Patriot Viper Blackout im Test: 64 GiB DDR4-3600 zum Sparpreis
Beim Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K kommen eine sehr hohe Kapazität von 64 GiByte, eine Freigabe für DDR4-3600 und ein attraktiver Preis zusammen. PC Games Hardware beleuchtet, was das Kit in der Praxis leistet, welche Tuning-Reserven es bietet und für wen sich ein Kauf lohnt.
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Ursprünglich wurden für 2020 steigende Speicherpreise prognostiziert, mittlerweile sind einfache 16-GiByte-Kits aber bereits unter 50 Euro gefallen und Analysten gehen davon aus, dass die Preise in den kommenden Wochen eher weiter sinken als steigen werden. Kurzum: Anwender, die den Kauf eines DDR4-Kits ins Auge gefasst haben, können aktuell kostengünstig aufrüsten. Durch den Preisverfall sind selbst hochkapazitative RAM-Kits mit 64 GiByte erschwinglich geworden.
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K: Sehr hohe Kapazität
Quelle: PC Games Hardware
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K
Das Patriot-Kit Viper Blackout PVB464G360C8K (2× 32 GiByte DDR4-3600, 18-22-22-42, 1,35 Volt) wird in einer Pappverpackung angeboten, auf der die Kompatibilität mit aktuellen AMD- und Intel-Systemen angepriesen wird. Zusätzlich zu den beiden RAM-Sticks erhalten Käufer einen weißen Aufkleber mit einem roten Viper-Logo und schwarzem Viper-Gaming-Schriftzug. Patriot setzt bei der Blackout-Serie auf den von der Viper-Reihe bekannten Kühlkörper, allerdings in einem dunklen Design. Im Zusammenspiel mit dem schwarzen Viper-Logo und dem gleichfarbigen PCB erwecken die Riegel einen schlichten, eleganten Eindruck. Diesen behalten die Module auch im Betrieb stets bei, denn es sind keine Leuchtelemente verbaut.
Der Kühlkörper zeichnet sich durch einen Aufsatz mit eine groben Struktur aus, der sich löblicherweise bei Bedarf abnehmen lässt. Mit einem Kreuzschlitzschraubendreher in der passenden Größe lassen sich die zwei zur Fixierung verwendeten Schrauben innerhalb weniger Sekunden herausdrehen. Dadurch sinkt die Höhe der Module von 4,2 auf 3,4 Zentimeter, was nur noch leicht über der Standardhöhe von DDR4-Modulen (31,25 mm) liegt. Ein bißchen Kühlleistung geht bei der Maßnahme natürlich verloren - das wird ein Anwender, der die Sticks z. B. unter einem voluminösen CPU-Kühler installieren will, aber wohl gerne in Kauf nehmen.
Optimierungspotenzial sehen wir bei der Wärmeaufnahme von den beidseitig verbauten Speicherchips: Ein gutes Drittel der Bausteine hat keinen Kontakt zum Kühlkörper. Ursächlich dafür ist die Position der Speicherchips, die relativ nahe an der Kontaktleiste platziert sind. Ebenfalls etwas Kühlleistung verschenkt Patriot nach unserer Einschätzung beim Material zwischen Chips und Kühlkörper: Es ist auf einer Seite der Platine dicker geschnitten und weist eine etwas poröse Struktur auf, dürfte daher weniger effektiv als ein konventioneller Wärmeleitstreifen funktionieren.
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K: So testen wir
Die zwei Sticks betreiben wir mit einem Core i7-8700K auf einem Asus Maximus X Apex mit der aktuellen UEFI-Version 2402. Das Z370-System verwenden wir seit 2018 für PCGH-RAM-Tests, weshalb uns sehr viele Vergleichswerte vorliegen. (Wir planen eine Aktualisierung des Testsystems in den kommenden Wochen.) Die Patriot-Riegel müssen sich in einer Mischung aus theoretischen und praxisnahen Benchmarks mit den vom Hersteller festgelegten Eckdaten beweisen. Darüber hinaus loten wir den Undervolting-Spielraum aus und testen die Tuning-Reserven bei 1,20 und 1,35 Volt im Taktbereich zwischen DDR4-2666 und DDR4-3866. Nach jeder Justierung der Timings CAS und RCD/RP testen wir die Stabilität mit HCI Memtest Pro aus. Die RAS-Latenz loten wir (aus Zeitgründen) nicht einzeln aus, sie belassen wir standardmäßig auf dem 1,5-fachen Wert der Summe aus RCD- bzw. RP-Latenz, sodass hier noch Tuning-Reserven zu erwarten sind.
Quelle: PC Games Hardware
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K: Eigenschaften und Testergebnisse
Das Kit besteht aus zwei Modulen mit jeweils 32 GiByte, bietet also ingesamt 64 GiByte Speicherkapazität. Auf jeder Seite des Moduls sind acht Chips von SK Hynix verbaut. Es handelt sich um Dual-Rank-Speicher, der dank Rank Interleaving eine etwas höhere Praxisleistung bietet als Single-Rank-RAM bei gleichen Taktraten und Timings. Das SPD-EEPROM umfasst elf Einträge für einen stabilen Standardbetrieb bei 1,20 Volt, im besten Fall DDR4-2666 (19-19-19-43). Patriot gibt die Module für DDR4-3600 bei 1,35 Volt frei und führt im online abrufbaren Datenblatt die Timings 18-22-22-42 auf. Das Extreme Memory Profile (XMP) ist bei dieser Taktrate und Spannung allerdings für die schnelleren Werte 18-20-20-40 programmiert. Wir haben nachgefragt und erfahren, dass Patriot das Kit für die langsameren Latenzen 18-22-22-42 spezifiziert, allerdings auch die stabile Nutzung bei den schnelleren XMP-Werten 18-20-20-40 garantiert.
Wir haben das Kit daher mit beiden Konfigurationen getestet und liefern Ihnen in der Testtabelle die Leistungswerte für beide Szenarien. Wertungsrelevant sind allerdings nur die mit 18-22-22-42 erzielten Ergebnisse, also die offizielle Spezifikation gemäß Datenblatt. Die Leistungswerte liegem im zu erwartenden Rahmen: Bei der Aida64-Kopierrate und dem 7-Zip-Benchmark verzeichnen wir dank der DDR4-3600-Freigabe und Dual Rank gute Ergebnisse. Die Aida64-Zugriffszeit ist dagegen recht hoch, was neben den gemächlichen Hauptlatenzen an der sehr hohen Kapazität liegt, die mit höheren Subtimings und mehr regelmäßig aufzufrischenden Speicherzeilen einhergeht. Das kostet auch etwas Leistung im Spiele-Benchmark Kingdom Come: Deliverance, in dem die Leistung eher auf dem Niveau eines Single-Rank-Kits mit Freigabe für DDR4-3200 (16-18-18-3x) liegt.
Im Kühlleistungstest bei 1,35 Volt registrierten wir auf 25 °C Raumtemperatur normiert durchschnittlich 42,5 °C an unseren Folientemperaturfühlern. Das ist ein überdurchschnittlich hoher, aber keinesfalls bedenklicher Wert und teilweise der hohen Kapazität geschuldet: Dual-Rank-Module mit 16 Chips erwärmen sich grundsätzlich stärker als Single-Rank-DIMMs mit acht Bausteinen. Ein interner Temperatursensor ist nicht vorhanden.
Die Undervolting-Reserven sind mit 8 Prozent recht durchschnittlich; die Spannungs lässt sich bis auf 1,240 Volt absenken, ehe Stabilitätsprobleme in HCI Memtest auftreten. Latenz-Tuning bei 1,20 Volt ist bei den Taktstufen DDR4-2666/3000/3333 bis zu den Werten 14-15-15-45/16-17-17-51/20-19-19-57 möglich. Die hohe erforderliche CAS-Latenz für DDR4-3333 zeigt auf, dass die Riegel hier bereits recht nahe am Taktlimit laufen. Bei 1,35 Volt erreichen wir bei den Taktraten DDR4-3333 und DDR4-3600 die Ergebnisse 16-18-18-54 und 17-20-20-60. Bei DDR4-3866 startet das Kit zwar, allerdings gelang es uns nicht, eine Konfiguration zu finden, welche den Stabilitätstest fehlerfrei durchlief. Hierfür dürften etwas mehr als 1,35 Volt erforderlich sein.
| Produkt | Viper Blackout |
|---|---|
| Hersteller (Website) | Patriot (www.patriotmemory.com) |
| Produktnummer | PVB464G360C8K |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2291322 |
| Preis/Preis-Leistungsverhältnis | Ca. € 240,- (€ 3,75 pro GiB)/Note 1- |
| Ausstattung (20 %) | 2,27 |
| Kühlkörper | Grobe Kühlrippen, Aufsatz abschraubbar |
| Besondere Ausstattung | Aufkleber (Viper-Gaming-Logo) |
| Infos auf Aufkleber | Kapazität, Takt, CAS-Latenz, Spannung |
| Eigenschaften (20 %) | 1,34 |
| Kapazität | 2× 32 GiByte |
| Herstellervorgabe | DDR4-3600, 18-22-22-42, 1,35 Volt |
| SPD-EEPROM (Einträge/max. Takt) | 11/DDR4-2666, 19-19-19-43 (SPD 1.1) |
| XMP-Werte (in UEFI auswählbar) | DDR4-3600, 18-20-20-40, 1,35 Volt (XMP 2.0) |
| Höhe/Breite mit Kühler | 4,1/0,9 cm (Höhe ohne Aufsatz: 3,4 cm) |
| Temperatur (Last, 1,35 Volt), Sensor | 42,5 °C, nicht vorhanden |
| Chips pro Modul (nicht garantiert!) | 16× SK Hynix H5ANAG8N???R-VKC |
| Organisation (physisch/logisch) | Dual-sided/dual-ranked |
| Leistung (60 %) | 3,06 |
| Herstellervorgabe: Kopierrate, Latenz | 48.658 MB/s, 51,2 Nanosek. (XMP: 48.579 MB/s, 50,3 Nanosek.) |
| Herstellervorgabe: 3 GB komprimieren/verschlüsseln | 122 Sekunden (XMP: 120 Sekunden) |
| Herstellervorgabe: Kingdom Come Deliverance | 44,7/34 Fps (Avg./Min.) (XMP: 45,2/35 Fps) |
| Undervolting bei Standard-Takt/-Latenzen | -8 % (1,240 Volt) |
| 1,20 Volt: Stabile Latenzen (DDR4-2666/3000/3333) | 14-15-15-45/16-17-17-51/20-19-19-57 |
| 1,35 Volt: Stabile Latenzen (DDR4-3333/3600/3866) | 16-18-18-54/17-20-20-60/nicht stabil |
| Endnote | 2,56 |
Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K: Fazit
Falls sich ein gutes RAM-Kit für Sie durch Spielraum für hohe Taktraten und knackige Timings auszeichnet, dann sollten Sie vom Viper Blackout PVB464G360C8K Abstand halten, denn viel mehr als die garantierten bzw. als XMP hinterlegten Eckdaten steckt nicht in dem Speicherkit. Auch Anwender, die ein Gehäuse mit Fenster im Seitenteil nutzen und ein Leuchtspektakel erwarten, sind bei diesem LED-freien Produkt natürlich an der falschen Stelle.
Dafür punktet der Arbeitsspeicher von Patriot mit einer sehr hohen Kapazität, die selbst anspruchsvollsten Spielern viele Jahre ausreichen sollte. Titel wie der Flight Simulator 2020 (zum Benchmark-Test), der mit 16 GiByte RAM zu häufigen Abstürzen neigt und die Auslastung der doppelten RAM-Menge in komplexeren Gebieten bereits nach kurzer Spielzeit auf über 25 GiByte steigen lässt, mögen derzeit noch die Ausnahme sein, zeigen aber auf, dass einst überdimensioniert anmutende 32 GiByte mittlerweile handfeste Vorteile bieten. Mit 2× 32 GiByte können Sie derartigen Speicherfressern entspannt entgegensehen und haben Reserven für Multi-Tasking, RAM-Disks o. ä. Für eine solche Investition spricht nicht nur, dass 64 GiByte eine Rundum-Sorglos-Lösung für voraussichtlich viele Jahre darstellen, sondern auch der überzeugende Preis.
Zusätzlich zu den in den vergangenen Monaten allgemein gesunkenen Speicherpreisen kommt nämlich noch, dass Patriot beim Viper Blackout PVB464G360C8K ein attraktives Angebot geschnürt hat. Derzeit erhalten Sie das Kit im PCGH-Preisvergleich bereits für 240 Euro und damit lediglich 3,75 Euro pro GiByte. Ganz konkret handelt es sich sogar um das günstigste Produkt, das eine Kapazität von 2× 32 GiByte mit einer garantierten Taktfrequenz ab DDR4-3600 verbindet. In der PCGH-Ausgabe 04/2020 hatten wir bereits die Gelegenheit, zwei Kits mit 2× 32 GiByte zu testen (zum PCGH-Plus-Artikel), nämlich das Corsair Vengeance RGB Pro CMW64GX4M2D3600C18 und das G.Skill Trident Z Neo F4-3200C16D-64GTZN. Beide punkten zwar mit einer RGB-LED-Beleuchtung und etwas besseren Tuning-Ergebnissen, sind mit 300 beziehungsweise 280 Euro aber auch 25 respektive 17 Prozent teurer - und mit den jeweils garantierten Eckdaten auch nicht schneller.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Patriot Viper Blackout PVB464G360C8K ist daher wohl die größte Stärke des Kits. Wir vergeben einen Spar-Tipp und empfehlen das Kit allen Nutzern, die
- eine sehr hohe Speicherkapazität benötigen,
- auf eine ordentliche Grundleistung Wert legen,
- dafür aber nicht mehr Geld ausgeben möchten als nötig,
- keine großen Overclocking-Ambitionen haben und
- keine Spielereien wie eine RGB-LED-Beleuchtung benötigen.

Wir werden vermutlich eher DDR5 bekommen als das 64GB wirklich nötig sein werden.
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höchsten Stufe bebaut ist. Ich nutze so gut wie jede noch so kleine Insel (alle DLCs, also in insgesamt 4 Welten) und bin am Ende dessen angelangt, was man in Anno so versorgen kann.
Mehr Gas/Öl und Gold ist einfach nicht drin. (ein wenig ginge noch über die Optimierung mit Items, das habe ich aber auch bereits fast ausgereizt).
Solltest du aber mit ein paar Optionen auf "hoch" und FHD leben können und es nicht gerade darauf anlegen die größtmögliche Stadt hinzuklotzen ( alle Gebäude kann man mit weit weniger als der Hälfte meiner Einwohner erhalten), ist es auch mit 16 GB absolut spielbar, ich "musste" erst bei einer Einwohnerzahl auf 32GB Upgrade, die mir schon lange erlaubt hätte alles zu bekommen.
Ich hab nur immer mehr Einwohner gebaut, die exponentiell mehr Einwohner niedrigerer Stufen zur Versorgung brauchen.
Man kriegt 16 Galso voll, aber nur wenn man es auch darauf anlegt.
Ich würde es dir stark empfehlen (auf die DLCs kann man übrigens recht gut verzichten, ich hatte zwar Spaß damit, aber weder waren sie das Geld noch die Performanceverluste wert).
Als Schönauer würde ich nur nicht auf Weltausstellung, Zoo/Museum/Botanischer Garten verzichten wollen. Sind eben einfach hübsch ��.
Schreib mich gern falls du noch Fragen hast.
Streaming und Mini-Levels sind das Maß der Dinge.
(Win98 mit 512MB könnte btw. sogar schneller als Win 10 mit 8GB laufen, nur auf das OS bezogen)
Es werden übrigens auch fast 9 GB VRAM meiner Vega 56 belegt (HBCC 12GB).
Also von wegen 16 GB RAM und 8 GB VRAM reicht dicke
Ich möchte ja meine Plattform mit X570 und einem dann nachgerüsteten Zen3 mit >12 Kernen gerne 5+ Jahre benutzen und hab da Ende letzten Jahres die 32GB RAM dazu gekauft. Bin jetzt aber nicht mehr so sicher ob das dafür reicht und ob ich nicht auf 64GB nachrüsten gehen sollte solange die Preise gut sind um auf der sicheren Seite zu sein
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Die Timings sind einfach nur schlecht. Lieber nur 32GB Ram dafür dann aber mit viel besseren Timings. Denn Ein direkter Vergleich von
DDR4-3600-18-22-22-42 64GB und
DDR4-3600-15-15-15-28 32GB
würde zeigen, das man 10% mehr Frames bekommt, nur durch das bessere RAM. MEHR Ram bringt bei Spielen nichts. Alles über 16GB RAM ist überflüssig.
Mit 32GB alles tutti mit rund 30 fps (und 22 GB Ram-Belegung).
Da hätten auch 16 GB DDR5 7000er nicht geholfen.
Zudem hätte man natürlich keine 10% mehr fps, esseidenn Graka und CPU machen beide noch min. 10% mehr mit, hngen aber am Ramtakt-Flaschenhals. Das ist aber nunmal eher selten.
Aber 64gig, was geht!
Natürlich alles auch so spielbar. Aber wo ich bei TW o.Ä. durchaus auch mal auf Hoch oder mittel spielen würde, gehts mir bei Anno etc. ja gerade um riesige, wuselige und wunderschön detaillierte Welten (ich seh mir Anno und C:S Städte aber auch am liebsten aus der Ego-Perspektive an)