DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4
Das Produktionsvolumen von DDR5 soll schon 2023 über dem von DDR4 liegen und ab 2026 90 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Ein Bericht rechnet mit einer schnellen Adaptionsrate, wenn beide CPU-Hersteller ihre Produkte auf dem Markt haben.
Im jüngsten Bericht von Yole Developments zum Status Quo in der Speicherbranche rechnet man damit, dass die Auslieferung von DDR5-Speicher im Jahr 2023 die von DDR4 übersteigt. Im Jahr 2026 soll der DDR5-Markt dann 200 Milliarden US-Dollar schwer sein. Yole Developments rechnet mit einer schnellen Adaptionsrate des neuen Standards, der 2026 90 Prozent des Geschäftes ausmachen soll. Im Gegenzug sollen die letzten Designs von DDR5 nun auf die Reise gehen und dann auch keine nennenswerten Änderungen mehr erfahren.
DDR5 wird zur Markteinführung wie bei Generationswechseln üblich teuer sein, aber auch langfristig rechnet man bei Yole Developments damit, dass die Erlösströme für die Hersteller gut sind, da es einen generellen Trend zu immer mehr Hauptspeicher in Geräten gibt.
DDR 5 startet bei Intel voraussichtlich mit Alder Lake im Herbst 2021 und bei AMD mit Zen 4 - dieses Design wird aber erst für Ende 2022 erwartet, weshalb die Adaption Anfangs davon eingeschränkt ist, dass nur ein Hersteller DDR5 unterstützt und der auch eine Hintertür eingebaut hat, sodass vor allem OEM-Hersteller mit den neuen Prozessoren auch alten RAM verbauen können, um Kosten und Lagerbestände zu reduzieren. Die Vorgehensweise ist üblich und war schon in den letzten Generationen so.
Quelle: Yole Developments
DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (1)
Quelle: Yole Developments
DDR5-Volumen ab 2023 angeblich schon über DDR4 (2)
DDR5 wird mit Geschwindigkeiten von 2.400 - 3.200 MHz nach JEDEC-Spezifikation betrieben und bietet dadurch bis zu 51 GB/s Übertragungsleistung, während DDR4-3200 bis zu 26 GB/s Übertragungsleistung bietet. Im Laufe der Zeit werden auch Module erwartet, die oberhalb dieser Spezifikationen laufen. Die höhere Geschwindigkeit geht natürlich zulasten der Latenzen, die sich auch erst im Laufe der Produktionszeit etwas senken werden. Immerhin fällt der Unterschied nicht so groß aus wie früher - die Hersteller wollen recht nah an dem sein, was DDR4 kann. Nicht durchgesetzt hat sich der permanente EEC-Betrieb. Module sind bereits hier und da angekündigt, aber wann es richtig losgeht, hängt auch von der Verfügbarkeit der neuen Intel-Plattform ab.
Quelle: Yole Developments

Mal ehrlich, ich verstehe den ganzen Rummel um jede DDR5-Meldung nicht. Die aktuellen CPUs wollen DDR4, also wird DDR4 gekauft. Die neuen CPUs wollen dann DDR5, also wird dann DDR5 gekauft. Da gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren.
Okay, Alder Lake wird beides unterstützen. Aber der Plattformwechsel (man braucht ja eh ein neues Board) macht erst richtig Sinn, wenn man auch den RAM erneuert. Da würde ich mir nicht den Klotz mit "veraltetem RAM" ans Bein binden, der dann später noch einen Boardwechsel nötig macht. (Kombiboards wird es vermutlich nicht geben.) Und wenn man auf's Geld gucken muss, kauft man halt die Vorgängergeneration.
Die DDR4 Unterstützung ist hauptsächlich für OEMs, damit sie mit dem nigelnagelneuesten Prozessor Werbung machen und dem unwissenden Kunden trotzdem alten Billigramsch andrehen können.
Spätestens mit Zen 4 ist der Drops eh gelutscht, da braucht man keine Zeitmaschine, um den zukünftigen Bedarf abschätzen zu können. Unsere Personalabteilung braucht auch keine Glaskugel, um die Anzahl unserer Ausbildungsplätze zu ermitteln. Die wissen, wer wann in Rente geht und ersetzt werden muss.
DDR5 dürfte vor allem im Server- und Gamingbereich interessant werden. Der Preis wird entscheiden wann das ganze in Notebooks zum Einsatz kommt. 1.1V vs 1.2V machen den Kohl dort auch nicht fett....
Doc, wo steht der DeLorean?
Wird aber schon ein Satz später genauer geschrieben was gemeint ist.