Prey 2: Organisch, plastisch, gut - Hands-on-Test von der Gamescom

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Mit Prey 2 setzt Human Head die Story rund dem Cherokee-Indianer Tommy fort, wie gehabt kommt die id Tech 4 zum Einsatz. Die überzeugt zumeist durch ihr organisches Design, aber auch das Gameplay des Ego-Shooters wirkt durchdacht.

Erinnern Sie sich an die Stelle im ersten Prey, in der Sie in der Alien-Sphäre das Flugzeug abstürzt? Dort beginnt der zweite Teil - aber nicht als Tommy, sondern als Killian Samuels. Der ist Sky Marshall auf der abgestürzten Maschine und wacht inmitten von brennenden Trümmern auf, der glitschige Boden sagt uns sofort, dass etwas nicht stimmt. Nach wenigen Schritten treffen wir auf das erste Alien - welches genauso aussieht und klingt wie die aus Prey -, und zücken unsere Pistole. Prey 2 kommt weitestgehend ohne HUD aus, die Waffe ist geholstert und wird erst gezückt. Wir kämpfen uns den Weg frei, dabei zeigt die überarbeite Engine, was sie kann: Schicke Bewegungs- und Tiefenunschärfe, satte Explosionen inklusive Rauch sowie züngelnden Flammen und die Gegner verlieren fast schon fontänenartig Blut. Die Action ist sehr flott inszeniert, die Aliens wie auch Killian sprinten, rutschen in Deckung um Sperrfeuer zu legen und überwinden Barrikaden. Hilft uns aber alles nicht, zu guter Letzt erwischen uns die Viecher. Schnitt, Zeitsprung.

Wir haben rund ein Viertel des Spiels hinter uns, statt in der Sphäre befindet sich Killian auf dem Planeten Exodus und arbeitet als Kopfgeldjäger. Die Spielwelt ist ziemlich offen, wir können uns frei bewegen und nach besser Assassins-Creed-Manier fast überall hinklettern oder springen - Killian hält kurz die Hand ins Bild, dann ist klar, dass der Sprung gewagt werden kann und wir nicht in Tiefe stürzen; im Zweifel nutzt er die Schubdüsen an seinen Füßen. Exodus ist schick designt und mischt eine düstere Optik mit organischen Teilen sowie viel Sciene-Fiction inklusive Leuchtreklamen und Co. Auch wenn gerade beim Klettern des Öfteren Texturmatsch sichtbar wird und die vielen Objekte wie Raumschiffe oder herumlaufende NPCs nicht durchweg dynamische Schatten werfen, ist der "Alien Noir"-Look wirklich klasse.

Mit einem Scanner prüft Killian die Umgebung: Grüne NPCs sind freundlich, gelbe eine mögliche Bedohung und rote wollen ihn am liebsten tot sehen. Mit dem Bounty Wire, eine Art Facebook für Kopfgeldjäger, wählen Sie Aufträge aus, etwa sollen wir das Alien Krux finden. Der ist einige Etagen oben drüber, also klettern wir hoch - die 2.000 Credits, die er verlangt, damit er den Standort unseres Opfers preisgibt, haben wir aber nicht und so attackiert uns sein Bodyguard. Wir nieten ihn um, er stürzt und die Tiefe und Krux ist bereit uns weiterzuhelfen - weißt aber darauf hin, dass er später auch mal was von uns will.

Das eigentliche Ziel ist in einer Bar und gut bewacht. Vor der Tür treten zwei Aliens auf einen Wehrlosen sein, wir erschießen das eine Viech und missbrauchen das andere als Schutzschild. Rein in den Schuppen, der Kopf der Geisel zerplatzt unter Beschuss, wir nehmen die Wachen unseres Ziels unter Feuer - und das teleportiert sich nach draußen. Dank unseres Scanners verlieren wir es aber nicht aus den Augen und jagen hinterher. Unterwegs zeigen die Entwickler ein paar coole Gadgets: Wir jagen einige Raketen auf eine tiefer gelegene Ebene und ein Schutzschild aus Waben gibt uns Deckung, eine wird zerstört - praktisch, die nutzen wir als Schießscharte. Mit einer speziellen Graviations-Waffe befördern wir den letzten Gegner in die Luft um ihn in alle Ruhe zu erledigen. Kurz darauf haben wir unser Ziel eingeholt und gestellt. Das Alien bietet uns Credits, wir aber nehmen es mit einer Art Energiekokon gefangen. Entweder wir foltern es nun für weitere Infos oder schicken es zum Auftragsgeber. DIe Demo endet mit einem monströsen Alien, das uns attackiert und von Killian heftig beschossen wird ... weiter geht es hier erst 2012.

Hintergrund: Prey 2
Bereits drei Jahre soll bereits an Prey 2 programmiert werden, im Fokus steht die Xbox 360 als Plattform. Es wird aber auch Ableger für PC und Playstation 3 geben. Die Entwickler wollen in Prey 2 ein Open-World-Konzept umsetzen, in dem mit Ingame-Währung Waffen und Rüstungen auf dem Planeten Exodus gekauft werden können. Zudem wird es für den Hauptcharakter ein Fähigkeitensystem geben, Waffen werden veränderbar sein und auch "Loot" soll in Prey 2 vorkommen. Zum Release im Jahr 2012 wird es kein stereoskopisches 3D geben, keine Move- oder Kinect-Unterstützung und keinen Multiplayer. Im Spiel übernehmen Sie die Geschicke Killian Samuels, einen Sheriff und Gefängniswärter. Basis von Prey 2 ist die id Tech Engine 4.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ToTm@n Freizeitschrauber(in)
        Langsam freue ich mich darauf
      • Von ToTm@n Freizeitschrauber(in)
        Langsam freue ich mich darauf
      • Von BabaYaga
        Hmmmm ich weis nicht so recht. Teil 1 hat mir relativ gut gefallen, war aber fast etwas zu kurz. Bei Teil 2 will der Funke noch nicht so recht überspringen. Mal weiter verfolgen
      • Von Elvis3000 Freizeitschrauber(in)
        mein persöhnlicher geheimtip.
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