DRAM Xchange: Darum bleibt das hohe Preisniveau auch 2018 erhalten

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DRAM Xchange: Preisniveau bleibt auch 2018 erhalten
Quelle: RobertCC BY 2.0

Das hohe Preisniveau bei DRAM- und auch NAND-Produkten bleibt auch 2018 bestehen, sagt DRAM Xchange. Das schmälert vor allem die Hoffnungen darauf, kommendes Jahr günstig an PC-Hauptspeicher zu kommen. Die Preise waren das ganze Jahr schon recht hoch.

Unter dem angespannten DRAM-Markt leiden PC-Käufer schon seit einiger Zeit. Insbesondere die Preise für Hauptspeicher liegen auf hohem Niveau und scheinen sich dort auch recht wohl zu fühlen. Laut DRAM Xchange wird sich daran auch 2018 nichts dramatisch ändern. Demnach sollen die Hersteller von Speicher nämlich keine gravierenden Erhöhungen der Produktion planen, die die Preise wieder fallen lassen könnten - das sah man im August noch etwas anders. Ursache für das hohe Preisniveau ist die gestiegene Nachfrage, mitverursacht durch steigende Kapazitäten auf den Geräten, insbesondere im Mobilbereich.

Laut Bericht sollen die DRAM-Hersteller kommendes Jahr vor allem durch Prozessoptimierungen mehr Kapazität in der Produktion erreichen. Neue Produktionshallen und Fertigungsstraßen indes sind offenbar kein großes Thema. Neben den Investitionskosten läuft man so auch Gefahr, dass die Preise zu sehr sinken, man das Investment nicht mehr einspielen kann und - wie schon vor einigen Jahren gesehen - an Überkapazitäten leidet.

Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die Speicherhersteller 2018 etwas mehr auf den Servermarkt konzentrieren werden. Mit dem Start von Intels Purely-Plattform und der ungebremst hohen Nachfrage von Rechen- und Datenzentren soll hier ein gesunder Bedarf entstehen. Für das erste Quartal 2018 wird zwar eine leichte, saisonal bedingte Entspannung vorausgesagt, aber die soll nicht ausreichen, um das hohe Preisniveau deutlich zu senken.

Insbesondere bei Mobilgeräten dürften die Preise weiter steigen. Smartphone-Hersteller dürfen sich laut DRAM Xchange auf 10-15 Prozent höhere Kosten im vierten Quartal 2017 einstellen. Damit soll Mobil-DRAM dieses Jahr erstmals teurer sein als PC-DRAM. Für PC-Bauer indes bleibt das Problem schon das ganze Jahr über durchgehend gleich: Sie müssen die hohen Preise insbesondere bei Hauptspeicher tragen. 16 Gigabyte DDR4-RAM von der Stange kosten derzeit um 150 Euro, die heute von Enthusiasten angepeilten 32 und 64 Gigabyte entsprechend mehr. 8 Gigabyte indes sind nur noch selten zu empfehlen, etwa bei reinen Office-Systemen.

Schon im September gab es Voraussagen, dass es zum Jahresende für DRAM noch einmal bis zu 40 Prozent nach oben gehen wird. Und auch da hieß es, dass die DRAM- und NAND-Produzenten keine neuen Fertigungsstraßen planen. Das hohe Preisniveau war so oder so das ganze Jahr ein Thema und es scheint auch 2018 erst einmal so weiterzugehen.

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    • Kommentare (71)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Seit monaten schon die selbe Leier. Die Hersteller haben nun mal vor einiger Zeit auf Smartphone- und SSD-Speicher umgestellt, weil im PC-DRAM-Sektor kein richtiger Rubel mehr gerollt ist. Sind halt eben kapitalistische Firmen in einem kapitalistischen System, was soll man da schon anderes erwarten?

        So richtig entspannen wird sich das erst mit gesteigerten Produktionskapazitäten. Gibt ja einige neue Fabs, die in Arbeit sind. Unter anderem auch welche in China, weil's den Chinesen auch langsam stinkt, von den taiwanesischen oder südkoreanischen Halbleiterherstellern abhängig zu sein. Und da auch die Chinesen keine Wohlfahrtsgesellschaft haben und definitiv mit Kommunismus nix mehr am Hut haben, werden auch die sich an den marktüblichen Preisen orientieren... Preise wie vor 1 bis 2 Jahren werden wir nicht mehr sehen.

        Also fürs Erste: Abwarten und Tee / Kaffee trinken. Oder Gebraucht kaufen
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Seit monaten schon die selbe Leier. Die Hersteller haben nun mal vor einiger Zeit auf Smartphone- und SSD-Speicher umgestellt, weil im PC-DRAM-Sektor kein richtiger Rubel mehr gerollt ist. Sind halt eben kapitalistische Firmen in einem kapitalistischen System, was soll man da schon anderes erwarten?

        So richtig entspannen wird sich das erst mit gesteigerten Produktionskapazitäten. Gibt ja einige neue Fabs, die in Arbeit sind. Unter anderem auch welche in China, weil's den Chinesen auch langsam stinkt, von den taiwanesischen oder südkoreanischen Halbleiterherstellern abhängig zu sein. Und da auch die Chinesen keine Wohlfahrtsgesellschaft haben und definitiv mit Kommunismus nix mehr am Hut haben, werden auch die sich an den marktüblichen Preisen orientieren... Preise wie vor 1 bis 2 Jahren werden wir nicht mehr sehen.

        Also fürs Erste: Abwarten und Tee / Kaffee trinken. Oder Gebraucht kaufen
      • Von Kanallie Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von ChrisMK72
        Als normaler Zocker kann man die hohen Preise, so lange man schon etwas halbwegs aktuelles im Bereich 16GB hat, auch als Vorteil sehen.

        Die Spieleentwickler werden sich auf Jahre auf max. 16GB einstellen, da die Masse an Normalo-Gamern eh nicht mehr wie 8-16GB Ram haben und sich bei solchen Preisen natürlich auch gar nicht mehr als 16GB leisten wollen.

        16GB bleibt somit preisbedingt auf Jahre hinaus die natürliche Grenze, wo man nicht drüber muss, so fern man zu den normalen Zockern gehört.

        Klar gibt's Spezialfälle und Enthusiasten, die 32 und weit mehr verbauen, aber die große Masse wird nicht mehr als 16GB haben und das die nächsten Jahre.

        Ich seh' das ganz entspannt.

        In meinen nächsten Gaming PC pack ich 16GB rein, die sich in dem Moment gerade anbieten, was die aktuelle Preis-/Leistung so bietet, je nach Geschwindigkeit und lehn' mich damit dann die nächsten 3-5 Jahre zurück.

        Wer braucht zum Zocken und nur dafür, aktuell schon zwingend 32GB Ram ?
        Dürften Einzelfälle sein.

        Und einmalig ein paar € mehr für 16GB Ram ausgeben, danach aber Jahre Ruhe haben, davon geht die Welt nicht unter.
        Du hast sicher nicht ganz unrecht, bei den neuen PC die ich zusammenbaue sind 16 gb Standard. Aber es gibt auch viele die noch auf 6 oder 8 gb rum eiern. Daher bin ich mit 32gb erst mal mehr als versorgt.
      • Von ChrisMK72 Lötkolbengott/-göttin
        Als normaler Zocker kann man die hohen Preise, so lange man schon etwas halbwegs aktuelles im Bereich 16GB hat, auch als Vorteil sehen.

        Die Spieleentwickler werden sich auf Jahre auf max. 16GB einstellen, da die Masse an Normalo-Gamern eh nicht mehr wie 8-16GB Ram haben und sich bei solchen Preisen natürlich auch gar nicht mehr als 16GB leisten wollen.

        16GB bleibt somit preisbedingt auf Jahre hinaus die natürliche Grenze, wo man nicht drüber muss, so fern man zu den normalen Zockern gehört.

        Klar gibt's Spezialfälle und Enthusiasten, die 32 und weit mehr verbauen, aber die große Masse wird nicht mehr als 16GB haben und das die nächsten Jahre.

        Ich seh' das ganz entspannt.

        In meinen nächsten Gaming PC pack ich 16GB rein, die sich in dem Moment gerade anbieten, was die aktuelle Preis-/Leistung so bietet, je nach Geschwindigkeit und lehn' mich damit dann die nächsten 3-5 Jahre zurück.

        Wer braucht zum Zocken und nur dafür, aktuell schon zwingend 32GB Ram ?
        Dürften Einzelfälle sein.

        Und einmalig ein paar € mehr für 16GB Ram ausgeben, danach aber Jahre Ruhe haben, davon geht die Welt nicht unter.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von matty2580
        Andere Alternativen gibt es ja gar nicht für den Konsumenten. Und genau diese eine Alternative wird von den BWL-er hier im Forum immer wieder genannt, genau denen die ähnlich wie du schreiben. Sonst heißt es nur kaufen, und die Industrie weiter in ihrem Wahnsinn bestärken, wie z.B. bei Nvidia. Die laufen dann von einem Rekordquartal zum nächsten Quartal, und alles ist gut. ^^
        Und wenn man nicht kauft, dann schrumpft der Markt und AMD geht Pleite, ganz toll, dann gibt es garkeine Konkurrenz. Für Forschung ist dann auch weniger da und dann müssen wir uns mit schechteren Karten begnügen.

        Zitat von matty2580
        Ich hatte oben keinen für mich erkennbaren Schreibfehler. Beim Deutsch-Leistungskurs geht es aber auch eher im Literatur.
        Wenn du deine Fehler nicht erkennst, dann macht es das nurnoch schlimmer. Rein literarisch gehen deine Beiträge gegen Null, abgesehen vom üblichen Kapitalismusbashing kam da nichts und das was kam war geistig auch nicht sonderlich Wertvoll.

        Zitat von matty2580
        Offensichtlich scheint für dich aber Konsum, in dem Fall RAM, wertvoller zu sein als menschliches Leben.
        Darauf bezog sich auch deine Antwort mit den "Alternativen".
        Und spätestens ab dem Punkt haben wir sowieso keine gemeinsame Basis mehr.
        Entweder du hast all deinen Besitz aufgegeben und bis zu den Armen gegangen, um dort zu helfen oder du bist einfach nur ein Dampfplauderer.

        Nur weil man sich RAM kauft, soll einem das Leben von anderen egal sein? Demnach wären ca. 70% der Weltbevölkerung schuldig.

        Peter Singer hat das schon vor 30 Jahren formuliert:
        YouTube

        Das ganze läßt sich übrigens auflösen:
        Indem wir unser Leben weiter leben, steigern wir unsere industrielle Leistungsfähigkeit und zwar extrem. Mit einem Teil dieser gesteigerten Leistungsfähigkeit kann man dann den Armen helfen. Im Übrigen gibt es dann auch noch den bösen Nebeneffekt, dass man mit seiner Hilfe indirekt Diktatoren finanziert, da man den Staaten ihre Aufgaben abnimmt un die das Geld dann anders investieren können (z.B. in Waffen ), aber damit muß man eben leben.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von Thoddeleru
        Und wer jetzt deshalb eh nicht vor 2019 aufrüstet, der kann auch fast schon wieder auf DDR5 warten. Das ist ja auch schon in der Pipeline.

        Gesendet von meinem XT1650 mit Tapatalk
        DDR5 wird anfangs eh unbezahlbar sein. Kennt man ja.
      Direkt zum Diskussionsende
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