CAMM2-RAM: Neue Produkte zur Computex, auch Rambus und Teamgroup mischen mit
Auf der Computex haben die Speicherhersteller Teamgroup und Rambus neue CAMM2-Module angekündigt, die bald auf den Markt kommen sollen. Gleichzeitig bleibt offen, ob und wann der Technik der Durchbruch gelingen wird.
Um einige Probleme des klassischen Formats von RAM-Riegeln anzugehen, hat die JEDEC im Dezember 2023 den CAMM2-Standard definiert. Bei diesem kommen gewöhnliche Speicherchips zum Einsatz, die wie üblich auf einer Platine verlötet werden. Für kürzere Signalwege wird diese Platine aber nicht senkrecht, sondern flach auf dem Mainboard montiert. Darüber hinaus soll das verhindern, dass sich die Wärme zwischen den einzelnen Riegeln staut. Der Speicher soll also tendenziell etwas kühler arbeiten können. Gleichzeitig ist der resultierende Aufbau flacher, was Notebooks mit gesockeltem RAM zugutekommen soll.
Neuer Speicher ohne Mainboards
Erste Mainboards mit CAMM2 wurden zwar schon vergangenes Jahr gezeigt, bis heute ist der neue Speicherstandard aber weit von einem Durchbruch entfernt. Ganz im Gegenteil: Im PCGH-Preisvergleich ist momentan kein einziges entsprechendes Mainboard gelistet. Und Speicherriegel gibt es gerade mal zwei - zu sagenhaften Preisen von mindestens 13 Euro pro GiB. Trotzdem wurden auf der Computex aber neue CAMM2-Module gezeigt.
Konkret hat der Speicherhersteller Teamgroup auf der Messe fertige CAMM2-Module mit 32 GiB DDR5-8000-Speicher präsentiert, die mit zwei unterschiedlichen Kühlkörpern ausgestattet werden. Einer davon verfügt zudem über eine RGB-Beleuchtung - so viel zum Vorteil der besseren Kühlung.
Quelle: Future via PC Gamer
Teamgroup arbeitet an CAMM2-Modulen mit optionaler Beleuchtung. Beim linken RAM-Modul wird der Kunststoff durch LEDs angestrahlt.
Parallel dazu will außerdem auch Rambus bald flache LPCAMM2-Produkte anbieten, die sich für Server, Desktops und Notebooks eignen sollen. Auf Nachfrage von PC Gamer bestätigte Piero Bianco, der bei Rambus das Produktmarketing leitet, dass das Unternehmen hier Wachstum erwartet. Demnach soll LPCAMM2 in diesem und den kommenden Jahren zunehmend wichtiger werden.
Quelle: Rambus
Rambus hat ein Rendering eines LPCAMM2-Moduls gezeigt.
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Eine bessere Speicheranbindung könnte Prozessoren dabei tatsächlich helfen - längst ist die zeitnahe Versorgung mit Daten ein großes Problem. Ob sich zu diesem Zweck aber tatsächlich das CAMM2-Format durchsetzen wird, und nicht etwa Alternativen wie CUDIMM-Module, ist bislang noch offen. Im Desktop-Markt wären für eine größere Verbreitung in jedem Fall erst passende Mainboards notwendig, die zumindest momentan noch nicht in Sicht sind. Womöglich wird es hier aber im zweiten Halbjahr Neuigkeiten geben, wenn weitere Prozessoren beziehungsweise Refreshs auf dem Plan stehen.
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Quelle: PC Gamer

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Naja wenn der Ram schneller ist, kleiner/Flacher ist gäbe es schon min. zwei Käuferschichten die darauf anspringen würden.