Arbeitspeicher bleibt teuer: Auch iPhone 8 soll DRAM-Preise hoch halten
Laut Prognosen entspannt sich der Markt für DRAM und NAND nicht. Anfang des Jahres hatte man noch gehofft, dass es im zweiten Halbjahr wieder bergab geht, aber aufgrund des nach wie vor hohen Bedarfs und dem bald startenden iPhone 8 rechnet man nicht mit sinkenden Preisen.
Die DRAM-Preise sind für PC-Bauer schon länger ein immer weiter steigendes Ärgernis und dabei soll es auch bleiben. Hatte man im Januar noch die Hoffnung, dass es im zweiten Halbjahr etwas besser wird, meldet Reuters nun, dass der Markt sich kaum entspannen wird. Die Gründe hierfür bleiben wie gehabt: Die hohe Nachfrage nach DRAM lässt die Preise steigen und bis zu einem gewissen Punkt haben die Produzenten auch wenig Interesse daran, die Produktion zu erhöhen. Das wird erst dann wirtschaftlich interessant, wenn man die Mehrproduktion ebenfalls zu hohen Preisen verkaufen kann.
Wer also Speicher braucht, wird nach aktueller Einschätzung nicht warten müssen, bis die Preise wieder gefallen sind. Durch Smartphones mit immer größerem Arbeitsspeicher und dem allgemein höheren Bedarf an DRAM-Kapazitäten sowie dem bevorstehenden Start des iPhone 8 prognostiziert man mindestens stabile Preise, im April wurden noch Steigerungen vorhergesagt. Die Knappheit bei DRAM und NAND soll soweit reichen, dass manche Abnehmer mit den Herstellern bereits Halbjahresverträge abgeschlossen haben, die zwar teurer sind, aber Zugriff auf Stückzahlen sichern.
Im Preisvergleich kann man das ein Stück weiter wiedererkennen. Das derzeit beliebteste Kit, das Corsair Vengeance LPX schwarz 16GB, DDR4-3000, CL15-17-17-35 (CMK16GX4M2B3000C15), kostet derzeit 125 Euro und war im Sommer 2016 für 70 Euro verfügbar. 32-Gigabyte-Kits sind so teuer, dass sie in den Suchtreffern der beliebtesten Kits kaum eine Rolle spielen. Hier ist der doppelte Preis für ein Standardpärchen zu kalkulieren. Eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht und unglücklicherweise bewegen sich auch die NAND-Preise auf hohem Niveau. Neue Technologien trugen hier nicht zum Preisverfall bei, wie man es erwarten hätte können. Insbesondere SSDs mit M.2-Anschluss bewahren sich ein hohes Preisniveau - etwa die Samsung SSD 960 EVO 500GB, M.2 (MZ-V6E500BW), die seit Markteinführung zwischen 200 und 250 Euro pendelt.

Zwar entziehen Aufrüster dem PC Markt einiges an Nachfrage, weil sie sparen wollen, sie als "geldgierige Spinner" zu bezeichnen ist allerdings ein wenig übertrieben.
Ich persönlich finde das sogar gut, ich konnte mir für meine 8GB DDR2-1066 ganze 16GB (meiner 32GB) DDR3-1066 kaufen und jetzt könnte ich sie wohl gegen 32GB DDR4 RAM tauschen.
Und mit "geldgierige Spinner" meinte ich eher den Endkundenhandel. OEM-Hersteller verlangen für 8GiB-Sticks ca. 38 US$, und jetzt guck dir mal die Endkundenpreise an... selbst mit dem ganzen Zoll, Versand und Verpackung komme ich da nicht hin
Die SSDs stagnieren hingegen ja erst seit Mitte letzten Jahres, seit der 960 Pro & 960 Evo tut sich auf dem Markt nichts mehr. Ist halt mehrfach gelähmt:
1. Die Entwicklung der Ram-Preise wirkt sich ja auch gleich in mehrfacher Hinsicht auf die SSD-Preise aus: Einerseits, weil sie RAM als Cache verwenden, aber natürlich auch, weil ja eigentlich Kapazitäten für Ram an die Flash-Produktion hätten gehen sollen.
2. Die Samsung-Konkurrenz bekommt keine sinnvollen Modelle präsentiert. Was will man mit langsamer als eine Evo zum höheren Preis, weniger Performance und mit weniger Effizienz? (das Problem haben die 2D-TLC-SSDs) Was will man mit langsamer als eine Pro zum höheren Preis, weniger Performance und mit weniger Effizienz? (das Problem haben die 2D-MLC-SSDs) Oder aber, was will man mit einer 600p? Ja, NVMe zum SATA-Preis, dafür aber verkorkste Leistungsaufnahme und Performance, ergo miserabelste Effizienz.
3. Wegen 2. und der RAM-Umrüstbremse (bei den Preisen wechseln natürlich weniger von einer DDR3 zu einer generell moderneren DDR4-Plattform) lebt (2,5-Zoll)-SATA immer noch prächtig weiter und segmentiert damit den Markt aufs unnötigste. (Stichwort kaumgefüllte SSD-Gehäuse)
Übrigens stagniert nicht nur RAM und SSD-Markt momentan ordentlich. Bei den Monitoren (bzw. deren Panels) sieht es noch viel schlimmer aus. Seit 2014 haben wir 3840x2160@60hz als Auflösungs-Maximum, bis heute sind wir bei...
...3840x2160@60hz als Maximum. Hallo? Die Anschlüsse um höher zu gehen, stehen seit über einem Jahr bereit. Panels mit den indirekt resultierenden höher Pixeldichten können auch produziert werden.
...noch dazu kommen die ganzen Probleme mit den existenten Panels. Alles andere als schön...