Speicherpreise: NAND und DRAM sollen bald günstiger werden
Das Marktforschungsunternehmen Trendforce hat einen Bericht veröffentlicht, in dem die Marktentwicklung von NAND- und DRAM-Speicher für das kommende Jahr prognostiziert wird. Demnach sollen beide Speichertypen insbesondere im ersten Halbjahr 2022 günstiger werden. Bei DRAM-Speicher ergibt sich zukünftig aber ein Problem durch zu geringe Prozessfortschritte.
Wem die aktuellen Preise für SSDs und RAM-Riegel zu hoch sind, der kann sich wohl auf 2022 freuen. Laut dem Marktforschungsunternehmen Trendforce werden sowohl DRAM- als auch NAND-Speicher im kommenden Jahr günstiger werden, da mehr produziert als abgenommen wird.
Sinkende Preise und ein Problem bei der Fertigung
Für 2022 erwartet Trendforce, dass die ausgelieferte DRAM-Speicherkapazität im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 Prozent zulegen wird. Gleichzeitig soll die Nachfrage aber nur um 17,1 Prozent ansteigen, wodurch sich die Marktsituation von einer aktuell anhaltenden Knappheit hin zu einer Überversorgung wandeln dürfte. Zudem haben die Abnehmer derzeit angeblich hohe Lagerbestände, was die Situation noch verstärken soll.
Insgesamt geht Trendforce daher davon aus, dass DRAM im nächsten Jahr, und besonders im ersten Halbjahr, günstiger wird. Bei den DRAM-Herstellern sorgt das in Kombination mit der voraussichtlich steigenden Auslieferungsmenge aber trotzdem für ein leichtes Wachstum. Der Markt soll 2022 um 0,3 Prozent auf 91,54 Milliarden US-Dollar zulegen. Für die Zukunft könnte sich aber trotzdem ein Problem ergeben: Angeblich steht die DRAM-Fertigung vor dem Problem, dass sie nur noch geringere Vorteile aus neuen Prozessen ziehen kann.
Quelle: Trendforce
Der Umsatz im NAND-Markt soll nächstes Jahr noch einmal zulegen. Bei DRAM-Speicher machen sinkende Preise den Zuwachs hingegen fast zunichte.
Microns 1α-Prozess brachte demnach noch eine um fast 30 Prozent gestiegene Bitdichte mit sich, wohingegen durch neuere Prozesse nur eine Steigerung um circa 15 Prozent erreicht wurde. Zudem ist der Umstieg auf die EUV-Belichtung ein Problem, da die entsprechenden Anlagen teurer sind und längere Vorlaufzeiten haben. Wie sich das in Zukunft auf den Markt auswirken wird, bleibt abzuwarten.
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Positiver sieht die Situation hingegen bei NAND-Speicher aus, der beispielsweise in Smartphones, USB-Sticks und SSDs zum Einsatz kommt. Hier erwartet Trendforce auch in der Zukunft noch eine Weiterentwicklung im gewohnten Tempo, die Hersteller kommen mit dem Produzieren von Speicherbausteinen mit noch mehr Lagen demnach gut zurecht.
Auch im NAND-Markt soll es dabei eine Verbesserung der Marktsituation geben. Das Speicherangebot wird laut der Analyse um 31,8 Prozent zulegen, während die Nachfrage voraussichtlich um 30,8 Prozent steigen wird. Dadurch soll sich wie beim DRAM insbesondere in der ersten Jahreshälfte ein Preisverfall ergeben. Eine Umsatzsteigerung wird aber auch hier erwartet: Laut Trendforce sollen die NAND-Hersteller 2022 74,19 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und damit 7,4 Prozent mehr als noch 2021.
Quelle: Trendforce via Techpowerup


Demnach sollen beide Speichertypen .... günstiger werden."
Ich interpretiere darauß, jetzt Arbeitsspeicher kaufen denn er wird teuerer.
Oder wieder 3 Jahre warten bis DDR5 billig und schnell ist.
SSD Preise dagegen fallen momentan ganz ordentlich.
Demnach sollen beide Speichertypen .... günstiger werden."
Ich interpretiere darauß, jetzt Arbeitsspeicher kaufen denn er wird teuerer.
Oder wieder 3 Jahre warten bis DDR5 billig und schnell ist.