Qimonda gibt teilweise Fertigung in Dresden auf
Infineons defizitträchtige Speichertochter Qimonda möchte bis zum Ende dieses Geschäftsjahres die Fertigung auf 200 Millimeter-Wafern auf 10 Prozent senken um darauf nur noch "Legacy"-Produkte anzufertigen. Von dieser Maßnahme ist auch das Werk in Dresden betroffen. Zudem kündigte man bei Qimonda das DRAM-Lieferabkommen zum ersten März 2008, sodass die Februarproduktion die letzten Chips aus der Dresdner Fab für Infineon darstellen.
Unberührt von diesen Maßnahmen bleibt allerdings die 300 Millimeter-Fertigung von Qimonda am Standort Dresden. Allerdings seien laut Helmut Warnecke, Geschäftsführer von Infineon Dresden, Arbeitsplätze gefährdet, da durch den Rückzug von Qimonda die Auslastung sinke. Man prüfe aber noch, ob man durch einen Personalaustausch zwischen den beiden Unternehmen die Auswirkungen kompensieren oder zumindest mildern könne.
Gegenüber der dpa ließ Qimonda Geschäftsführer Wolfgang Schmid verlauten, man gehe davon aus, dass es bei Qimonda zu keinen Entlassungen kommen werde. Dies ist auch verständlich, da die rund 3400 Mitarbeiter hauptsächlich in der 300 Millimeter-Fertigung arbeiten.
