Speicherkrise: DDR2 wird 2026 um bis zu 60 Prozent teurer

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Speicherkrise: DDR2 wird 2026 um bis zu 60 Prozent teurer
Quelle: PCGH

Die globale Speicherkrise erreicht mit DDR2 jetzt die älteste noch gefertigte DRAM-Generation: Laut TrendForce ziehen auch die DDR2-Vertragspreise im zweiten Quartal 2026 um 55 bis 60 Prozent, im dritten um weitere 35 bis 40 Prozent an.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce hat in seiner aktuellen DRAM-Analyse die nächste Stufe der Speicherkrise dokumentiert: Der enorme Mangel an günstigem Speicher reicht inzwischen bis hinab zu DDR2, einer Speichertechnologie aus dem Jahre 2003, die längst als überholt gilt und doch immer noch produziert wird.

Schon die angekündigte Verknappung von DDR4-Speicher hatte den Weg dorthin gewiesen, und der Preisindex der Speicherkrise zeigt, wie weit die Lage am Markt mittlerweile fortgeschritten ist, und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Im Gegenteil: Marktforschungsunternehmen erwarten eine weitere Zuspitzung.

DDR2-Speicher: Wie sich der Mangel nach unten durchfrisst

Auslöser ist die ungebrochene Nachfrage aus dem KI-Segment, die den drei großen DRAM-Produzuenten Samsung Foundry, SK Hynix und Micron weiterhin diktiert, wohin ihre Kapazitäten fließen. Die Hersteller priorisieren fortschrittliche Fertigungsknoten für HBM und Server-DRAM und fahren die Produktion reiferer Speichertypen wie beispielsweise DDR4-Speichermodule deshalb auch immer weiter zurück.

Was als Engpass bei aktuellem DDR5-Arbeitsspeicher begann, arbeitet sich nun Generation für Generation in die Vergangenheit vor. Inzwischen sind nicht nur DDR5 und DDR4, sondern auch noch ältere Speicherbausteine ("ICs") betroffen.

DDR4 weicht DDR3, DDR3 weicht DDR2

Der Speichermangel wandert nach Angaben von TrendForce stufenweise durch die DRAM-Generationen nach unten, da Abnehmer reihenweise auf ältere Technologien ausweichen (müssen). Weil die drei führenden Hersteller ihre Waferkapazitäten für ausgereifte Fertigungsprozesse gekürzt haben, suchen die wenigen Anbieter von älteren Speichertechnologien die Unterstützung bei taiwanischen Fertigern.

Die Marktforscher von TrendForce sagen deutlich steigende DDR2-Preise für 2026 voraus. Quelle: TrendForce Die Marktforscher von TrendForce sagen deutlich steigende DDR2-Preise für 2026 voraus. Einige OEMs und ODMs senken inzwischen gezielt die Speicherspezifikationen, um ihre Systemkosten im Griff zu behalten: DDR4-Designs werden auf DDR3 umgestellt, und einzelne DDR3-Produkte rücken auf DDR2 ab. So pflanzt sich die Knappheit vom aktuellen Speicher bis zur ältesten noch gefertigten Generation fort. Die globale Speicherkrise trägt damit immer merkwürdigere Blüten.

Winbond steigt aus, ESMT zieht DDR2-Produktion hoch

Mit Winbond und ESMT teilen sich nur noch zwei Anbieter den Markt für DDR2-Speicher, und einer davon zieht sich gerade zurück. Das taiwanische Unternehmen Winbond reduziert seine DDR2-Fertigung schrittweise und verlagert die Kapazitäten auf margenstärkere Produkte wie DDR3, DDR4 und LPDDR4, was das Angebot an DDR2-Speicherlösungen zukünftig noch weiter ausdünnt.

ESMT ("Elite Semiconductor Memory Technology") geht den umgekehrten Weg und will die DDR2-Produktion im Rahmen seiner bestehenden Waferzuteilung beim Auftragsfertiger PSMC ("Powerchip") maximieren, um die Lücke zu füllen.

Auf der Angebotsseite haben sich damit vor allem Nanya und Winbond eine deutliche Preismacht gesichert, weil die Nachfrage den verfügbaren Bit-Ausstoß der taiwanischen Anbieter klar übersteigt.

Wann sich die Lage entspannt

Eine Entspannung am Speichermarkt erwarten die Analysten frühestens gegen Ende 2027, eine Rückkehr zu alten Preisen womöglich erst 2028. David McAfee von AMD hatte zur Computex 2026 bereits eine Normalisierung erst 2028 in Aussicht gestellt.

Neue Fertigungskapazitäten brauchen mehrere Jahre an Vorlauf, und solange die KI-Rechenzentren den Großteil der Produktion binden, bleibt für den klassischen OEM- und DIY-Markt für PCs und Consumer-Produkte nur das, was übrig bleibt.

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Quelle: TrendForce via TechPowerUp

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Ich habe noch 2 Riegel a 2GB DDR2 hier. Gleich mal bei ebay reinstellen!
        Dachte ich mir auch grad so.
        Ich hab kurz mal bei mir in den Büroschrank geschaut und biete 24x DDR2, 3x DDR1, 4x DDR3 und ne Menge SO-DIMMs, welche ich nicht durchgeschaut habe.

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      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zik7
        Ich habe noch 2 Riegel a 2GB DDR2 hier. Gleich mal bei ebay reinstellen!
        Dachte ich mir auch grad so.
        Ich hab kurz mal bei mir in den Büroschrank geschaut und biete 24x DDR2, 3x DDR1, 4x DDR3 und ne Menge SO-DIMMs, welche ich nicht durchgeschaut habe.

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      • Von Alith Anar Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Zik7
        Ich habe noch 2 Riegel a 2GB DDR2 hier. Gleich mal bei ebay reinstellen!
        Das ist noch zu früh ...

        Aber ja. Die Idee die Kramkiste entdlich mal zu vergolden .... kahm mir auch.
      • Von Zik7 Software-Overclocker(in)
        Ich habe noch 2 Riegel a 2GB DDR2 hier. Gleich mal bei ebay reinstellen!
      • Von Weedotastisch PC-Selbstbauer(in)
        Ja gut, jetzt geht es halt dann eher wieder in Richtung Steinzeit und für das ganze darf dann was, die sogenannte "K.I." herhalten und deren künstlich aus Angelsachsenhanswursthausen heraus organsierter Hype. Oder wie?
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Dauert nicht mehr lang dann ist SD- und EDO RAM wieder hoch im Kurs
        Wenn das so weiter geht, lohnt es sich bald die alte Speicherkiste vom Dachboden zu holen....[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
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