DRAM und Flash-Speicher: China im Gespräch mit Micron
Vertreter der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform aus China sollen sich vergangene Woche mit Repräsentanten des US-amerikanischen Speicherherstellers Micron getroffen haben, um über die aktuelle Marktsituation von DRAM und Flash-Modulen zu sprechen. Einzelheiten sind noch nicht nach außen gedrungen, China ist jedoch bemüht, die Speicherpreise wieder nach unten zu drücken.
Bereits Ende 2017 soll die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform (National Development and Reform Commission, NDRC) aus China entschlossen haben, mit den drei weltweit größten Speicherherstellern Samsung, SK Hynix und Micron über die aktuelle Marktsituation von DRAM, wie er unter anderem für Arbeits- und Grafikspeicher benötigt wird, und Flash-Modulen (SSDs, etc.) zu sprechen. Konkret gehe es um Vorwürfe, dass die drei Riesen das Angebot künstlich verknappen könnten, um die Preise hochzutreiben. Zunächst habe die chinesische Kartellbehörde mit Samsung im Dezember gesprochen. Einem Bericht des Marktforschers trendforce.com zufolge (via computerbase.de), sei vergangene Woche Micron dran gewesen. Hierzulande ist das Unternehmen vor allem durch seine Tochtermarke Crucial bekannt.
Einzelheiten der Gespräche sind noch nicht nach außen gedrungen. Die Mitteilungen verdeutlichen jedoch, dass die chinesische Regierung den hohen Speicherpreisen den Kampf ansagen möchte. Besonders stark betroffen ist der DRAM, was sich beim DDR4-RAM widerspiegelt: Nach kontinuierlichen Preissteigerungen in den vergangenen Jahren stagnieren die Kosten seit Monaten auf einem hohen Niveau. Laut trendforce.com soll China den weltweit größten Importeur von DRAM (20 Prozent) und NAND-Flash (25 Prozent) darstellen. Die Marktanteile von Samsung, SK Hynix und Micron seien inzwischen auf 44,9, 27,9 beziehungsweise 22,6 Prozent angestiegen, wobei die Margen bei hohen 50 bis 70 Prozent angekommen seien.
Die Forscher stellen sich abschließend die Frage, inwiefern Gespräche zwischen der NDRC und Micron die Beziehung zwischen China und den USA beeinflussen könnte - zuletzt war das Verhältnis der beiden Länder bereits angespannt. Während Micron seinen Hauptsitz in Boise, Idaho, hat, kommen Samsung und SK Hynix aus Südkorea.

Ich muss gestehen dass ich mich nicht sonderlich informiert habe, aber könnte diese "Kartellbehörde" nicht auch Vater- oder Mutter-Staat heißen?
Papa oder Mama die mir, zu einem gewissen Teil, alles bezahlen und ich somit in der Lage bin gegen meine Mitstreiter zu gewinnen, wenn nicht sogar einen besseren Preis bei vermeintlich gleicher Qualität anzubieten?!?
Dann hoffen wir Mal, dass China mit seinen Forderungen durchkommt, denn letztlich ist es offensichtlich, dass die Preise nur durch künstliche Verknappung um fast 300% in kaum 3 Jahren gestiegen sind...
Ach es geht nur um die Preise. Bei der Überschrift hatte ich schon Sorge, dass Micron aufgekauft wird.