AMD dementiert: Man verlangt keine Lizenzgebühren für HBM-Technik von Nvidia
Eine Webseite berichtete vor kurzem, dass sich Nvidias HBM-Einführung aufgrund von Lizenzgebühren verzögern wird. AMD dementiert jetzt und sagt, dass die Promotion von HBM derzeit das vorrangige Ziel sei und daher auch keine Lizenzgebühren verlangt werden.
High-Bandwith Memory wurde zusammen von SK Hynix und AMD entwickelt. Der neue Speicherstandard ermöglicht es unter anderem, GDDR5-Speicher von Grafikkarten loszulösen. Die JEDEC Solid State Technology Association (kurz: JEDEC) hat diese Technik als Standard festgesetzt. Nvidia hat vor kurzem bekannt gegeben, den HBM-Standard (in der zweiten Generation, also HBM-2) in der Pascal-Architektur nutzen zu wollen. Berichten zufolge ist HBM-2 essentiell für die Pascal-Architektur, da er eine Verdreifachung der verfügbaren Bandbreite und so eine erhebliche Performance-Verbesserung ermöglichen soll.
Die Seite Mydrivers berichtete jetzt jedoch, dass Nvidia die Adaption des HBM-Standards verzögern wird, als Grund wurden offenbar von AMD geforderte Lizenzgebühren genannt. Iain Bristow von AMD stellte jedoch klar, dass AMD keine Lizenzgebühren für HBM verlangt. Vorrangiges Ziel sei derzeit die Verbreitung und Adaption des HBM-Standards, weshalb man auf Lizenzzahlungen verzichte. Auch wenn AMD basierend auf JEDEC-Standard JESD235 grundsätzlich Lizenzgebühren verlangen könnte, klingen AMDs Äußerungen plausibel. Zumal Nvidia und AMD über eine Cross-Licensing-Vereinbarung verfügen, die Lizenzgebühren weitestgehend verhindert.

Die Schachzüge der Marketingabteilung von NVidia werden aber auch langsam immer durchsichtiger - da geht doch noch was liebe Schneenasen.
Viel spannender ist für mich diese Frage: Was bedeutet das für Pascal bzw. ist Pascal der Grund, dass Nvidia hier Nebelkerzen zwecks HBM2 liefert.
Naja 2017 Zen-APU mit HBM wäre interessant...
Und ja, die APUs sind hier nicht mitgerechnet, und das "lustige" ist: wenn man die APUs mitreinrechnet hat man TROTZDEM noch weniger Marktanteil als Nvidia mit Dedizierten GPUs. Traurig aber wahr.
Natürlich wäre HBM bei den APUs interessant. Mal sehen was Intel macht, aber solange AMD hier keine besseren Lösungn aufstellt, werden die auch im APU Markt eine Randerscheinung und Intel ist ja bislang nichtmal gezwungen überall eDRAM einzusetzen.
Im Desktop wirds vielleicht gar kein eDRAM Skylake Modell geben. Sehr zu meiner Enttäuschung, das hätte nochmal 5-10% IPC bei der Prozessorleistung gebracht (L4 Cache) und natürlich die Grafikleistung ordentlich nach oben Geschnalzt.
Im Moment liegen sie auch mit der alten Speichertechnik noch vor AMD, hinzu kommt, dass GDDR5 im Moment noch günstiger ist als eine HBM Lösung.
Das wird sich erst einschleifen, wenn mehr als ein Hersteller HBM in großen Mengen anbieten kann
AMD kann das nicht. Wenn AMD für eine Technologie Lizenzgebüren verlangt, wird sich die nicht durchsetzen. Und das ist eben AMDs größtes Problem dann, dann hat man Millionen in die Forschung versenkt und am Ende geht das Produkt im Markt unter.
Im Übrigen ist es auch reichlich egal, ob AMD Lizenzgebühren einnimmt oder das Konstrukt ein etwas anderes ist und nVidia über höhere Einkaufspreise die niedrigeren Preis für AMD finanziert, lediglich Zugriff auf die freien Kapazitäten erhält und das erst später oder der Deal sonstwie gestrickt ist. Dass nVidia speichertechnisch momentan eher der Gekniffene ist, scheint doch jedenfalls ziemlich auf der Hand zu liegen.