DDR5: Spezifikationen noch 2016, Markteinführung 2020
Auf dem IDF wird bekanntermaßen auch viel in die Zukunft geblickt. Bei Arbeitsspeicher ist das DDR5. Dessen Spezifikationen sollen noch dieses Jahr von der JEDEC festgelegt werden, eine Markteinführung ist aber nicht vor 2020 zu erwarten. Spieler können durchaus in ein gutes DDR4-Kit investieren, ohne binnen kürzester Zeit alten Gammel zu besitzen.
Neben PCI Express ist auch DDR5 ein Thema auf dem IDF. Auch wenn der Standard in weiter Ferne liegt, arbeitet die JEDEC als aufsehendes Gremium bereits an den Spezifikationen des Speichers. Bis Ende 2016 sollen die stehen, allerdings sollte niemand damit rechnen, dass es vor 2020 auch Produkte auf dem Markt geben wird. Intel bestätigte zwar, dass man bereits an einer neuen Version von XMP arbeitet, mit dem der Speicher noch einfacher übertaktet werden kann, aber auch das ist Zukunftsmusik.
Derweil ist DDR4 bei Intel weitestgehend im gesamten aktuellen Portfolio angekommen. Abgesehen von den Low-Cost-Chips wie jenen für Tablets unterstützen alle aktuellen Modelle DDR4. Teile davon verstehen sich auch mit DDR3 in seiner stromsparenden Form mit dem Zusatz LP, aber der spielt laut Intel im Markt kaum eine Rolle. Er kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn auf engstem Raum agiert werden muss und der Kostendruck hoch ist. Hier spielt aber auch die reine Leistung eine untergeordnete Rolle.
Für die nahe Zukunft relevant ist im Gaming-Segment Kaby Lake und Zen. Bei Kaby Lake wird Intel die Unterstützung von DDR4-2400 einführen, während Zen in seiner ersten Ausbaustufe als Summit Ridge wohl auch eben diesen Standard unterstützen wird. Offiziell wird allerdings allgemein nur von DDR4 gesprochen. Bevor es zu DDR5 geht, wird der Markt aber insbesondere bei Servern wohl einen Zwischenschritt in Form des 3D Xpoint einlegen. Die NVDIMMs bieten höhere Leistung als DDR4 und sind zudem nicht flüchtig. Außerdem lassen sich so im Serverbereich die Kapazitäten leicht erhöhen.
In der Praxis bedeutet das für Spieler, dass man nach bisherigem Kenntnisstand durchaus in ein ordentliches Set DDR4-Speicher investieren kann und dieser auch noch die eine oder andere Generation weiterverwendet werden kann, wenn man die Menge nicht zu knapp bemisst. 3D X-Point wird im Desktop-Segment aufgrund der Kosten so schnell keine Rolle spielen und auch die hohen Kapazitäten sind nicht zwingend nötig. Wer heute wenigstens 16, besser zukunftsorientierte 32 Gigabyte verbaut hat, dürfte längere Zeit ruhe haben. Bei Gaming-Notebooks könnte LPDDR4X eine Rolle spielen, der mit niedrigen Spannungen hohe Leistungen erzielt, aber zunächst teuer ist.
Quelle: Golem

Test:
DC | Drucker-Finder[]=D&t[]=S&t[]=SL&c[]=G-1&so=_name
Jep, der offizielle JEDEC-Standard für DDR3 geht nur bis 2133 und Summit-Ridge bietet gar keinen DDR3-Support an.
Soweit ich weiß gibt es für DDR3-2400 keinen offiziellen Standard von der JEDEC. Diesen zu unterstützen wäre demnach nicht möglich.
DDR4-2400 hingegen wäre der nächste logische Schritt nachdem Skylake offiziell bis DDR4-2133 unterstützt.