Schnellerer RAM: JEDEC veröffentlicht LPDDR5X-Standard
Die JEDEC hat mit LPDDR5X einen neuen Standard veröffentlicht, der auf LPDDR5 basieren und noch höhere Geschwindigkeiten bieten soll. Die Rede ist von bis zu 8.533 Mbps und zusätzlichen Signal- sowie Stabilitätsverbesserungen.
Die US-Organisation JEDEC, die sich die Standardisierung von Halbleiterkomponenten zur Aufgabe gemacht hat, hat die neue Spezifikation JESD209-5B veröffentlicht. Diese aktualisiert den Speicherstandard LPDDR5 und enthält zudem einen neuen Standard namens LPDDR5X, der auf LPDDR5 basiert.
LPDDR5X soll schneller und stabiler werden
Die von der JEDEC beschriebenen Änderungen sind zwar nicht eindeutig zu LPDDR5 oder LPDDR5X zugeordnet, sie dürften sich aber auf LPDDR5X beziehen. Dieser soll demnach Übertragungsraten von bis zu 8.533 Mbps erlauben, während LPDDR5 eine maximale Übertragungsrate von 6.400 Mbps vorsah. Zum Vergleich: DDR4-Speicher ist momentan nur für 3.200 Mbps spezifiziert, auch wenn schnellere Module schon seit langem im Handel zu finden sind
Zusätzlich sieht der LPDDR5X-Standard eine verbesserte Signalqualität durch ein verbessertes Routing der TX- und RX-Leitungen und eine Stabilitätsverbesserung namens "Adaptive Refresh Management" vor. Was sich hinter dieser verbirgt, geht aus der Pressemitteilung leider nicht hervor, und die Spezifikation selbst ist nicht öffentlich einsehbar. Rein anhand des Namens könnte es sich aber beispielsweise um eine dynamische Anpassung der Refresh-Zyklen handeln, damit die Speicherchips dynamisch auf schlechte Umgebungsbedingungen reagieren können.
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Als Einsatzgebiete für LPDDR5X nennt die JEDEC unter anderem die Automobilindustrie, AR- und VR-Anwendungen sowie AI-Berechnungen. Laut dem US-Unternehmen Synopsys, das insbesondere Entwicklungstools für Halbleiterunternehmen entwickelt, haben die ersten Unternehmen zudem schon damit begonnen, an kompatiblen Produkten zu arbeiten.
Quelle: JEDEC via Techpowerup

Dazu kommt das RAM schon längst in einem Bereich angekommen ist bei dem RDRAM einfach physikalisch nicht mehr mithalten kann. Der Vorteil war ja - wenige gute Leitungen mit sehr hoher Frequenz. Aber bei SDRAM sind wir auch schon längst an einer Stelle angekommen bei der alle Datenleitungen genau gemached werden müssen und für die höchsten Bandbreiten nicht nur die Leiterbahnen selbst sondern auch das Substrat und die Anzahl der Schichten seht hohe Standards erfüllen müssen.
Die Alten Vergleiche können heute nicht mehr Rangezogen werden da so gut wie alle Vorteile von Rambus schon längst bei normalen Ram standard sind.
Das "LP" in LPDDR steht für low-power. Der Speicher läuft mit niedrigerer Spannung, höherer Taktrate, aber halber Bus-Breite. Sprich LPDDR 4266 hat die selbe Bandbreite wie DDR4 2133, dafür gibt es aber CPUs die mehr Bänke (4 channel) unterstützen. DDR4 hat eine kürzere Burst-länge - sprich schneller wenn nicht sequenziell sondern Zufällig gelesen wird. (Damti das ganze geht ist LPDDR auch quasi immer direkt verlötet)
Es gibt noch ein paar andere kleine unterschiede, aber generell ist DDR4 einfach deutlich schneller als LPDDR4, braucht aber mehr Strom.
Wenn ich meinen I9 10940x übertakte (z.b: Intel Performance Maximizer) ,was mir ja sicherlich am meisten Leistung in Anwendungen und Games bringt.
Der Speicher-Controller ist auch Übertaktet (was ja keine Kunst ist bei Nennwert DDR4-2933 )
und ich fange an mit 8 Modulen DDR4 3466 Speicher cl 16 im Quad-Channel.
Dann erreiche ich stabile 4.7-4.8 Ghz auf allen Kernen. "moderat" über den Maximizer.
Danach ziehe ich zusätzlich den Speicher auf 3733 mit den cl 16 und erhöhe das Mesh auf 3200.
Was bringt mir da z.B. DDR4 4000 wenn das System dann abstürzt weil es ab 3800 instabil wird.
Ist ja schon "moderat" OC mäßig ausgelutscht mit der Standard Ram Voltage . (Corsair Dominator)
will sagen... die CPU (Speichercontroller) muss das ja auch mitmachen beim Boost und OC.
Bin wirklich gespannt wie weit die neuen Intel CPUs gehen mit den angepriesenen "erweiterten Übertaktungs Funktionen" und dem möglichen RAM Takt.
Natürlich kann ich auch einen RAM OC Rekord anpeilen und lasse die CPU gemütlich untertakten.
Dazu kommt dann natürlich auch noch der höhere RAM Preis.
..
Natürlich kann das in der Autoindustrie ? usw. anders sein. 5G ?
Ich kenne da nicht sie CPU bzw. Speicher Controller Limits.
Kann mir aber nicht vorstellen das die heute im Auto viel höher sind als am PC. ?
Die reale Geschwindigkeit ist extrem wichtig, da damit die Reaktionszeit verringert werden kann. Allerdings hat es einen sehr hohen Preis, wenn man es zu weit treibt. Rambus ist damit ja, zusammen mit Intel ordentlich auf die Nase gefallen, auch wenn der Ansatz durchaus von Erfolg gekrönt war, der Cache der ersten P4 konnte so kleiner ausfallen.
Sehr viel billiger RAM ist eben (meiner Meinung nach) besser, als wenig Luxusspeicher, der nur unmittelbar neben dem CPU Sockel verbaut werden darf und am besten Wassergekühlt wird, um die Temperaturen gering zu halten. Eventuell erlebt dieser Ansatz ja eine Renaissance, wenn die Leistungssteigerungen irgendwann einmal ein Ende haben und man eine geringe RAM Größe besser mit einer SSD kompensieren kann. Sonst werden wir wohl nie real 1GHz sehen.
Bis dahin wird sich der PC 1066 Rambusspeicher, mit seinen 533MHz Realtakt, wacker behaupten und das nach über 20 Jahren.