Warum sind digitale Spiele nicht günstiger als physische? Der scheinbare Widerspruch
Sony steht wegen seiner Abkehr von physischen Discs in der Kritik. Ein ehemaliger Sony-Manager sprach nun über das Streitthema digitales Gaming.
Anfang des Monats gab Sony bekannt, ab Januar 2028 auf physische Spielediscs verzichten zu wollen. Der Schritt sorgte nicht nur für Diskussionen in der Community. Auch Entwickler, Publisher und weitere Mitglieder der Branche äußerten sich zu dem Thema digitales Gaming. Die Kollegen von Insider Gaming konnten nun mit dem ehemaligen Sony-Manager Gordon Thornton sprechen. Er äußerte sich recht offen zu der Frage, warum digitale Spiele nicht günstiger als physische Ausgaben sind.
Branche setzt auf maximalen Umsatz
Gordon Thornton war von 2005 bis 2022 Teil von Sony Interactive Entertainment. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Einführung der ersten digitalen Plattformen von Playstation, der Maximierung des Umsatzes aus digitalen Verkäufen sowie dem Ausbau des Playstation Stores. Thornton ist mittlerweile Chief Commercial Officer bei ZBD, einem Anbieter von Zahlungslösungen für die Gaming-Branche.
Zu der Diskussion um das Aus der physischen Spiele gab Thornton an, dass der Playstation Store bereit sei, sich weiterzuentwickeln. Der ehemalige Sony-Manager sieht "Digital-First" in der Zukunft als De-facto-Standard in der Gaming-Branche. Laut Thornton hätte der PS Store schon jetzt einen Marktanteil von 80 bis 85 Prozent und würde den Katalogmarkt, also Spiele, die älter als 90 Tage sind, bereits vollständig dominieren.
Thornton äußerte sich auch zu der Frage, ob digitale Spiele nicht günstiger als physische Exemplare sein müssten. Schließlich fallen bei digitalen Varianten keine Vertriebs- oder Herstellungskosten an. Der ehemalige Sony-Mitarbeiter erklärte, dass Publisher nie kanalorientierte Preisgestaltung anstrebten, also verschiedene Preise für das gleiche Produkt, basierend auf verschiedenen Vertriebskanälen.
Die Spieleindustrie hätte ebenfalls keinen Anreiz, nach einem Cost-Plus-Modell zu arbeiten, bei dem sich der Preis eines Spiels auf dessen Produktionskosten stützt. Stattdessen würde man es vorziehen, den Umsatz auf jede erdenkliche Weise zu maximieren. Die zusätzlichen Einnahmen könnten dann die steigenden Kosten der Spieleentwicklung decken. So würde sich der Preis eines Spiels nicht verändern, unabhängig davon, ob es sich um eine physische oder digitale Version handelt.
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Quelle: Insider Gaming

Der Gamer will es so haben!
Bei digitalen Medien verdient der Händler in der Regel was. Bei Steam sind es 20-30%. Epic nimmt glaube ich 12% (Aber Preise auf Epic sind nicht geringer).
Steam stellt hier die Server bereit, ein Forum für die Kunden, Cloudstorage von rund 100MB PRO Spieler und ich meine Steam wickelt auch die "MwSt"-Steuern in anderen Ländern ab inklusive Währungstausch usw. Und das soweit ich weiß ohne Zeitlimit...
Sony verdient etwas bei der Disk, weil sie die herstellen, aber die nehmen auch 30% im PS-Store und was meint ihr woran verdient Sony mehr? Und man ließt auch mal was von 15% Lizenzgebühren bei Spielen wie Call of Duty.
Aber man ließt auch über 25% für Indie-Games innerhalb eines Indie-Programms bei Sony.
Was es am Ende ist, kA.
Bei First-Party-Games sieht es anscheinend so aus, das ~5% die Herstellung kostet und 30% an den Verkäufer gehen.
Im eigenen PS-Store kriegt Sony 100% des Spiels, sind also fast 65% mehr Umsatz (65%->100%= 65% mehr).