AMD: Patent für automatische Speicherübertaktung
Grafikkarten und Prozessoren laufen mittlerweile auch ohne Nutzereingaben mit relativ guter Leistung. Um die Leistung des verbauten Arbeitsspeichers zu optimieren, müssen jedoch einige Stellschrauben genutzt werden, die gerade weniger erfahrene Nutzer vor Hürden stellen. AMD hat nun ein Patent eingereicht, das auch dieses Problem lösen könnte und für eine automatische Speicheroptimierung sorgen soll.
Moderne CPUs und auch GPUs passen ihren Kerntakt bereits seit einigen Jahren dynamisch an. Einflussfaktoren dafür sind die Leistungsaufnahme, Temperaturen, Lastzustände und viele weitere. Arbeitsspeicher dagegen unterliegt anderen Gesetzmäßigkeiten. Hier sind zumeist XMP- bzw. DOCP-Profile hinterlegt, die einen festen Takt bei gesetzten Latenzen und fixer Spannung bieten und von den meisten Spielern aktiviert werden. Abgesehen davon gibt es nur noch die Möglichkeit für händische Optimierungen wie schärfere Latenzen bzw. höheren Takt.
Das könnte sich laut eines neuen Patents von AMD bald ändern. Die Kalifornier haben dieses beim US-Patentamt eingereicht und bezeichnen die Funktion mit "Automatic Memory Overclocking". Dabei soll der Speichertakt der Module automatisch weiter erhöht werden, bis ein Speicherstabilitätstest abbricht. Dadurch werden die Grenzen des verbauten Arbeitsspeichers ausgetestet und können automatisiert in Profilen gespeichert werden. Auch bei den Timings soll die Vorgehensweise ähnlich sein und mehrere Möglichkeiten sollen abgespeichert werden.
Quelle: United States Patent and Trademark Office
Automatische Speicherübertaktung AMD
AMD verspricht sich davon nicht nur eine Arbeitserleichterung für Enthusiasten, die diese Eingaben ansonsten in stundenlang andauernden Übertaktungssessions selbst austesten müssten, sondern kann dadurch auch die Performance der eigenen Hardware optimieren und je nach Anwendungen zwischen höherem Takt und schärferen Latenzen abwiegen.
Da die Technik aus dem neuen Patent eine automatische Optimierung der Leistung des Computers eines Endkunden vornehmen könnte, scheint hier seitens des Nutzers kein Vorwissen mehr bestehen zu müssen und es bestünde kein Bedarf mehr, Speicherprofile zu aktivieren, um die bestmögliche Leistung zu erreichen. Leider ist noch bekannt, ab wann diese Technik marktfertig ist und auf einer Endkundenplattform zum Einsatz kommen kann.

Größere Probleme sehe ich bei Spannungen und WHEAs. Bei Ryzen CPUs kann man oberflächlich vSoC, VDDP, VDDG IOD und CCD anpassen, darüber hinaus vref, p8 voltage und noch viel mehr. Diese Werte müssen alle stimmen damit ein System WHEA frei am Maximum läuft und das ist ne Excel Tabelle mit 800 zeilen an Spannungskombinationen. Und jetzt noch den ganzen Spaß mit den CAD Widerständen, Proc ODT, 1T, 2T, GDM on usw kombinieren... No way
Was ich damit sagen will: Auto OC wird problemlos hohe Taktraten und brauchbare Timings erreichen können. Aber WHEAs wegzubekommen (v.a. die 101er Pakete) halte ich für nicht möglich bei einer automatischen Übertaktungsfunktion. Und Ryzen CPUs sind so gut wie immer WHEA limitiert sofern man kein wish RAM hat.
Daher bin ich der Meinung man kann auch bei den normalen XMP Profilen bleiben und diese stattdessen erweitern. Z.b. indem man Sekundär und Tertiärtimings ebenfalls regelt. Eventuell 2, 3 XMP Profile mehr, die höher takten bzw straffere Timings haben und die CPU spannungen auf "übliche OC Werte" mit keiner Garantie auf Erfolg enthalten. So kann man die Profile durchschalten, schauen ob die CPU das mit diesen "normalen OC Spannungen" mitmacht ohne gleich nen voltage overshoot zu haben.
Und wem das nicht reicht, der kann sich immernoch nen RAM OC Guide anschauen und selbst optimieren. Solange es nicht um die letzten 0,1% geht ist es auch garnicht so schwer wie man denkt - aber eventuell sehe auch nur ich das so weil ich RAM OC seit Kindheitstagen betreibe
Will ich etwas richtig machen beschäftige ich mit der Materie.
Ich könnte ja auch einfach die Auto OC Funktion benutzen was mir asus bereitstellt.
Ist halt nur doof das die mir 1,6V auf die CPU knallt….
Aber naja ich hab Zeit gespart und mehr Leistung …. LOL
Aber naja ich lasse mich überraschen was da jetzt auf einmal neues an Automatischer Übertaktung gezaubert wird.
Wäre natürlich klasse wenn’s halbwegs funktioniert um einen Groben Anhaltspunkt zu haben bevor man selber Hand anlegt.
Wie gesagt, ich glaube nur das AMD seine Karten einen Tick besser darstellen wird dadurch. Ähnlich wie Intel mit seinem Powertargets und dem Turbotakt der recht lange gehalten werden kann, wenn die Kühlung es hergibt. Dadurch steigt auch der verbrauch aber der benchmark Balken sieht etwas besser aus.
Das man sich an OC wagen sollte, nur wenn man bereit ist sich mit der Materie auseinander zusetzen sollte jedem Klar sein. Oder man hat genug Geld das man in Erfahrung umwandelt^^ aka Lehrgeld^^ . Ich tune auch nicht einfach so mein Auto.