RAM-Preise: DDR3-Speicher soll wegen Produktionsumstellung teurer werden
Die beiden Marktführer Samsung und SK Hynix wollen wegen des neuen DDR5-Standards ihre DDR3-Produktion herunterfahren. Trotz des hohen Alters von DDR3 soll das angeblich zu einer Unterversorgung des Marktes und damit zu steigenden Preisen führen.
Während sich DDR5-RAM gerade noch am Markt etabliert, und die meisten aktuellen Systeme noch auf den Vorgängerstandard DDR4 setzen, gibt es laut dem Marktforschungsunternehmen Trendforce immer noch eine anhaltende Nachfrage nach DDR3-Arbeitsspeicher. Zum Vergleich: AMD setzt schon seit dem Ryzen-Vorgänger Excavator (2016) auf DDR4, und bei Intel wurde der Speicherstandard sogar schon 2015 mit den Skylake-Prozessoren eingeführt.
DDR3 wird etwas teurer
Trotzdem wird DDR3-Speicher offenbar weiterhin produziert und nachgefragt. Laut Trendforce fahren die Marktführer Samsung und SK Hynix wegen der Einführung des DDR5-Standards nun aber die DDR3-Produktion langsam herunter, und das soll wiederum für einen Preisanstieg sorgen. Der nach Umsatz drittgrößte Lieferant Micron will DDR3-Speicher zwar noch bis 2026 anbieten, doch dadurch kann die Nachfrage offenbar nicht vollständig gedeckt werden. Deshalb erwartet Trendforce im zweiten Quartal einen Preisanstieg von bis zu fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, obwohl DDR3-RAM in den Vorquartalen sogar günstiger geworden ist.
Auch spannend: LPDDR5X: Samsungs Speicher für Snapdragon-Plattformen validiert
Um mehr DDR3-Chips anzubieten, sollen zwar die beiden kleineren Marktteilnehmer Nanya und Winbond ihre Kapazitäten ausbauen, doch diese sollen erst ab 2023 bis 2024 zur Verfügung stehen. Bis es so weit ist, dürfte die Versorgungslage bei DDR3-Speicher daher etwas schlechter sein als zuvor.
Von uns getestete RAM-Module ab 16 GiByte finden Sie im PCGH-Ratgeber Arbeitsspeicher.
Auch lesenswert: Grafikkarte kaufen: Die günstigsten Radeon RX 6500 XT bis 6900 XT
Endkunden dürften aufgrund des lange etablierten DDR4-Standards davon zwar nicht direkt etwas mitbekommen, doch über Umwege könnte sich der Preisanstieg trotzdem bemerkt machen. DDR3-Speicher wird weiterhin als Baustein in anderen Geräten wie beispielsweise Routern oder auch in manchen SSDs verwendet. Hier könnte sich eine Preiserhöhung deshalb indirekt bemerkbar machen.
Quelle: Trendforce via Tom's Hardware

Warum wegschmeißen funktioniert immer noch.