AMD: Zen 7 für AM5, Sockel AM6 erst mit DDR6 und PCIe 6.0?

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AMD: Zen 7 für AM5, Sockel AM6 erst mit DDR6 und PCIe 6.0?
Quelle: AMD

AMD hat zur Computex 2026 bestätigt, dass der Sockel AM5 bis mindestens 2029 mit neuen Zen-Architekturen versorgt wird. Einen Nachfolger gibt es laut David McAfee erst, wenn DDR6 und PCI Express 6.0 einen echten Mehrwert bieten.

Der Chiphersteller aus dem kalifornischen Santa Clara hat auf der Computex 2026 in Taipeh im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Medienvertretern erstmals offengelegt, unter welchen Bedingungen ein Wechsel auf einen neuen Sockel überhaupt infrage kommt. Wer den Kauf eines Systems mit Sockel AM5 plant, erhält demnach eine belastbare Planungsgrundlage, denn der Support für die aktuelle Plattform ist mindestens bis ins Jahr 2029 ausgelegt, sagt David McAfee, welcher den Geschäftsbereich für AMDs Ryzen-CPUs und Radeon-GPUs anführt.

AMD knüpft den neuen Sockel an DDR6 und PCI Express 6.0

Einen neuen Sockel bezeichnet McAfee als "disruptiven" Eingriff, der ein komplett neues Platinen-Layout erzwingt und die Speicheranbindung, die Signalintegrität, das Routing von PCI Express sowie die Spannungsversorgung neu ordnet. In Zeiten vor der Vorstellung von AM4 habe AMD seine Plattform im Abstand von ein bis zwei Jahren gewechselt, was OEMs wie Endkunden gleichermaßen belastet habe, begründete der General Manager die mit AM5 eingeschlagene Strategie.

Ein neuer Sockel ist also ein disruptiver Eingriff in ein Mainboard, der ein komplett neues Layout dessen verlangt, was ich die am schwierigsten zu routenden Kernbereiche der Platine nenne:

Speicherführung, Signalintegrität, PCIe-Routing, Spannungsversorgung, Übertaktbarkeit, und genau darauf achten die Mainboard-Hersteller am meisten, würde ich sagen, weil es das ist, was den Enthusiasten am wichtigsten ist. — David McAfee

Aus dieser Erfahrung speist sich die heutige Linie von AMD, eine Fassung über mehrere CPU-Generationen hinweg zu pflegen; auch Intels jüngsten Schwenk zu längerer Sockel-Laufzeit kann David McAfee deshalb nachvollziehen.

AM5 bis 2029: Zwei neue Zen-Architekturen für den Sockel

Mindestens zwei vollständig neue Architekturen landen noch auf AM5: Zen 6 und wohl auch Zen 7. Hinzu kommen möglicherweise Auffrischungen auf Basis bestehender Mikro-Architekturen, wie sie AMD bereits beim Vorgänger AM4 aufgelegt hat.

2026 sehen wir dieses Fenster weiter aufgehen. Wir haben Produkte, die das tragen, und wir sind überzeugt, dass das Speicher-Ökosystem das klar unterstützt. Wir sind zuversichtlich, dass wir bis 2029 neue Produkte und Architekturen auf die AM5-Plattform bringen. — David McAfee

Nach Zen 4 und Zen 5 käme der Sockel AM5 damit auf vier Architektur-Generationen und würde die ohnehin lange Produktpflege von AM4 noch übertreffen. Die nächste Ryzen-Generation ("Olympic Ridge") setzt auf TSMCs Fertigung in 2 nm, während kommende Next-Next-Gen-Ryzen ("Grimlock Ridge") voraussichtlich auf einen kleineren Prozess in 1,4 nm wechseln werden.

Wann AMD auf einen neuen Sockel wechselt

Drei Faktoren entscheiden über einen Plattformwechsel: ein neuer Industriestandard, ein spürbarer Mehrwert für den Nutzer und veränderte Anforderungen der Käufer, so David McAfee. Auf der Zeitachse markieren DDR6 und PCI Express 6.0 die nächsten dieser Wendepunkte, treiben aber zugleich die Platinenkosten in die Höhe.

AMDs Sockel-Roadmap: AM4 wird bis mindestens 2026, AM5 bis mindestens 2029 unterstützt. Quelle: AMD AMDs Sockel-Roadmap: AM4 wird bis mindestens 2026, AM5 bis mindestens 2029 unterstützt. Den Wechsel von PCIe 4.0 auf 5.0 führt David McAfee dabei als Mahnung an: Auf dem Papier verdoppelten SSDs mit PCI Express 5.0 den Durchsatz, im Spielealltag blieb der Gewinn jedoch kaum spürbar. Erst wenn der Nutzen die Mehrkosten "klar rechtfertigt" und sich zugleich die Bedürfnisse von Spielern und Bastlern verschieben.

Speicherkrise verschiebt das Fenster für DDR6

Ursprünglich verortete AMD den Umstieg auf DDR6 in den Jahren 2027 und 2028. Die anhaltend hohen Speicherpreise haben dieses Fenster nach hinten geschoben, weil teurer Arbeitsspeicher den Wechsel auf eine neue, ohnehin kostspieligere Plattform zusätzlich unattraktiv macht.

Ein sichtbares Zeichen dieser Lage ist die Rückkehr des Ryzen 7 5800X3D für den betagten Sockel AM4, den AMD passend zur Marktlage erneut auflegt. DDR4-Speicher wäre andernfalls längst Geschichte; erst die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage hält sowohl den alten Speicher als auch die alte Plattform weiterhin am Leben.

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Quelle: AMD via Wccftech

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Freut mich, dann wird es eventuell doch ein Upgrade geben.

        Zitat von DevouringKing
        Schon lange bekannt (Tom von Moores Law is Death sagte das schon letztes Jahr mehrfach)
        Netter freudscher Verprecher

        MLiD ist relativ unzuverlässig, von daher ist es schön, wenn es jetzt bestätigt wurde. Wobei: bestätigt wurde hier rein garnichts MLiD hat wild über Kerne, Cache und Takt spekuliert (letzteres ist komplett unseriös). Den interessanten Teil, mit dem Sockel, haben sie jedoch ausgespart. Von daher bleiben es nur Gerüchte, die sich die meisten auch hätten selbst ausdenken können.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Freut mich, dann wird es eventuell doch ein Upgrade geben.

        Zitat von DevouringKing
        Schon lange bekannt (Tom von Moores Law is Death sagte das schon letztes Jahr mehrfach)
        Netter freudscher Verprecher

        MLiD ist relativ unzuverlässig, von daher ist es schön, wenn es jetzt bestätigt wurde. Wobei: bestätigt wurde hier rein garnichts MLiD hat wild über Kerne, Cache und Takt spekuliert (letzteres ist komplett unseriös). Den interessanten Teil, mit dem Sockel, haben sie jedoch ausgespart. Von daher bleiben es nur Gerüchte, die sich die meisten auch hätten selbst ausdenken können.
      • Von Govego BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Hellfire13
        Und wann DDR6 und vielmehr noch PCIe 6.0 einen relevanten Mehrwert gegenüber den aktuellen Standards bringen werden ist derzeit schlicht noch nicht abzusehen bzw. sieht es nicht danach aus, dass das schon 2027, 2028 oder auch 2029 der Fall sein wird.
        Für Spieler wird das locker noch 10 Jahre dauern.
        Als Zocker kommt man heutzutage auch noch sehr gut mit PCIe 3.0 klar. Grakas benötigen ihn vor allem, wenn der VRAM ausgeht und über M2 brauchen wir uns gar nicht erst unterhalten.
        DDR6 ist dann interessant wegen der größeren Speicherkapazität. Aber damit Spiele heraus kommen, die wirklich +64GB RAM benötigen, wird es auch noch eine sehr lange Weile dauern (Star Citizen mal ausgenommen).
        Tja, die Hardware ist in dem Punkt der Software schon ziemlich weit vorraus.

        Beim Arbeiten sieht das alles natürlich anders aus!
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Zitat

        Zen 7 für AM5
        Damit packt AMD wieder mal den Hammer aus. Das gab es bisher noch nie. Es freut mich eines Tages von Zen 4 nach Zen 7 aufzurüsten.🥲
        Da war doch meine Vermutung im März doch gar nicht abwegig gewesen.😉
      • Von Hellfire13 Kabelverknoter(in)
        Macht halt absolut Sinn. Man hat ja schon bei AM5 gesehen, dass der Start zunächst ziemlich schleppend verlief weil einerseits die Plattformkosten ziemlich hoch waren (teurer neuer DDR5-Speicher, aber auch teurere Boards wegen dem neuen Speicher und PCIe 5.0) und andererseits der Nutzen von DDR5 und vor allem PCIe 5.0 kaum im Verhältnis zu den Kosten stand (und konkret PCIe 5.0 auch bis heute kaum nennenswerten Mehrwert hat für die breite Masse). Erst als vor allem die DDR5-Preise und dazu auch die Mainboard-Preise nachgaben (bzw. bei den Mainboards günstigere Einstiegsoptionen mit etwa B650 verfügbar wurden) kam dann AM5 so langsam in Fahrt.

        Jetzt im Angesicht der womöglich oder vermutlich noch länger, also eben über den ursprünglich geplanten Wechsel zu AM6 um 2027 oder 2028 hinaus anhaltenden Speicherkrise wird das Problem der hohen preislichen Einstiegs/Umstiegshürde nochmal verschärft. Und wann DDR6 und vielmehr noch PCIe 6.0 einen relevanten Mehrwert gegenüber den aktuellen Standards bringen werden ist derzeit schlicht noch nicht abzusehen bzw. sieht es nicht danach aus, dass das schon 2027, 2028 oder auch 2029 der Fall sein wird.

        Die sinnvolle Konsequenz aus dieser Lage ist dann eben die Lebenszeit von AM5 entsprechend zu verlängern. Und dass das auch sehr wahrscheinlich bzw. ja jetzt nahezu offiziell bestätigt bedeutet, dass wir auch noch Zen7 für AM5 bekommen werden ist auch konsequent und sinnvoll. Wenn jetzt AM5 noch bis 2030 die aktuelle Desktop-Plattform bleibt wäre es schon ziemlich dünn nur noch Zen6 und danach vielleicht noch einen Refresh, also Zen 6+ oder so, zu bringen, man will ja schließlich trotzdem noch möglichst guten Umsatz erwirtschaften und über jetzt noch mindestens 3,5 odere vielleicht auch eher 4 Jahre oder so nur mit einer weiteren neuen Architektur aufwarten zu können wäre wohl nicht sonderlich attraktiv. Und dazu läuft ja die Entwicklung neuer Architekturen durchaus noch ziemlich normal weiter würde ich sagen, nach allem was man so hört/liest ist etwa Zen6 für den Server/Businessbereich schon in Produktion und die Desktop-Versionen sind ebenfalls quasi fertig und könnten zeitnah in Produktion gehen, dazu ist Zen7 schon weit fortgeschritten und im Plan für einen möglichen Release 2028 (zudem wurde bezüglich Zen7 wohl schon seit gut einem Jahr aktiv an der Möglichkeit eines Release für AM5 gearbeitet, sodass mittlerweile klar ist, dass das wohl problemlos möglich ist) und auch an Zen8 wird schon gearbeitet. Da will man jetzt vermutlich auch nicht unbedingt auf die Bremse treten müssen bzw. fertige Architekturen möglicherweise über Jahre hinweg zumindest für den Desktop zurückhalten.

        Unterm Strich auf jeden Fall eine gute Nachricht. Die Quasi-Bestätigung, dass wir wohl Zen7 noch für AM5 bekommen werden steigert auf jeden Fall die Attraktivität der AM5-Plattform, nicht zuletzt auch mit Blick auf die Intel-Konkurrenz und die dort anstehende neue Generation und den neuen Sockel. Wer jetzt gerade, so wie ich zum Beispiel über ein Upgrade nachdenkt (ja, trotz der Speicherkrise und der absurden Preise) hätte ja bisher vielleicht erstmal noch abwarten wollen bis eben die neue Intel-Generation und Zen6 erscheinen um dann zu schauen wer die Nase vorn hat. Und sofern man noch damit rechnen musste, dass Zen6 die letzte AM5-Generation sein würde hätte die neue Intel-Plattform auch einen gewissen Vorteil mit Blick auf die Aktualität bzw. Langlebigkeit haben können, aber jetzt wo man ziemlich sicher noch mit Zen7 auf AM5 rechnen kann verschiebt sich diese Kalkulation wieder etwas. Man kann so auch jetzt schon recht beruhigt zu AM5 wechseln (und hätte auch mit einem 9800X3D oder so dann noch ordentliche Upgrademöglichkeiten mit Zen7, wenn nur noch Zen6 kommen würde wäre der Sprung ja womöglich nicht sonderlich attraktiv).
      • Von Ganjafield BIOS-Overclocker(in)
        Mein intel 13600k reicht mir sicher noch für eine RTX 6080 und bis die RTX 7080 kommt, ist es dann 2030. Bei AMD sieht's da nicht besser aus. Dann wirds vermutlich eine neue gut&günstig CPU werden. Außer ich habe dazwischen einen starken Basteldrang aber dafür müssten die Preise erstmal wieder runter gehen.
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