Samsung: Drastischer Preisanstieg bei DRAM-Chips - und kein Ende in Sicht
Samsung hat die Preise für DRAM-Chips zuletzt deutlich erhöht - um bis zu 60 Prozent. Eine kurzfristige Entspannung der Situation ist unwahrscheinlich. Denn die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich.
Durch den anhaltenden KI-Boom wird nicht nur die Fertigungskapazität von Rechenhalbleitern zum Problem, sondern auch die von modernem Speicher. Vor allem beim DRAM übersteigt die Nachfrage inzwischen das Angebot, und das zeigt sich längst auch im Endkundenmarkt. Die gestiegenen Preise werden dabei nicht (nur) durch die Händler verursacht: Laut einem Bericht von Reuters hat auch der große DRAM-Hersteller Samsung die Preise erhöht - und zwar deutlich.
Gewaltiger Preissprung
Laut Tobey Gonnerman vom Bauteilhändler Fusion Worldwide stiegen die Preise für einen DDR5-Chip mit 32 GB von 149 US-Dollar im September auf 239 US-Dollar im November - ein Plus von stolzen 60 Prozent. Gleichzeitig wurden auch die Preise von Chips mit 16 GB und 128 GB Kapazität erhöht - und zwar um rund 50 Prozent. Vergleichsweise moderat fiel die Steigerung hingegen bei Modellen mit 64 GB und 96 GB aus, hier lag der Anstieg bei "nur" etwas über 30 Prozent. Auch dieser Sprung ist aber natürlich deutlich und ein Anzeichen dafür, dass die DRAM-Nachfrage derzeit kaum bedient werden kann.
Laut Trendforce-Analystin Ellie Wang könnte Samsung die Speicherpreise im dritten Quartal um durchschnittlich 40 bis 50 Prozent anheben, während die Mitbewerber nur rund 30 Prozent mehr verlangen wollen. Womöglich hing Samsung der Marktentwicklung aber einfach hinterher und holt somit auf das Niveau der Konkurrenten auf. So oder so: Die Branche pocht auf höhere Preise - und kann es sich offenbar auch erlauben. Denn der Speicherbedarf moderner KI-Rechenzentren ist immens, und die Firmen sind offenbar bereit, die neuen Aufpreise zu bezahlen.
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Eine kurzfristige Entspannung der Situation ist bedauerlicherweise nicht in Sicht - sofern der KI-Boom anhält. Eine drastische Steigerung der Produktionskapazität würde schließlich Jahre dauern und wäre für die Speicherhersteller zudem riskant. Denn bei einem plötzlichen Nachfrageeinbruch wären die notwendigen Investments umsonst gewesen. Zumindest vorerst wird DRAM-Sppeicher also wohl teuer bleiben. Und das treibt nicht nur den Preis von Servern, sondern leider auch von Notebooks, Desktop-PCs und Smartphones.
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Quelle: Reuters via constantlymat (Reddit)

Im übrigen sind diese extremen Preiszyklen bei DRAM und Flash leider normal, schon seit Jahrzehnten. Wenn die Preise so nach oben gehen, verdienen die Hersteller sehr viel Geld, aber in Zeiten mit niedrigen Preisen, z.T. unter Herstellungskosten, gehen dann auch mal Firmen pleite, so wie vor ca. 15 Jahren Qimonda. Es ist eben so, wenn man jetzt beschließt, eine neue Fab für DRAM/Flash zu bauen (und das nötige 'Kleingeld' dafür hat), kann die frühestens in zwei Jahren liefern, und da sieht die Lage sicher wieder anders aus.
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