RAM-Preise: DDR4-Speicher soll verknappt und teurer werden
Während die Preise für DDR5-Speicher immer weiter steigen, bieten die älteren DDR4-Speichermodule eine noch vergleichsweise günstige Option für Einsteigerkonfigurationen. Jetzt sollen aber auch DDR4-Speicherbausteine verknappt werden.
Während die Preise für DDR5-Speicherkits aufgrund der extrem hohen Nachfrage aus dem boomenden KI-Segment immer weiter steigen, bieten DDR4-Speichermodule eine noch vergleichsweise günstige Option für Einsteiger-Konfigurationen. Die bereits seit dem März des Jahres 2017 am Markt etablierte AM4-Plattform konnte in jüngster Vergangenheit ein echtes Comeback feiern, doch das Ende ist jetzt absehbar.
Wie @jukan05 aus einem aktuellen Bericht von DRAMeXchange zitiert, sollen die ohnehin schon extrem hohen RAM-Preise in diesem Quartal noch einmal deutlich steigen. Während DDR5-Speicher vom KI-Segment "aufgefressen" wird, sollen Speichermodule mit DDR4-Speicherchips demnach verknappt werden.
Ein schneller Rückgang der Produktion älterer DRAM-Modelle hat sich als zentraler Treiber für die Verknappung herausgestellt.
Führende Anbieter beschleunigen die Ausmusterung von DDR4-Prozessen und verlagern ihre Wafer-Kapazitäten auf neuere Produkte mit höheren Margen.
Branchenquellen zufolge wird der Anteil der DDR4-Wafer bei Samsung Electronics und SK Hynix bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2026 voraussichtlich auf einen niedrigen einstelligen Wert sinken, was zu einer starken Verringerung des verfügbaren Angebots führen wird.
Der Rückgang hat zu einem starken Anstieg der DDR4-Preise geführt. Trotz einer allmählichen Umstellung auf DDR5 in einigen Segmenten hat sich die Spotpreis-Lücke zwischen DDR4 und DDR5 bis ins vierte Quartal 2025 vergrößert, was auf eine anhaltende Nachfrage nach dem älteren Standard hindeutet.
Marktteilnehmer schätzen, dass das Angebot an DDR4 im Jahr 2026 weiterhin um etwa 10 % hinter der Nachfrage zurückbleiben wird, wodurch die Preise mindestens bis zur zweiten Jahreshälfte auf einem hohen Niveau bleiben dürften.
Die taiwanesischen Anbieter haben von dieser Entwicklung profitiert. Nanya Technology hat seine Position als weltweit größter DDR4-Anbieter gefestigt, während Winbond Electronics seine Investitionsausgaben erhöht und seine Kapazitäten erweitert hat.
Winbond plant, die monatliche Produktion in seinem Werk in Kaohsiung von etwa 14.000 Wafern auf etwa 24.000 bis 25.000 Wafer zu steigern, wie aus Branchenkreisen verlautet.
— DRAMeXchange
Es ist also davon auszugehen, dass sich DDR4-Speichermodule preislich immer weiter an DDR5 angleichen werden. Aktuell ist das allerdings bislang nicht der Fall und so können Speicherkits mit 32 GiByte DDR4-3200 CL16 noch ab 194,99 Euro erworben werden, während 32 GiByte DDR5 doppelt so teuer sind.
Corsair Vengeance LPX mit 32 GiByte DDR4-3200 CL16
Wenngleich DDR4-Speicher bisher nicht so extrem im Preis gestiegen ist wie DDR5, hat auch hier bereits eine Preisverdopplung stattgefunden. Es ist momentan davon auszugehen, dass sowohl der alte als auch aktuelle Arbeitsspeicher in den kommenden Wochen preislich weiter anziehen werden.
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Quelle: DRAMeXchange via @jukan05
To provide the massive amounts of memory required for AI applications, chipmakers have turned to high-bandwidth memory (HBM) – a high-performance, low-latency architecture built from stacks of advanced DRAM.
Deshalb betrifft es sowohl DDR-DIMM als auch HBM, in letzterem werden die DRAM-Chips eben gestapelt und per Through-Silicon-Vias "verkabelt".
Ich behalten den DDR4 Value RAM erstmal, am Ende kanns auch ein 0 Summen Spiel sein
Das 16GB Value DDR4 2666 hatte mal 40€ gekostet