Lage bei RAM-Preisen spitzt sich dramatisch zu: Diese DDR5-Sparoptionen gibt es noch

Mehrwert für unsere User:

Gute, ehrliche und unabhängig recherchierte Angebote. Mehr Infos

11
News Stephan Wilke Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Lage bei RAM-Preisen spitzt sich dramatisch zu: Diese DDR5-Sparoptionen gibt es noch
Quelle: Erzeugt mit DALL-E 3

Die großen Speicherfertiger Samsung, Micron und SK Hynix haben die Preise erhöht und auf dem Markt wird DRAM knapp. Wie stark die Preise bereits gestiegen sind und bei welchen Kits man noch günstig zuschlagen kann - eine Einschätzung.

PC-Spieler, welche derzeit den Wechsel auf eine neue Plattform wie AMDs Sockel AM5 oder auch Intels Sockel 1851 planen, dürften eine böse Überraschung erleben, wenn sie aktuell die Preise von RAM-Kits prüfen, denn diese sind in vielen Fällen innerhalb kurzer Zeit deutlich angestiegen. Ganz überraschend kommt das nicht: Vor rund einem Monat berichteten wir bereits darüber, dass Samsung die Vertragspreise für viele DRAM-Produkte um rund 15 bis 30 Prozent erhöht hat und auch die Konkurrenten Micron und SK Hynix vergleichbare Preisanpassungen vorgenommen haben. Vergangene Woche berichteten wir schließlich davon, dass in der Branche teilweise schon von einer "zehnjährigen Phase knapper Versorgung" bei RAM-Chips und NAND geredet wird (auch wenn Aussagen über so lange Zeiträume nicht überbewertet werden sollten).

Diese RAM-Kits sind jetzt noch günstig

Inzwischen zeigt sich immer deutlicher, dass das zu geringe, nach Preisrückgängen im Jahr 2023 von den Fertigern verknappte Angebot und die insbesondere durch KI-Server erhöhte Nachfrage nun auch im Handel zu Preisanstiegen führt. Aufrüster stellt die ungünstigte Preisentwicklung vor ein Problem, zumal derzeit nicht abzusehen ist, welche Preissprünge in den nächsten Wochen und Monaten noch anstehen.

Beispielhaft zeigen wir in diesem Artikel vier Fälle auf, bei denen die Preise für die RAM-Kits innerhalb einer kurzen Zeitspanne massiv angestiegen sind. Zuerst einmal haben wir uns aber auf dem Markt nach DDR5-Arbeitsspeicher umgesehen, der von den Preiserhöhungen noch nicht übermäßig betroffen und damit für sparsame Aufrüster einen besonderen Blick wert ist. Es handelt sich um die jeweils günstigsten Produkte im PCGH-Preisvergleich, welche bei 32, 48 und 64 GiByte Kapazität für die Taktfrequenzen DDR5-6000 und DDR5-6400 erhältlich sind.

32 GiByte DDR5-6000:

32 GiByte DDR5-6400:

48 GiByte DDR5-6000:

48 GiByte DDR5-6400:

64 GiByte DDR5-6000:

64 GiByte DDR5-6400:

Die Zeiten, in denen man 32 GiByte DDR5-RAM für unter 100 Euro kaufen konnte, scheinen damit bald vorüber zu sein, zumal auch der Griff zu niedrigeren garantierten Taktfrequenzen wie DDR5-5600/5200 oder gar DDR5-4800 kein relevantes Sparpotenzial bietet; ein günstigeres Kit als das Klevv Fit V Ceramic White KD5AGU880-56K300F für 91,95 Euro ist uns zumindest nicht bekannt.

So heftig fallen die Preissteigerungen bisher aus

Dass es bei den steigenden RAM-Preisen keineswegs um moderate Preisschwankungen handelt, die stets über den Zeitraum einiger Wochen und Monate zu beobachten sind, sondern die Preise aktuell rasant steigen, sollen im Folgenden vier Beispiele aufzeigen. Es handelt sich dabei natürlich nur um eine Momentaufnahme - nimmt die Geschwindigkeit der Preissteigerungen nicht bald deutlich ab, dürften die derzeitigen Preise noch deutlich übertroffen werden.

Beispiel 1: G.Skill Trident Z5 Royal Neo RGB Silver F5-6000J2836G16GX2-TR5NS

Vor einem Monat lag der Bestpreis für das 32 GiByte fassende Kit mit einer Freigabe für DDR5-6000 (28-36-36-96) noch bei rund 158 Euro, jetzt ist es nicht mehr für unter ca. 222 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von über 40 % innerhalb eines Monats.

G.Skill Trident Z5 Royal NEO RGB Silver F5-6000J2836G16GX2-TR5NS (2× 16 GiByte DDR5-6000, 28-36-36-96)

Beispiel 2: Corsair Dominator Titanium RGB CMP32GX5M2X7200C34W

Dieses für DDR5-7200 (34-44-44-96) freigegebene Set mit 32 GiByte Kapazität bekam man vor zwei Wochen noch für rund 205 Euro, jetzt zahlt man bereits mindestens ca. 257 Euro dafür. Damit haben wir es mit einer Preiserhöhung um 25 % in zwei Wochen zu tun.

Corsair Dominator Titanium RGB CMP32GX5M2X7200C34W (2× 16 GiByte DDR5-7200, 34-44-44-96)

Beispiel 3: Kingston Fury Beast KF560C30BBEK2-64

Hierbei handelt es sich um ein 64 GiByte großes Speicherkit, welches bei der Taktstufe DDR5-6000 einen stabilen Betrieb mit 30-36-36er-Timings ermöglicht. Vor einem Monat bekam man es noch ab rund 213 Euro, vor einer Woche ab 224 Euro. Jetzt ist es nicht mehr für unter ca. 271 Euro lieferbar. Damit ist der Preis in einer Woche um über 20 % gestiegen.

Kingston Fury Beast KF560C30BBEK2-64 (2× 32 GiByte DDR5-6000, 30-36-36)

Beispiel 4: G.Skill Ripjaws S5 F5-6400J3239G32GX2-RS5K

Auch in diesem Fall handelt es sich um ein Arbeitsspeicher-Pärchen mit 64 GiByte Gesamtkapazität. Es ist für DDR5-6400 bei den Timings 32-39-39-102 freigegeben. Vor zehn Tagen war es noch ab rund 238 Euro bestellbar, nun verlangt der günstigste Händler bereits ca. 389 Euro. Damit hat sich der Preis in nur zehn Tagen um mehr als 60 % erhöht.

G.Skill Ripjaws S5 F5-6400J3239G32GX2-RS5K (2×32 GiByte DDR-6400, 32-39-39-102)

DDR4-RAM stellt keine vernünftige Fluchtoption dar

Das sind zwar zugegebenermaßen einige der extremsten Fälle, die uns bei den Preisaktualisierungen für den RAM-Einkaufsführer in der kommenden PCGH-Ausgabe 12/25 aufgefallen sind, doch die Tendenz ist eindeutig: Die Preiserhöhungen der Chipfertiger sind beim Endkunden angekommen. Nur ein paar Tage mit dem Kauf zu warten, kann bedeuten, dass man für das favorisierte DDR5-Kit auf einmal erheblich mehr bezahlen oder sich nach einer Alternative umsehen muss, die von den heftigen Preisanstiegen noch etwas verschont wurde.

DDR4-RAM ist übrigens keine echte Alternative: Nicht nur, dass der veraltete Speicherstandard sowieso nur noch für Upgrades nicht mehr ganz frischer Systeme etwa auf der Basis von Sockel AM4, 1200 oder 1700 infrage kommt - auch hier sind die Preise erheblich gestiegen, da die Chipfertiger ihre Produktion auslaufen lassen. Hier erfolgte der Ausverkauf aber bereits im Sommer, sodass viele Kits heute 60 bis 100 Prozent teurer sind als noch vor wenigen Monaten oder vom Markt bereits verschwunden sind.

Die besten Deals

Wer sich nicht nur für günstigen Arbeitsspeicher, sondern auch für noch mehr aktuelle Spar-Angebote von Amazon, Alternate, Media Markt und Co. interessiert, sollte unseren Deal-Newsletter abonnieren und unsere Daily Deals nicht verpassen. Eine fundierte Kaufberatung für Technik-Produkte liefert unser PCGH-Technik-Ratgeber-Portal. Preise der begehrten Geforce- sowie Radeon-Grafikkarten und weiteren Technik-Produkten lassen sich mit dem PCGH-Preisvergleich prüfen. Wichtig: Preise und Verfügbarkeit wurden vor der Veröffentlichung gewissenhaft geprüft, können sich aber kurzfristig ändern. Verbindlich sind die Angaben beim jeweiligen Anbieter.

11
    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Proxxo
        Ich bestell mir gerade monatlich häppchenweise die Teile für nen neuen PC. Am Ende solls einen 9800 x3d und ne 5080 geben. Ist es da schlau jetzt schon beim Ram zuzuschlagen? Ich hab mich in das Thema noch nicht eingelesen und kann nicht abschätzen ob da 6000er oder 6400er besser / passender wären. Jemand ne Idee?
        Kaufen so schnell es geht. Die Preise steigen gerade aufgrund mangelnder Verfügbarkeit enorm an. Vor allem 2x32GB Kits sind deutlich im Preis gestiegen.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Proxxo
        Ich bestell mir gerade monatlich häppchenweise die Teile für nen neuen PC. Am Ende solls einen 9800 x3d und ne 5080 geben. Ist es da schlau jetzt schon beim Ram zuzuschlagen? Ich hab mich in das Thema noch nicht eingelesen und kann nicht abschätzen ob da 6000er oder 6400er besser / passender wären. Jemand ne Idee?
        Kaufen so schnell es geht. Die Preise steigen gerade aufgrund mangelnder Verfügbarkeit enorm an. Vor allem 2x32GB Kits sind deutlich im Preis gestiegen.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Nimm den 6000er mit CL30 oder CL28. Wenn 6400 nicht mit Expo/XMP stabil läuft, dann musst du die Timings alle von Hand anpassen, da für 6000 wahrscheinlich kein Profil vorhanden ist.. 6000 läuft zu 99%.
      • Von Proxxo Schraubenverwechsler(in)
        Ich bestell mir gerade monatlich häppchenweise die Teile für nen neuen PC. Am Ende solls einen 9800 x3d und ne 5080 geben. Ist es da schlau jetzt schon beim Ram zuzuschlagen? Ich hab mich in das Thema noch nicht eingelesen und kann nicht abschätzen ob da 6000er oder 6400er besser / passender wären. Jemand ne Idee?
      • Von Balanarius Freizeitschrauber(in)
        hier hat jede Kiste im Haus mindestens 64 GB, daher WAYNE ... ...zumindest vorerst.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk