Arbeitsspeicher: Preisverfall von bis zu 40 Prozent im ersten Halbjahr 2019 erwartet

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Quelle: PC Games Hardware

Der Abwärtstrend bei den Preisen für Arbeitsspeicher soll sich über das gesamte Jahr 2019 fortsetzen. Das meldet die DRAM Exchange in einer aktuellen Analyse. Vor allem in der ersten Jahreshälfte geht es deutlich abwärts, während für das zweite Halbjahr mit einem moderateren Preisverfall gerechnet wird.

Seit dem zweiten Halbjahr 2018 fallen die Preise für Arbeitsspeicher und dieser Trend soll sich auch das gesamte Jahr 2019 konsequent in allen Bereichen fortsetzen. Für das erste Halbjahr wird derzeit ein Preisverfall von 40 Prozent im Bereich des PC-DRAM prognostiziert, während Server-Produkte rund 45 Prozent günstiger werden sollen.

Schwache Nachfrage und hohe Lagerbestände

Hintergrund sei laut der Analyse der DRAM Exchange eine weiterhin anhaltende Überversorgung des Marktes mit Speicher. Die saisonbedingt schwache Nachfrage und zugleich hohe Lagerbestände lassen die Preise fallen. Vor dem Jahreswechsel gingen Prognosen von einem Rückgang von etwa 15 Prozent im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorquartal aus. Im Januar wurde der erwartete Preisverfall auf 20 Prozent korrigiert. Im zweiten Quartal 2019 soll es derweil in allen Bereichen mit Ausnahme von mobilen DRAM um weitere 15 Prozent nach unten gehen.

Was die zweite Jahreshälfte betrifft, so geht man seitens DRAM Exchange von einer Entschleunigung des Preisverfalls aus. Eine steigende Nachfrage sei aber nicht der Hintergrund. Vielmehr glaube man, dass politische und wirtschaftliche Ereignisse das Wachstum weiter einschränken, während Hersteller gleichzeitig die ursprünglichen Expansionspläne der eigenen Produktion weiter zurückfahren. Aufkommende Technologien wie 5G, Artificial Intelligence of Things (AIoT) und das Industrial Internet of Things (IIoT) werden noch keine spürbaren Auswirkungen auf den Gesamtmarkt haben. Die Lücke zwischen Versorgung und Nachfrage solle sich aber weiter schließen.

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Dass die Preise für Endverbraucher wieder auf einem erschwinglichen Niveau angekommen sind, zeigt beispielhaft das G.Skill Aegis 16-GiByte-Kit mit DDR4-3000. Zu Jahresbeginn kostete dieses noch rund 105 Euro und ist mittlerweile für 88 Euro erhältlich. Das entspricht einem Preisverfall von rund 20 Prozent, womit der Boden gemäß der Prognose vorerst erreicht sei, was auch durch das stabile Preisniveau seit Ende Januar bekräftigt wird.

Preisentwicklung G.Skill Aegis DIMM Kit 16GB, DDR4-3000, CL16-18-18-38 (F4-3000C16D-16GISB)

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von stolle80
        16 gb kostet ja immer noch an die 100 euro... das ist doch zu teuer.
      • Von stolle80
        16 gb kostet ja immer noch an die 100 euro... das ist doch zu teuer.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Endlich sind dann die Preise wieder auf dem Niveau von 2012 und 2015, wenn sie noch etwas weiter sinken, dann lohnt sich das Aufrüsten wieder. unter 300€ für 128GB wären mal schön.

        Zitat von PCGH
        Was die zweite Jahreshälfte betrifft, so geht man seitens DRAM Exchange von einer Entschleunigung des Preisverfalls aus.
        Es heißt "Verlangsamung". Die "Entschleunigung" ist politischer Neusprech, der genau das verschleiern soll, man sollte ihn deshalb nicht benutzen.
      • Von hanfi104 Volt-Modder(in)
        Zitat von Cosmas
        DDR5 kommt doch erst so ab 2020 überhaupt in Frage bei Zen 3, der Einsatz von DDR4 is bei den 3000er Ryzen praktisch garantiert.
        Taktrate für Ryzen mindestens DDR4 3200, das machen normalerweise alle Bretter mit und bis dahin profitiert der Ryzen auch am meisten, danach sinkt der Zugewinn merklich.
        Und dann muss sich erst zeigen, ob AMD nicht noch ein Zen2+ dazwischen schiebt, wenn Intel nicht aufschließen kann ohne 10nm.
        Dann hat man am Anfang noch Module, die eh kaum besser sind als höhere DDR4. Preise sind auch höher...
      • Von weisserteufel Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Cosmas
        DDR5 kommt doch erst so ab 2020 überhaupt in Frage bei Zen 3, der Einsatz von DDR4 is bei den 3000er Ryzen praktisch garantiert.
        Taktrate für Ryzen mindestens DDR4 3200, das machen normalerweise alle Bretter mit und bis dahin profitiert der Ryzen auch am meisten, danach sinkt der Zugewinn merklich.
        Ich war mir bei DDR5 nicht ganz sicher. Aber die Verfügbarkeit von Speichermodulen (quasi keine) und die kurze Zeit bis Release der X570 Boards offenbaren, dass das sehr unrealistisch ist.
        Beim Speichertakt tendiere ich im Moment zum 3466er.
      • Von Cosmas BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von weisserteufel
        Wenn im Juli tatsächlich der Run auf die Ryzen 3000 startet, wird sich auch die Nachfrage wieder stabilisieren und zu höheren Preisen führen.
        Daher überlege ich schon eher zuzuschlagen.
        Zwei Unsicherheisfaktoren gibt es jedoch noch:
        1. DDR4 für X570? -> sehr wahrscheinlich, aber was ist mit DDR5?
        2. Welche Taktrate sollte man idealerweise nutzen? Zumindest bis jetzt profitierte der Ryzen von höherem Speichertakt.

        Was denkt ihr?
        DDR5 kommt doch erst so ab 2020 überhaupt in Frage bei Zen 3, der Einsatz von DDR4 is bei den 3000er Ryzen praktisch garantiert.
        Taktrate für Ryzen mindestens DDR4 3200, das machen normalerweise alle Bretter mit und bis dahin profitiert der Ryzen auch am meisten, danach sinkt der Zugewinn merklich.
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