiByte DDR4-3600-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Spieler und RGB-Fans:
- 2.3 Corsair Vengeance RGB Pro CMW32GX4M4C3600C18 (32 GiByte DDR4-3600-RAM, 4 Single-Rank-DIMMs) - für Quad-Channel-Nutzer und RGB-Fans:
- 2.4 G.Skill Aegis F4-3200C16D-32GIS (32 GiByte DDR4-3200-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Sparfüchse:
- 3 Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (16 GiB)
Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (64 GiB)
Mushkin Redline Lumina MLA4C360GKKP32GX2 (64 GiByte DDR4-3600-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für anspruchsvolle Spieler:
Quelle: PC Games Hardware
Mushkin Redline Lumina MLA4C360GKKP32GX2
Trotz einer Speichermenge von 2× 32 GiByte sind die Riegel bei DDR4-3600 für die vergleichsweise schnellen Timings 16-19-19-39 freigegeben. Im PCGH-Preisvergleich existiert kein lieferbares Konkurrenzprodukt, das diese Eckdaten übertrifft - vor allem nicht so günstig! Möglich macht dies die höhere Standardspannung von 1,40 Volt, die 17 Prozent über dem DDR4-Standardwert (1,20 Volt) liegt. Diese wird auch tatsächlich benötigt, denn wie unser Undervolting-Test zeigt, läuft das Kit bei den üblichen 1,35 Volt gerade noch fehlerfrei durch den Stresstest. Nicht nur optisch dank heller RGB-LED-Beleuchtung, sondern auch in Spielen sowie Anwendungen gibt das Mushkin-Kit eine gute Figur ab und bietet außerdem viel Tuning-Reserven: Längst nicht jedes 64-GiByte-Kit verkraftet (mindestens) DDR4-4267 bei 1,35 Volt stabil. Leider ist die Lieferbarkeit mittlerweile ein Problem: Derzeit ist das Produkt nur noch bei Alternate gelistet.
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K (64 GiByte DDR4-3600-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Profis:
Quelle: PC Games Hardware
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K
Falls sich ein gutes RAM-Kit für Sie durch Spielraum für hohe Taktraten und knackige Timings auszeichnet, dann sollten Sie vom Viper Blackout PVB464G360C8K Abstand halten, denn viel mehr als die garantierten bzw. als XMP hinterlegten Eckdaten steckt nicht in dem Speicherkit. Kurios: Offiziell ist das DDR4-3600-Kit für die Timings 18-22-22-42 freigegeben, das XMP ist aber für 18-20-20-40 programmiert. Patriot garantiert auch für diesen Fall einen stabilen Betrieb, in der Praxis gab es erwartungsgemäß auch keine Probleme - nachzulesen in unserem Online-Test der Patriot-Module. Wir empfehlen das Kit Anwendern, die eine sehr hohe Speicherkapazität von 2× 32 GiByte zu einem niedrigen Preis benötigen. Nur unwesentlich teurer und für langsamere Timings freigegeben ist das Patriot Viper Steel RGB PVSR464G360C0K, das allerdings RGB-LEDs bietet und im Test bessere Tuning-Eigenschaften aufwies.
Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (32 GiB)
G.Skill Trident Z Royal F4-4400C17D-32GTRS (32 GiByte DDR4-4400-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Übertakter und RGB-Fans:
Quelle: PC Games Hardware
G.Skill Trident Z Royal F4-4400C17D-32GTRS
Die beiden 16-GiByte-Riegel sind für DDR4-4400 bei den Timings 17-18-18-38 und 1,50 Volt freigegeben, was im Zusammenspiel mit dem Dual-Rank-Aufbau zu einer großartigen Leistung in sämtlichen Benchmarks verhilft. Verbaut sind die bei RAM-Übertaktern seit Jahren beliebten Samsung-Chips K4A8G085WB-BCPB (B-Dies), bei denen G.Skill tolle Selektionsarbeit betrieben hat. Die Riegel ermöglichten bei allen geprüften Taktstufen (DDR4-3200 bis DDR4-4267) knackige Timings und skalierten gut mit Spannung. Beispielhaft genannt seien stabile 14-13-13-39 bei DDR4-3733 und 1,50 Volt. Daher eignen sich die Riegel auch sehr gut für Plattformen, bei denen das Vorstoßen in den Taktbereich DDR4-4xxx nicht möglich oder sinnvoll ist, da der RAM-Controller wie bei Ryzen 3000/5000 und Rocket Lake dafür heruntergetaktet werden müsste, was Leistung kostet. Eigentlich gibt es nur ein Manko: Für den saftigen Preis erhalten Sie bereits gute 64-GiByte-Kits.
Corsair Vengeance RGB Pro SL CMH32GX4M2D3600C18 (32 GiByte DDR4-3600-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Spieler und RGB-Fans:
Quelle: PC Games Hardware
Corsair Vengeance RGB Pro SL CMH32GX4M2D3600C18
Mit der SL-Variante bietet Corsair eine kompaktere Version der beliebten Vengeance-RGB-Pro-Serie, die Modulhöhe sinkt offiziell von 51,4 auf 44,8 Millimeter. Die für 18-22-22-42 freigegebenen Riegel bieten dank Dual-Rank-Aufbau eine gute Grundleistung und überzeugten uns im Test durch gute Tuning-Eigenschaften: Die verbauten Micron-D9VPP-Bausteine ermöglichten bei der Standardspannung von 1,35 Volt beispielsweise einen stabilen DDR4-4267-Betrieb bei 18-21-21-63. Das ist zwar kein High-End-Ergebnis, dafür sind die Corsair-Riegel aber auch preislich attraktiv: Das Kit zählt zu den günstigsten DDR4-3600-Sets mit 2× 16 GiByte und RGB-LEDs am Markt.
Corsair Vengeance RGB Pro CMW32GX4M4C3600C18 (32 GiByte DDR4-3600-RAM, 4 Single-Rank-DIMMs) - für Quad-Channel-Nutzer und RGB-Fans:
Quelle: PC Games Hardware
Corsair Vengeance RGB Pro CMW32GX4M4C3600C18
Das Kit bietet mit DDR4-3600 und 32 GiByte Kapazität sowohl einen hohen garantierten Takt als auch Reserven für zukünftige Spiele und anspruchsvolle Anwendungen. Früher verbaute Corsair für ihre guten Overclocking-Eigenschaften bekannten Samsung-Chips ("B-Die"), bei einem neueren Testmuster waren allerdings Micron-Bausteine verbaut (zum Test). Diese boten geringere Tuning-Ergebnisse, das Übertakten auf DDR4-3866 stellte aber ebenso kein Problem dar. Zu den guten Eckdaten kommt noch ein leuchtstarkes, subjektiv sehr gleichmäßiges RGB-LED-System, das sich mit der Corsair-Software ICUE konfigurieren lässt. Falls Sie statt Farbenspielen lieber kompakte RAM-Module und Lüfteraufsätze bevorzugen, dann ist das ältere Vengeance-LPX-Kit CMK32GX4M4B3600C18 mit den gleichen Eckdaten (4 × 8 GiByte DDR4-3600, 18-19-19-39, 1,35 Volt) einen Blick wert (zum PCGH-Preisvergleich).
G.Skill Aegis F4-3200C16D-32GIS (32 GiByte DDR4-3200-RAM, 2 Dual-Rank-DIMMs) - für Sparfüchse:
Quelle: PC Games Hardware
G.Skill Aegis F4-3200C16D-32GIS
Mit einer Freigabe für DDR4-3200 (16-18-18-38) bei 1,35 Volt sind die beiden 16-GiByte-Riegel nur durschnittlich schnell, allerdings lässt sich Ihnen bei Bedarf auf die Sprünge helfen: Uns glückte bei 1,35 Volt eine stabile Übertaktung auf DDR4-3866. Auf einen Kühlkörper müssen Sie verzichten, dafür sind die Aegis-Riegel sehr günstig. Falls es 2× 16 GiByte mit einer garantierten Taktfrequenz von mindestens DDR4-3200 sein sollen, dann gibt es kaum eine günstigere Alternative zu dem in der PCGH-Ausgabe 04/2020 als Spar-Tipp ausgezeichneten Duo von G.Skill. Für besonders Sparsame ist die DDR4-3000-Variante G.Skill Aegis F4-3000C16D-32GISB einen Blick wert, die in Ausgabe 08/2019 einen Spartipp erhielt.
Kauftipps für DDR4-RAM 2022 (16 GiB)
G.Skill Trident Z Neo F4-3600C14D-16GTZNB (16 GiByte DDR4-3600-RAM, 2 Single-Rank-DIMMs) - stark für Ryzen-Tuner:
Quelle: PC Games Hardware
G.Skill Trident Z Neo F4-3600C14D-16GTZNB
Falls Sie auf der Suche nach dem ultimativen 16-GiByte-Kit mit einer DDR4-3600-Freigabe sind, sind Sie am Ziel angelangt: Bessere Timings als 14-15-15-35 bietet kein anderes Produkt. 1,45 Volt sind für die Taktstufe allerdings ebenfalls ungewöhnlich aggressiv. Interessant ist das Kit vor allem für Nutzer von Systemen, die nicht in den Bereich DDR4-4000+ vorstoßen können (wofür das Kit aber genug Reserven bietet!) oder die damit verbundenen Nachteile nicht eingehen möchten: Bei DDR4-3600 kommen Intel-Nutzer mit niedrigen Nebenspannungen (VCCSA/VCCIO) aus, Ryzen-3000/5000-Systeme laufen bis zu dieser Taktstufe stets mit synchronem RAM-(Controller)- und Infinity-Fabric-Takt. Der kleine Undervolting-Spielraum von 4 Prozent zeigt, dass die hohe Standardspannung ihre Daseinsberechtigung hat, auch bei 1,20 oder 1,35 Volt lieferte das Kit in unseren Latenz-Tuning-Tests aber tolle Ergebnisse. Käufer der Trident-Z-Neo-Riegel erhalten eine konfigurierbare RGB-Beleuchtung und einen beidseitig schwarz-silbernen Heatspreader, dessen Abmessungen identisch zur Trident-Z-RGB-Reihe sind. Leider ist das Kit aber recht teuer.
G.Skill Ripjaws V F4-3200C16D-16GVKB (16 GiByte DDR4-3200-RAM, 2 Single-Rank-DIMMs) - tolles P/L-Verhältnis:
Quelle: PC Games Hardware
G.Skill Ripjaws V F4-3200C16D-16GVKB
Die beiden 4,2 cm hohen 8-GiByte-Sticks sind für die Timings 16-18-18-38 bei 1,35 Volt ausgelegt. Die DDR4-3200-Riegel mit Single-Rank-Aufbau bieten damit eine für die Mittelklasse typische Leistung, zählen aber zu den günstigsten Kits mit dieser garantierten Taktfrequenz und boten in unserem Test zudem ordentliche Reserven: Die verbauten SK-Hynix-Chips (C-Die, 18 nm) waren für Overclocking auf DDR4-3600 (17-19-19-57) bei 1,35 Volt geeignet. Sehr scharfe Timings sollten Sie diesen Riegel aber nicht abverlangen. Damit sind die Sticks gute Allrounder mit einer vernünftigen Grundleistung und zusätzlichen Reserven, wofür man bei vielen vergleichbaren Konkurrenzprodukten 10-20 Prozent mehr bezahlt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist also klar überdurchschnittlich und wurde von uns in der Ausgabe 04/2019 entsprechend ausgezeichnet (zum PCGH-Plus-Artikel). Wer ein auffälliges Design mit LEDs erwartet oder hohe Tuning-Ansprüche stellt, muss allerdings tiefer in den Geldbeutel greifen.
Eine aktuelle Übersicht mit den Testergebnissen der interessantesten bisher getesteten RAM-Modulen finden Sie jeden Monat in der Print-Ausgabe der PC Games Hardware. Online finden Sie zudem eine Übersicht über alle Einkaufsführer auf dieser Seite. Dort behandeln wir alle für Spieler und Hardware-Enthusiasten wichtigen Themen wie Grafikkarten, Prozessoren, Mainboards, Monitore, SSDs und mehr. Außerdem gibt es im Extreme-Forum eine aktive Community rund um das Thema Kaufberatung.
- Seite 1 DDR4-RAM und DDR5 (2022): RAM im Test, Arbeitsspeicher im Vergleich, Kaufberatung und Bestenliste
- Seite 2 DDR4 und DDR5: Marktgeschehen, Plattform-Besonderheiten
- Seite 3 DDR5-RAM: Produktempfehlungen
- Seite 4 DDR4-RAM: Produktempfehlungen
- Seite 5 DDR4- und DDR5-RAM: Hintergrundwissen RAM-Kühlung, Dual Channel

Tut sich ja gefühlt monatlich was in dem Bereich...(DDR5)
Mich würde interessieren, wie sich die "neuen" 6800-7200-7400-7600er Riegel so schlagen und
ob es nur PR Artikel sind, die mit nur wenigen 13000ern XMP Ready laufen oder ob sich da was erkennen lässt...
(bsp. bis 7xxx geht es meist Plug and Play ab 7xxx nicht)
Standardauflösung für Gaming ist immer noch 1920x1080 (FullHD), wovon sich auch 3840x2160 (UHDV-1) ableitet. 1280x720 (HDTV) ist eher weniger interessant und zu weit vom gebräuchlicheren UHDV-1 entfernt, für einen relevanten Vergleich im Gamingbereich.
Auch macht es wenig Sinn, eine Konfiguration von 4GB, die für Gaming per se ungeeignet und heute nicht mehr üblich ist, mit 32GB zu vergleichen. Interessant wären hier Vergleiche von 32GB zu 8GB und 16GB gewesen.
also. Schade nur, dass es keinen Corsair Dominator 3600 CL16 gibt.