Krise spitzt sich zu: Speicherknappheit mit weitreichenden Folgen für PC-Hersteller

19
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Krise spitzt sich zu: Speicherknappheit mit weitreichenden Folgen für PC-Hersteller
Quelle: Micron 

Die Speicherkrise übt auch Druck auf die großen PC-Hersteller aus. Deshalb versuchen diese, sich direkt bei den Herstellern Liefermengen zu sichern. Trotzdem dürfte der RAM-Mangel zu weiteren Verwerfungen führen.

Die laufende Speicherkrise sorgt nicht nur bei Privatkunden für Probleme, sondern auch bei den großen PC-Herstellern. Denn die RAM-Knappheit ist industrieweit vorhanden, und dementsprechend leiden auch diese Unternehmen unter den massiven Preissteigerungen. Getrieben durch eine immens hohe Nachfrage aus dem KI-Segment bleibt derzeit schlicht zu wenig Speicher für den Rest des Markts übrig. Mindestens die großen PC-Hersteller Lenovo und HP haben deshalb angeblich reagiert: Laut einem Bericht der südkoreanischen Website Chosun Biz wurden mit den Speicherherstellern Samsung, SK Hynix und Micron Vorverträge unterzeichnet, die eine langfristige Versorgung sichern sollen.

Kein Wundermittel

Auch wenn zu Preisen oder Liefermengen keine konkreten Zahlen bekannt sind, haben die Speicherhersteller aber natürlich nichts zu verschenken. Selbst mit den Vereinbarungen dürften weitere Speicherlieferungen daher teuer und knapp werden. Deshalb stehen der Branche Änderungen bevor: Endkunden müssen mit höheren Preisen und einem angepassten Angebot rechnen. Neue Produktvarianten sollen also entweder verzögert oder gar nicht mehr erscheinen. Eine kurzfristige Entspannung wird dabei nicht erwartet. Laut dem Bericht wird es wohl bis 2027 Engpässe geben.

Passend dazu wird mit Verweis auf eine Prognose des Marktforschungsunternehmens IDC berichtet, dass die PC-Verkäufe im kommenden Jahr im Extremfall um neun Prozent zurückgehen könnten. Auslöser dafür sind gestiegene Gesamtpreise - hier gehen die Analysen von einem Anstieg um acht Prozent aus. Die aktuelle Erholung des Markts, angetrieben durch das Supportende von Windows 10, wird dadurch direkt wieder ausgebremst.

Auch interessant: "Bring Deinen eigenen Speicher mit": DDR5-RAM wird noch mal teurer (bei Framework)

Sofern die hohe Nachfrage aus dem KI-Segment nicht schlagartig nachlässt, dürfte das kommende Jahr für Endkunden deshalb ernüchternd werden. Um den starken Preisschwankungen zu entgehen, werden die Hersteller vermutlich zunehmend auf Barebone-PCs oder Konfigurationen mit weniger Speicher setzen. Vor allem bei Notebooks, wo meist eine spätere Upgrade-Möglichkeit fehlt, wäre das problematisch. Gleichzeitig wäre es wünschenswert, dass beliebte Programme die Krise zum Anlass nehmen, um den teils ausufernden Speicherverbrauch einzudämmen. Zumindest aktuell zeichnet sich eine solche Entwicklung aber leider nicht ab.

Wie viel RAM haben Sie in Ihrem System verbaut - und reicht Ihnen die Kapazität? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: Chosun Biz via Wccftech

19
    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GamingX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Malotte
        Hab noch 32GB DDR4 RAM ..und das wird wohl auch erst einmal so bleiben...
        Zitat von Hofnaerrchen
        : Viel interessanter ist doch die Frage: Wann ist der Punkt erreicht, an dem ich... ähm 01110011 01101111 01110010 01110010 01110111... KI keinen Menschen mehr braucht?
        Wie gesagt, kein Mensch wird je KI für irgendwas brauchen.
        Zitat von XT1024
        Braucht man mehr als eine Höhle mit Bärenfell?
        So etwas im "PCGH"-Forum zu schreiben ist schon amüsant.

        Wenn es alle Dinge, von denen irgendein Dahergelaufener behauptet, man bräuchte diese nicht, auch nicht gäbe, sähe es echt düster aus.
        Wer keine Ahnung hat, sollte sich zurückhalten
      • Von GamingX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Malotte
        Hab noch 32GB DDR4 RAM ..und das wird wohl auch erst einmal so bleiben...
        Zitat von Hofnaerrchen
        : Viel interessanter ist doch die Frage: Wann ist der Punkt erreicht, an dem ich... ähm 01110011 01101111 01110010 01110010 01110111... KI keinen Menschen mehr braucht?
        Wie gesagt, kein Mensch wird je KI für irgendwas brauchen.
        Zitat von XT1024
        Braucht man mehr als eine Höhle mit Bärenfell?
        So etwas im "PCGH"-Forum zu schreiben ist schon amüsant.

        Wenn es alle Dinge, von denen irgendein Dahergelaufener behauptet, man bräuchte diese nicht, auch nicht gäbe, sähe es echt düster aus.
        Wer keine Ahnung hat, sollte sich zurückhalten
      • Von Kell-Conerem Freizeitschrauber(in)
        Antwort auf die Frage, die ganz am ende des Artikels: nutze 16GB Alt. ehrwürdigen DDR3 2400 und es ist ausreichend.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von GamingX
        Kein Mensch braucht KI, absolut überbewertetes Thema, das ist ein [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Braucht man mehr als eine Höhle mit Bärenfell?
        So etwas im "PCGH"-Forum zu schreiben ist schon amüsant.

        Wenn es alle Dinge, von denen irgendein Dahergelaufener behauptet, man bräuchte diese nicht, auch nicht gäbe, sähe es echt düster aus.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Die Krise ist bald vorbei. So eine Panikmache kennen wir ja aus anderen Bereichen und Branchen.
        Es wird sich in naher Zukunft wieder legen und dann gibt es wieder genug Speicher für alle.
        Manchmal muss man eben die Füssen stillhalten können.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        Na das kommt jetzt genau richtig .... NICHT !

        Chip-Riese zieht Konsequenz - Schweres Erdbeben vor Taiwan

        Vor der Küste Taiwans hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Das Beben rund 30 Kilometer östlich des Landkreises Yilan sei mit einer Stärke von 7,0 registriert worden, teilte die Wetterbehörde Taiwans mit. Es sei gegen 23.00 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von über 72 Kilometern aufgetreten. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC evakuierte nach den Erdstößen vor der Küste Taiwans vorübergehend einige seiner Einrichtungen. Eine kleine Zahl von Anlagen im Wissenschaftspark Hsinchu, dem Hauptsitz des Unternehmens, habe die Kriterien dafür erreicht, teilte der Konzern mit...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk