DDR4 vs. DDR3: Neuer Arbeitsspeicher durchschnittlich 50 Prozent teurer
Mit der Veröffentlichung von Intels Haswell-E-Prozessoren steigt nun auch die Verfügbarkeit von Arbeitsspeicher nach DDR4-Standard. Daher lohnt sich ein Blick auf die Preisunterschiede im Vergleich zu DDR3: Durchschnittlich müssen Interessenten noch knapp 50 Prozent Aufpreis in Kauf nehmen, im besten Fall 30 Prozent.
Obwohl die JEDEC den DDR4-Standard schon vor fast zwei Jahren spezifiziert hat, folgt erst jetzt die Markteinführung zusammen mit Haswell-E. Bereits in den vergangenen Tagen beziehungsweise Wochen haben wir des Öfteren die Preise von DDR4-Kits, die schon in unserem Preisvergleich aufgetaucht waren, mit jenen des DDR3-Standards verglichen, nun wollen wir dies aufgrund der etwas besseren Verfügbarkeit nochmals wiederholen.
Wenn man die von Haus aus hohen Latenzen des DDR4-2133-Speichers in Kauf nimmt, kommt man bei den Kits bestehend aus zwei 4-GiByte-Riegeln derweil noch am günstigsten weg: Mit 11,13 Euro pro Gigabyte werden dort gut 29 Prozent Aufpreis fällig. Am teuersten wird es bei DDR4-2800 (2 × 8 GiB), wo der neue Standard mit einem Plus von 79,25 Prozent zu Buche schlägt. Den günstigsten Pro-Gigabyte-Preis findet man bei den 4×8-GiB-Kits, die dank Quadchannel momentan noch am interessantesten für Endkunden ausfallen dürften: Bei 1.067 MHz werden dort 10,78 Euro/GiB fällig, was einem Aufpreis von knapp 40 Prozent gegenüber DDR3 entspricht.
Insgesamt bewegt man sich im Bereich von durchschnittlich knapp 50 Prozent Zusatzkosten im Vergleich zu DDR3. Vor allem die günstigeren Varianten sind jedoch schon jetzt deutlich günstiger erhältlich, als es in Vergangenheit beim Wechsel von DDR2 auf DDR3 war. Bis zur breiteren Nutzung im Mainstream-Bereich, die mit Skylake erreicht werden dürfte, sollten sich die Preise noch nach unten hin einpendeln.
| Modell | DDR3-Preis | DDR4-Preis | Aufpreis |
|---|---|---|---|
| 2 × 4 GiByte, 1.067 MHz | 8,61/GiB | 11,13/GiB | 29,27% |
| 2 × 4 GiByte, 1.200 MHz | 8,49/GiB | 13,62/GiB | 60,42% |
| 2 × 4 GiByte, 1.333 MHz | 10,61/GiB | - | - |
| 2 × 4 GiByte, 1.400 MHz | 16,24/GiB | 29,11/GiB | 79,25% |
| 2 × 4 GiByte, 1.500 MHz | 37,49/GiB | - | - |
| 2 × 8 GiByte, 1.067 MHz | 8,43/GiB | 11,03/GiB | 30,84% |
| 2 × 8 GiByte, 1.200 MHz | 8,69/GiB | 13,12/GiB | 50,98% |
| 2 × 8 GiByte, 1.333 MHz | 9,93/GiB | - | - |
| 2 × 8 GiByte, 1.400 MHz | 18,74/GiB | 28,38/GiB | 51,44% |
| 2 × 8 GiByte, 1.500 MHz | 67,44/GiB | - | - |
| 4 × 8 GiByte, 1.067 MHz | 7,71/GiB | 10,78/GiB | 39,82% |
| 4 × 8 GiByte, 1.200 MHz | 8,73/GiB | 11,84/GiB | 35,62% |
| 4 × 8 GiByte, 1.333 MHz | 9,71/GiB | 15,28/GiB | 57,36% |
| 4 × 8 GiByte, 1.400 MHz | - | 29,03/GiB | - |

Denn mit 243,50€ ist das "Corsair 16GB KIT PC3-19200 DDR3-2400 CL10 2x8GB Dominator" immer noch happig.
Die Dominator werden immer teuer sein egal ob DDr3 oder DDR4 oder DDR22.
Ich habe das Gefühl, dass viele gern die Frequenz mit der Übertragungsrate verwechseln
Bei SDR hat noch alles gepasst, aber bei DDR fing es schon an. Man nannte es 400MHz, obwohl es nur 200MHz mit 2 Datenbits pro Takt waren.
DDR3-1600 ist dann nur das gleiche wie DDR4-3200 von der Frequenz, ausgenommen des Umstandes, dass die doppelte Anzahl an Datenbits pro Takt übertragen wird.
DDR3-1600 wird gegenüber DDR4-1600 trotzdem schneller bleiben, weil DDR4 von vornherein schon doppelte Latenzen verlangt.
Das heisst für mich: bevor DDR4 Sinn für mich macht, muss es anstandslos DDR4-3200 können bei höchstens doppelter Latenz gegenüber DDR3, am besten CL16 (Entspricht CL2 bei DDR)
Denn mit 243,50€ ist das "Corsair 16GB KIT PC3-19200 DDR3-2400 CL10 2x8GB Dominator" immer noch happig.