DRAM-Markt: Preisprognose bis Ende des Jahres düster
Die hohen Preise auf dem DRAM-Markt belasten im Moment insbesondere Komponentenkäufer von Computern. Hauptspeicher ist teuer und beansprucht ein gutes Stück vom Budgetkuchen. Entgegen bisher lautender Aussagen soll Samsung aber eine Erhöhung der Produktion planen, was die Preise senken könnte.
Die DRAM-Preise bleiben weiter ein ernstes Thema in der Hardware-Landschaft, schließlich sind sie aktuell so hoch wie selten zuvor. Schaut man sich das dritte Quartal an, dann sorgt die hohe Nachfrage durch Smartphone-Hersteller für eine gute Auftragslage und sprudelnde Gewinne bei den Herstellern. Gleichzeitig erreichen die Preise laut DRAM Exchange ein historisches Hoch.
Aber nicht nur der Endkunde muss die hohen Preise zahlen, sondern auch die Großabnehmer, die im dritten Quartal 5 Prozent mehr ausgeben mussten. Und trotz enger Versorgungslage haben es die Anbieter geschafft, 16,2 Prozent mehr Einnahmen zu generieren. Die Anbieter, das sind vor allem Samsung, SK Hynix und Micron Group, die zusammen rund 94 Prozent des Marktes abdecken. Danach kommen kleinere Anbieter wie Nanya, Winbond und Powerchip.
Quelle: Trendforce
Die Ergebnisse des dritten Quartals - Samsung, Hynix und Micron sind die teilen sich den Markt.
Für das vierte Quartal 2017 werden noch einmal um 10 Prozent steigende Preise erwartet. Schon jetzt lassen sich bei den Großabnehmern Preissteigerungen von 7 Prozent ausmachen - die fehlenden drei Prozent zur Prognose dürften bis Weihnachten kein Problem sein. Die Preisrally wird vor allem vom steigenden Hauptspeicherbedarf bei Mobilgeräten verursacht, dem ein begrenztes Angebot gegenübersteht. Zusammen mit mehr Bedarf bei Desktop-PCs und Server ergibt sich der Kurs, der schon länger prognostiziert wird.
Möglicherweise gibt es aber Licht am Ende des Tunnels: Samsung soll die DRAM-Produktion insbesondere für Mobilgeräte mit Low-Power-Modulen bereits angezogen haben. Vor einigen Tagen gab es schon Berichte darüber, dass Samsung die Produktion generell ausbauen möchte. Letzteres aber wird Zeit brauchen, womit eine nachhaltige Preisveränderung erst für das zweite Quartal 2018 erwartet wird.
Kurzfristig muss man sich jedenfalls noch einmal auf steigende Preise einstellen. Ob andere Hersteller Samsung nacheifern, ist noch ungewiss. Die Branche kennt die Folgen von Überproduktion und dem daraus resultierenden Preisverfall nur zu gut, weshalb man sich zunächst wehrte, die Fertigung zu steigern. Mitbetroffen ist davon auch der Preis von NAND-Speicher, wie er auf SSDs zum Einsatz kommt.
Quelle: Trendforce

Gut das ich Anfang des Jahres auf Ryzen ging und mich erst einmal mit Rams für das System eingedeckt habe. Die ich damals gekauft habe kosten jetzt mindestens 75€! Das sind mal eben 20€ und fast 40% mehr Geld für das gleiche Produkt!
Wieso sollte die auch günstiger werden oder die Produktion ankurben, so verdienen die einfach übertrieben viel mehr! Ich erinnere mich noch an Zeiten wo man 8GiB DDR3 mal für fast etwas über 30€ bekommen hat!
Eines ist aber gewiss, lange werden die, die Preise nicht halten können. Schließlich werden die Leute irgendwann nicht mehr bereit sein die Preise zu zahlen! Ich tue es nämlich jetzt schon nicht, viel zu teuer für viel zu wenig was einem geboten wird.