DDR5-RAM aus China: Auch Lexar setzt auf CXMT-Speicher
Lexar plant Berichten aus China zufolge neue Speicherkits der Serie Thor RGB Z DDR5 mit DRAM des chinesischen Herstellers CXMT. Mit bis zu 7.600 MT/s fallen diese deutlich schneller aus als alle bisherigen Module mit China-Speicher.
MSI hat bei seiner CXMT-Validierung auf AM5-Mainboards wohl mehr verraten als geplant: Hinter dem Lexar-Speichermodulen aus den CPU-Z-Screenshots zur Freigabe von DDR5-8000 CL40 und DDR5-8200 CL40 steckt Berichten zufolge gleich eine ganze Speicherserie. Wie die chinesische Website IT Home meldet, bereitet Lexar neue DDR5-Speicherkits der Serie Thor Z RGB DDR5 mit RAM-Bausteinen ("ICs") vom chinesischen Hersteller CXMT ("ChangXin Memory Technologies") vor.
DDR5-Speicherkits mit CXMT-DRAM erreichen 7.600 MT/s
Wer in der historischen Speicherkrise beobachtet, ob DRAM aus China zur ernsthaften Alternative für Spieler heranreift, erhält damit den nächsten Beleg innerhalb weniger Wochen: Nach ersten Sichtungen von CXMT-Chips auf einem Corsair-Modul ist demnach nun Lexar an der Reihe und schraubt die Taktfrequenzen hoch.
Lexar Thor Z RGB DDR5 mit CXMT: Die Spezifikationen
Zwei Speicherkits mit jeweils 32 GiB (2× 16 GiB) bereitet Lexar laut IT Home derzeit vor: DDR5-7200 CL38 sowie DDR5-7600 CL38, beide bei einer Spannung ("VDIMM") von 1,40 Volt. Das schnellere Modul lief auf den Screenshots von MSI unter der Bezeichnung "LD5U16G76C38BV" und ist eindeutig CXMT zuzuordnen.
Einsortiert werden die Neulinge in die 2. Generation der Serie Thor RGB Z DDR5, welche bislang offiziell bei DDR5-6400 endet. Eine Bestätigung von Lexar steht indes aus: Weder existiert eine Produktseite, noch nennt der Hersteller Preise oder einen Termin. Mit DDR5-7600 CL38 bewegen sich die Eckdaten erstmals auf dem Leistungsniveau gängiger OC-Speicherkits mit Chips von SK Hynix.
DDR5 aus China: Was der Schritt für die Speicherkrise bedeutet
Ab Werk liefen DDR5-Speicherkits mit CXMT-Bausteinen bislang in aller Regel mit maximal 6.000 MT/s, die neuen Spreichermodule heben die Speichergeschwindigkeit für China-DRAM somit um 1.600 MT/s an. Dass ausgerechnet Lexar vorprescht, überrascht nur wenig: Die einst amerikanische Marke gehört seit 2017 zum chinesischen Speicherspezialisten Longsys aus Shenzhen.
Spannender ist das Signal an den Markt: Samsung, SK Hynix und Micron haben große Teile ihrer Wafer-Kapazitäten auf HBM für KI-Beschleuniger umgeschichtet, sodass klassischer DDR5-Arbeitsspeicher knapp und teuer bleiben. In dieses Vakuum adressiert CXMT seine Speicherbausteine mit hohem Tempo.
Für Käufer in Deutschland ändert sich derzeit gleichwohl wenig: Speicherkits mit CXMT-Bestückung sind hierzulande ohnehin kaum regulär erhältlich, und eine wirkliche Entspannung der DDR5-Preise prophezeit AMD ohnehin erst im übernächsten Jahr. Daran ändert auch RAM aus China nichts.
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Quelle: MSI via IT Home

Bin ich mal gespannt, wie sich das in Zukunft entwickelt und wie lange die Kriese bestehen bleibt.