Die-Shot der PS5: Es wird weiter über Zen 2 und Co. diskutiert
Seit "Fritzchens Fritz" seine Die-Shots zum SoC der Playstation 5 veröffentlicht hat, wird im Netz fleißig über die Funktionseinheiten diskutiert. Was genau der APU gegenüber den Desktop-Versionen von Zen 2 und RDNA 2 nun fehlt und welche Bedeutung es im Einzelfall hat, bleibt weiterhin unklar.
Anfang der Woche hatten wir über neue Die-Shots von "Fritzchens Fritz" berichtet. Es ging um den SoC der Playstation 5, der auf bekannte PC-Technik setzt: CPU-Kerne mit Zen 2- und eine GPU mit RDNA-2-Architektur. Überraschend trat zutage, dass Zen 2 für die Playstation 5 offenbar abgespeckt wurde. Konkret ging es um die Floating-Point-Einheit (FPU), die mit 128 statt 256 Bit angebunden worden sein soll. Darüber, was das im Detail bedeutet, wird im Netz nun viel diskutiert.
In unserem Forum ging Locuza, von dem die ausführliche Interpretation des Die-Shots stammt, näher auf die vermutlichen 128 Bit ein. So spekuliert er, dass möglicherweise nur die Floating-Point-Addition-Pipelines rausgeschnitten wurden, aber immer noch 256-Bit-FMA-Pipes vorhanden sein könnten. Die Flächenersparnis sei, so Locuza, durch die Anpassung relativ gering. Durch einen optimierten Aufbauplan hätte man vollwertige Zen-2-Kerne seiner Meinung nach auch ohne relevanten Flächenoverhead unterbringen können.
Warum hat Sony Zen 2 beschnitten?
Spannend ist in dem Zusammenhang die Erkenntnis, dass die Xbox Series X wohl tatsächlich vollwertige Zen-2-Kerne verwendet. Ob und inwieweit die Playstation 5 dadurch ins Hintertreffen gerät, dürfte aber kaum abzuschätzen sein. Im Zweifel entscheidet das der jeweilige Ansatz eines Spieleentwicklers, da es von ihm abhängt, in welchem Umfang der Code 256-Bit Instruktionen nutzt. Umgekehrt bietet Sony übrigens einen ausgefeilteren I/O-Complex. Das "bessere" Gesamtsystem ließe sich an einzelnen Punkten so oder so nicht festmachen.
Aber warum wurde die FPU der Zen 2-Kerne seitens Sony nun eigentlich beschnitten? PCGHX-Mitglied "AltissimaRatio" vermutet, das thermische Gründe dahinterstecken. Diese Annahme fußt auf einem Bericht von Anandtech über den SoC der Xbox Series X, laut dem es sich bei den 256-Bit-Floating-Point-Units um Hotspots handelt.
Mehr zum Thema: SoC der PS5: Die-Shot von "Fritzchens Fritz", Zen 2 offenbar abgespeckt
Hardware-Nerd Locuza hat derweil auf Twitter Aufnahmen der FPUs von Zen 1 (14 nm), Zen 2 (7 nm) und dem angepassten Zen 2 der Playstation 5 gegenübergestellt. Hier deutet sich an, dass der 128-Bit-Ansatz der PS5 eine neue Implementierung sein könnte - kein Aufguss der Zen-1-Technik. Im Zusammenhang mit den Konsolen-SoCs sei an der Stelle auch auf ein englischsprachiges Video von Locuza verwiesen, in dem er der Frage nachgeht, ob die Xbox Series X/S wirklich auf RDNA 2 basiert.
Quelle: PCGHX-Forum, Twitter (1, 2)

nicht sehr aussagekräftig das ganze.. Auch werden eher für zukünftige PC CPUs bzw APUs Schaltungen aus dieser Kooperation genutzt werden, als das die PS5 veraltete Schaltungen des PC einfach Übernimmt, es sei denn es macht Sinn.
MfG
Allein wenn man auf die Größe des SSD Speichers blickt, sieht man, dass Sony keine Angst vor Kompromissen hat. Ich denke auch die verschlankten FPU Einheiten der CPU werden so ein Kompromiss sein, den man eingehen kann und am Ende mehr gewinnt als verliert.
Wer es zuerst schafft kann sorgenfrei als "Vater" abhauen und der Verlierer endet dank der zwitterlichen Biologie als die "Mutter" und muss extra Energie für den kommenden Nachwuchs auftreiben:
Das Wissen bringt den meisten sicherlich auch nichts, aber hey.