Sparsamerer Polaris: Wie die Embedded-GPUs weniger Leistung aufnehmen können
Mit den Embedded-Grafikkarten auf Basis von Polaris 10 und Polaris 11 möchte AMD auf dem Papier deutlich effizienter zu Werke gehen, als es im Desktop der Fall ist. Denkbar ist das über eine Trickserei beim Boost-Modus, sodass die realen Taktraten (deutlich) niedriger ausfallen. Eine neue Chiprevision ist denkbar, erscheint aber nicht unbedingt sehr wahrscheinlich.
Ende August hat AMD die ersten Embedded-GPUs auf Basis von Polaris 10 und Polaris 11 vorgestellt. Die Spezifikationen unterscheiden sich fast nicht von jenen der Desktop-Modelle Radeon RX 480 und RX 460. Einen kleinen, aber sehr feinen Unterschied gibt es allerdings bei der "Board Power", also der maximalen Leistungsaufnahme. So darf sich die E9550 (P10, 36 CUs, 1.266 MHz, 8 GiB GDDR5) als Embedded-Äquivalent zur RX 480 nur noch bis zu 95 Watt genehmigen, die E9260 (P11, 14 CUs, ca. 1.400 MHz, 4 GiB GDDR5) als höher getaktete RX 460 nur 50 Watt. Die Desktop-Schwestern kommen auf 150 beziehungsweise 75 Watt, wobei ersterer Wert von den Referenzmodellen bei hoher Last um 10 bis 20 Watt überschritten wird.
Das 3DCenter hat sich nun noch einmal mit der auf dem Papier stattgefundenen Effizienzsteigerung auseinandergesetzt. Ein "einfaches" Chip-Binning, also das Aussortieren besonders guter/sparsamer GPUs, dürfte nicht ausreichen, um solche Effizienzwerte auf dem Papier zu erreichen. Ein neues Chip-Stepping wird daher als realistisch betrachtet, um die Leistungsaufnahme einzudämmen. Ein solches könnte durch einen sogenannten Metal-Spin erreicht werden, bei dem Fehler in den leitenden Metallschichten ausgebessert werden. Das wäre deutlich günstiger, als Änderungen am eigentlichen Silizium vorzunehmen. Gerade AMD hat für neue Masken nämlich eigentlich kein Geld übrig. Bleibt sich AMD seinem jüngsten Namensschema treu, dürften neue Revisionen aber nicht in die 500er-Reihe übernommen werden, da die erste Ziffer nun eindeutig für die GCN-Generation stehen soll. Stattdessen könnte es die Neuauflagen als Radeon RX 485, RX 475 und RX 465 geben (die Option der 5er-Ausführungen hält sich AMD explizit für neue Revisionen frei).
Wahrscheinlicher erscheint uns letztendlich ein Vorgehen wie bei der Radeon R9 Nano. Mit den ursprünglichen Problemen bei der Leistungsaufnahme über den PEG-Steckplatz und der unerwartet niedrigen Effizienz zeigt sich, dass AMD die Taktraten der Polaris-Desktop-Ableger kurz vor 12 vermutlich noch ein gutes Stück nach oben getrieben hat. Die Embedded-GPUs könnten nun ein niedrigeres, striktes Powerlimit bekommen und damit in der Praxis deutlich niedriger takten. Die 1.266 beziehungsweise 1.400 MHz würden damit nur in den seltensten Fällen gehalten - dafür wären die GPUs aber deutlich effizienter, da das letzte Stück Leistung unverhältnismäßig viel Energie kostet. Bloß die absolute Leistung würde sinken.

Kein Hersteller bestellt "Wafer" sondern Stückzahlen.
Kein Hersteller bestellt "Wafer" sondern Stückzahlen.
Eine Grafikkartenfirma kauft 1.000er Margen.
Was soll der Wafer-Humbug?
Ein guter Hersteller braucht kein Reballing, weil er mit legiertem Zinn arbeitet und damit die Rücklaufquote minimiert.
Eine Grafikkartenfirma kauft 1.000er Margen.
Was soll der Wafer-Humbug?
Was du aber wissen müsstest sind die Verkaufspreise der GPU Chips, für z.B. reballing.