DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4

8
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (1)
Quelle: ithome.com

Das Produktionsvolumen von DDR5 soll schon 2023 über dem von DDR4 liegen und ab 2026 90 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Ein Bericht rechnet mit einer schnellen Adaptionsrate, wenn beide CPU-Hersteller ihre Produkte auf dem Markt haben.

Im jüngsten Bericht von Yole Developments zum Status Quo in der Speicherbranche rechnet man damit, dass die Auslieferung von DDR5-Speicher im Jahr 2023 die von DDR4 übersteigt. Im Jahr 2026 soll der DDR5-Markt dann 200 Milliarden US-Dollar schwer sein. Yole Developments rechnet mit einer schnellen Adaptionsrate des neuen Standards, der 2026 90 Prozent des Geschäftes ausmachen soll. Im Gegenzug sollen die letzten Designs von DDR5 nun auf die Reise gehen und dann auch keine nennenswerten Änderungen mehr erfahren.

DDR5 wird zur Markteinführung wie bei Generationswechseln üblich teuer sein, aber auch langfristig rechnet man bei Yole Developments damit, dass die Erlösströme für die Hersteller gut sind, da es einen generellen Trend zu immer mehr Hauptspeicher in Geräten gibt.

DDR 5 startet bei Intel voraussichtlich mit Alder Lake im Herbst 2021 und bei AMD mit Zen 4 - dieses Design wird aber erst für Ende 2022 erwartet, weshalb die Adaption Anfangs davon eingeschränkt ist, dass nur ein Hersteller DDR5 unterstützt und der auch eine Hintertür eingebaut hat, sodass vor allem OEM-Hersteller mit den neuen Prozessoren auch alten RAM verbauen können, um Kosten und Lagerbestände zu reduzieren. Die Vorgehensweise ist üblich und war schon in den letzten Generationen so.

DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (1) Quelle: Yole Developments DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (1) DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (2) Quelle: Yole Developments DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (2)

DDR5 wird mit Geschwindigkeiten von 2.400 - 3.200 MHz nach JEDEC-Spezifikation betrieben und bietet dadurch bis zu 51 GB/s Übertragungsleistung, während DDR4-3200 bis zu 26 GB/s Übertragungsleistung bietet. Im Laufe der Zeit werden auch Module erwartet, die oberhalb dieser Spezifikationen laufen. Die höhere Geschwindigkeit geht natürlich zulasten der Latenzen, die sich auch erst im Laufe der Produktionszeit etwas senken werden. Immerhin fällt der Unterschied nicht so groß aus wie früher - die Hersteller wollen recht nah an dem sein, was DDR4 kann. Nicht durchgesetzt hat sich der permanente EEC-Betrieb. Module sind bereits hier und da angekündigt, aber wann es richtig losgeht, hängt auch von der Verfügbarkeit der neuen Intel-Plattform ab.

Quelle: Yole Developments

8
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SFT-GSG
        Abwarten und Tee trinken, selbst heute werden noch noname Office PC's mit DDR3 verkauft.
        Das sind dann aber entweder Gebrauchtsysteme oder absolut alte Restposten. Vom Volumen her spielen die keine Rolle. Intel und AMD haben die DDR3 Kompatibilität 2017 aufgegeben.

        Zitat von SFT-GSG
        2026 halte ich einen Marktanteil von 50% für realistisch. Bis dahin dürften die Preise gesunken und viele Geräte Abgeschrieben sein.
        Es geht um die Neuverkäufe und da wird es bis 2026 quasi keine DDR4 Geräte mehr geben. Sowie der Preis pro GB von DDR5 unter den von DDR4 sinkt geht alles ganz schnell, binnen weniger Monate ist der alte Standard dann obsolet.

        Zitat von SFT-GSG
        1.1V vs 1.2V machen den Kohl dort auch nicht fett....
        Das sind schonmal 20% weniger Verbrauch und DDR5 ist (bei gleicher Effektivrate) um die Hälfte langsamer getaktet, das spart nochmal viel Energie ein. Außerdem will die Geschwindgkeit auch bei Laptops gesteigert werden.

        Zitat von Ingo_Knito
        Okay, Alder Lake wird beides unterstützen. Aber der Plattformwechsel (man braucht ja eh ein neues Board) macht erst richtig Sinn, wenn man auch den RAM erneuert. Da würde ich mir nicht den Klotz mit "veraltetem RAM" ans Bein binden, der dann später noch einen Boardwechsel nötig macht. (Kombiboards wird es vermutlich nicht geben.) Und wenn man auf's Geld gucken muss, kauft man halt die Vorgängergeneration.
        Im Prinzip hast du es dir selbst beantwortet: solange DDR4 wesentlich billiger ist, bleibt man auch dabei (zumindest ich). Wenn man nicht jedes Jahr aufrüstet, dann behält man Board und RAM sowieso eine längere Zeit. In 4-5 Jahren ist dann immer ein Boardwechsel nötig und der teuer eingekaufte Superspeicher ist bis dahin eine lahme Krücke, die das System ausbremst und mit ihrer geringen Kapazität die RAM Slots verstopft.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SFT-GSG
        Abwarten und Tee trinken, selbst heute werden noch noname Office PC's mit DDR3 verkauft.
        Das sind dann aber entweder Gebrauchtsysteme oder absolut alte Restposten. Vom Volumen her spielen die keine Rolle. Intel und AMD haben die DDR3 Kompatibilität 2017 aufgegeben.

        Zitat von SFT-GSG
        2026 halte ich einen Marktanteil von 50% für realistisch. Bis dahin dürften die Preise gesunken und viele Geräte Abgeschrieben sein.
        Es geht um die Neuverkäufe und da wird es bis 2026 quasi keine DDR4 Geräte mehr geben. Sowie der Preis pro GB von DDR5 unter den von DDR4 sinkt geht alles ganz schnell, binnen weniger Monate ist der alte Standard dann obsolet.

        Zitat von SFT-GSG
        1.1V vs 1.2V machen den Kohl dort auch nicht fett....
        Das sind schonmal 20% weniger Verbrauch und DDR5 ist (bei gleicher Effektivrate) um die Hälfte langsamer getaktet, das spart nochmal viel Energie ein. Außerdem will die Geschwindgkeit auch bei Laptops gesteigert werden.

        Zitat von Ingo_Knito
        Okay, Alder Lake wird beides unterstützen. Aber der Plattformwechsel (man braucht ja eh ein neues Board) macht erst richtig Sinn, wenn man auch den RAM erneuert. Da würde ich mir nicht den Klotz mit "veraltetem RAM" ans Bein binden, der dann später noch einen Boardwechsel nötig macht. (Kombiboards wird es vermutlich nicht geben.) Und wenn man auf's Geld gucken muss, kauft man halt die Vorgängergeneration.
        Im Prinzip hast du es dir selbst beantwortet: solange DDR4 wesentlich billiger ist, bleibt man auch dabei (zumindest ich). Wenn man nicht jedes Jahr aufrüstet, dann behält man Board und RAM sowieso eine längere Zeit. In 4-5 Jahren ist dann immer ein Boardwechsel nötig und der teuer eingekaufte Superspeicher ist bis dahin eine lahme Krücke, die das System ausbremst und mit ihrer geringen Kapazität die RAM Slots verstopft.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ich bin schon gespannt auf die Perfomance-Unterschiede zwischen DDR4 und DDR5.
      • Von Ingo_Knito PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Doc, wo steht der DeLorean?
        Auf dem Parkplatz der Pressestellen von Intel und AMD.

        Mal ehrlich, ich verstehe den ganzen Rummel um jede DDR5-Meldung nicht. Die aktuellen CPUs wollen DDR4, also wird DDR4 gekauft. Die neuen CPUs wollen dann DDR5, also wird dann DDR5 gekauft. Da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren.

        Okay, Alder Lake wird beides unterstützen. Aber der Plattformwechsel (man braucht ja eh ein neues Board) macht erst richtig Sinn, wenn man auch den RAM erneuert. Da würde ich mir nicht den Klotz mit "veraltetem RAM" ans Bein binden, der dann später noch einen Boardwechsel nötig macht. (Kombiboards wird es vermutlich nicht geben.) Und wenn man auf's Geld gucken muss, kauft man halt die Vorgängergeneration.

        Die DDR4 Unterstützung ist hauptsächlich für OEMs, damit sie mit dem nigelnagelneuesten Prozessor Werbung machen und dem unwissenden Kunden trotzdem alten Billigramsch andrehen können.

        Spätestens mit Zen 4 ist der Drops eh gelutscht, da braucht man keine Zeitmaschine, um den zukünftigen Bedarf abschätzen zu können. Unsere Personalabteilung braucht auch keine Glaskugel, um die Anzahl unserer Ausbildungsplätze zu ermitteln. Die wissen, wer wann in Rente geht und ersetzt werden muss.
      • Von SFT-GSG BIOS-Overclocker(in)
        Abwarten und Tee trinken, selbst heute werden noch noname Office PC's mit DDR3 verkauft. 2026 halte ich einen Marktanteil von 50% für realistisch. Bis dahin dürften die Preise gesunken und viele Geräte Abgeschrieben sein.

        DDR5 dürfte vor allem im Server- und Gamingbereich interessant werden. Der Preis wird entscheiden wann das ganze in Notebooks zum Einsatz kommt. 1.1V vs 1.2V machen den Kohl dort auch nicht fett....
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Es gibt noch keinen DDR5_RAM, aber man weiß schon, wie viel in zwei Jahren verkauft wird?

        Doc, wo steht der DeLorean?
        Problem könnte / dürfte die Überschrift sein die suggeriert das in 1 1/2 Jahren mehr DDR5 Speicher auf dem Markt sein wird als DDR4; was garantiert nicht stimmen dürfte.
        Wird aber schon ein Satz später genauer geschrieben was gemeint ist.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk