DRAM-Preise steigen weiter: Besserung im zweiten Halbjahr?
Auch zum Jahresanfang 2017 steigen die Preise von Arbeitsspeicher weiter an. Grund sollen wie gehabt DRAM-Engpässe sein, ausgelöst unter anderem durch die größeren Speichervolumina von Smartphones. Nanya Technology, ein chinesischer DRAM-Hersteller, erwartet eine Stabilisierung ab dem dritten Quartal, wenn Hersteller die Fertigung aufrüsten.
Im vergangenen Jahr hat PC Games Hardware wiederholt über steigende Preise für Arbeitsspeicher berichtet - Aufrüstwilligen sogar empfohlen, RAM vorsorglich zu kaufen. Der Trend bricht auch im neuen Jahr 2017 nicht ab. 16-GiByte-Kits bestehend aus zwei Riegeln kosten jetzt 5 bis 20 Euro mehr als im vergangenen Dezember. Noch schlechter sähe es aus, wenn wenige Hersteller, darunter vor allem Patriot, gerade nicht die Preise nach unten drücken würden. Bei DDR3 wird klar, dass das Angebot immer weiter sinkt - 2666er-Kits sind nicht mehr zu fairen Preisen erhältlich.
Die in Taiwan ansässige Webseite digitimes.com zitiert Pei-Ing Lee, Präsident von Nanya Technology, einem großen chinesischen Hersteller von DRAM. Er erwarte, dass die Preise im laufenden ersten Halbjahr 2017 weiter steigen werden. Schuld sei weiterhin ein zu geringes Angebot. Laut früheren Aussagen soll besonders der Smartphone-Markt für die DRAM-Knappheit sorgen, da immer mehr Modelle in Regionen von 4 GiByte und darüber hinaus vordringen. Ebenfalls sei der Bedarf im Server-Bereich stark angestiegen.
Nanya Technology möchte im März die Risikoproduktion in 20 nm starten und zur Jahresmitte die Serienproduktion hochfahren. Ab Anfang 2018 sollen monatlich 30.000 300-mm-Wafer in 20 nm belichtet werden. Lee erwarte eine Stabilisierung des DRAM-Marktes ab dem dritten Quartal 2017. Wie genau die Preise dann aussehen werden, hänge von den Investitionsplänen der Konkurrenten für neue Fertigungsanlagen ab.

Wenn es ein Segen gibt und Entspannung, können wir ca 25% Preisnachlass rechnen.Alles andere ist Verarschung. Wir reden nochmal ende des Jahres darüber
Ziel war aufzuzeigen dass die Behauptung RAM würde in Zukunft nicht mehr billiger werden ziemlich weit hergeholt ist.