Playerunknown's Battlegrounds - Neue PUBG-Benchmarks der aktuellen, optimierten Version samt Vega-Überraschung
Playerunknown's Battlegrounds befindet sich noch am Anfang seiner Entwicklung, doch ist der Shooter bereits kurz nach dem Erscheinen der Early-Access-Version auf Steam zu einer Art Massenphänomen geworden. Der Shooter auf Basis der Unreal Engine hat zuletzt einige Updates erhalten, welche die (CPU-)Performance verbessern sollen. Zeit für einen weiteren Blick auf die nicht immer unproblematische Technik.
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Auch rund 4 Monate seit dem Erscheinen der Early-Access-Version steigen Verkäufe und Spielerzahlen noch steil an, mittlerweile gehört Playerunkown's Battlegrounds - oder etwas weniger zungenbrecherisch verkürzt: PUBG - zu den meistgespielten Titeln auf Steam und konnte sogar zu Titeln wie Dota 2 oder Counter Strike: Global Offensive aufschließen und diese zumindest teilweise überholen. Der Shooter ist ein Hit, darüber braucht angesichts des Erfolgs gar nicht groß diskutiert werden - über acht Millionen Verkäufe nur auf PC sprechen für sich. Dabei ist das Projekt spürbar bei Weitem noch nicht fertig - selbst abgesehen vom noch sehr spärlichen Content. Auch die Performance generell, die Optimierungen für Mehrkernsysteme im Spezifischen und die Optik an sich hat noch einigen Feinschliff nötig.
Glücklicherweise dürfte der anhaltende Erfolg mittlerweile Einnahmen eingebracht haben, die deutlich über das hinausgehen, was Bluehole Studios ursprünglich für die Entwicklung veranschlagt - oder auch nur erhofft hatte. Mit diesen Einnahmen, dem nun hinzugekommenen Support seitens Nvidias und den Gerüchten einer Publisher-Übernahme dürfte reichlich monetäre Unterstützung vorhanden sein, das Spiel weiter zu entwickeln - neuer Content, verbesserte Technik, Optimierungen sowie optischer Feinschliff inklusive. Tatsächlich gibt es für das koreanische Studio kaum eine Ausrede mehr, den Titel bis zu seinem endgültigen Erscheinen nicht noch tüchtig auszubauen.
PUBG: Hintergrund zur Technik
Insbesondere bei der Technik wäre dies eine lobenswerte Maßnahme. Playerunknown's Battlegrounds ist aktuell ein bestenfalls ansehnliches Spiel; auch wenn viele Rendertechniken der genutzten Unreal Engine 4 zum Einsatz kommen, wirklich überzeugend ist deren Einsatz nicht. Die Texturqualität ist durchwachsen, die temporal verrechneten Screen-Space-Reflections sind grieselig, die Landschafts- und Objektdarstellung ein wenig polygonarm. Das tut zwar dem Spielspaß keinen großen Abbruch, doch könnte PUBG durchaus etwas hübscher aussehen als bisher. Am Ende unserer Galerie finden Sie einige Screenshots in maximaler Qualität, die wir in UIltra HD samt 120 prozentiger Auflösungsskalierung auf WQHD heruntergerechnet haben. Diese zeigen PUBG von seiner schönster Seite - doch kaum jemand dürfte mit solch hohen Einstellungen spielen, denn PUBG hat Probleme mit der Prozessorlast beziehungsweise der Auslastung sämtlicher CPU-Kerne, wenn hohe Details anliegen. Höchstwahrscheinlich liegt ein Overhead-Problem in Zusammenhang mit dem Renderthread vor, dessen hohe Auslastung bei gleichzeitig ineffizienter Nutzung die Auslastung der anderen Kerne torpediert und die Frameraten selbst mit sehr potenter Hardware in tiefe Regionen drückt.
Da (auch) aus diesem Grund nur sehr wenige Spieler mit maximierten Details spielen, haben wir uns nach einer Kontrollmessung mit einer GTX 1080 Ti dazu entschlossen, statt den Ultra-Voreinstellungen dieses Mal das zweithöchste Preset "Hoch" zu nutzen. Bei diesem werden einige Schatten zurückgenommen und die entferntesten Details entfernt. Der Fps-Zugewinn ist im CPU-Limit relativ deutlich, trotzdem wird die GTX 1080 Ti bis Ultra HD von unserer übertakteten Intel Achtkern-CPU ausgebremst - auf der Habenseite liegen die Bildraten des dicken Nvidia-Schlachtschiffs selbst in dieser Auflösung noch im gut spielbaren Bereich.
Wir nutzen auch für dieses Mal unseren sehr anspruchsvollen Benchmark im Städchen Yasnaya Polyana. Dieser Benchmark hat Worst-Case-Charakter, dies muss deutlich betont werden. Es handelt sich indes um eine wiederkehrende Last, ähnliche Szenarien finden Sie in PUBG relativ häufig wieder. Insbesondere Gebäudeansammlungen lassen die Bildraten nach unten krachen, auf weiter Flur werden zumeist deutlich höhere Werte erzielt, nicht selten rennen wir in Full HD bei hohen Details in das Framelock bei 144 Fps. Um Ihnen die Performance von PUBG etwas transparenter darzulegen, haben wir in der Bildergalerie eine Vielzahl Szenen festgehalten. Wie Sie erkennen können, liegt die Bildrate mit der GTX 1080 Ti zumeist im dreistelligen Bereich, allerdings gibt es viele Ausnahmen. Und bei Regen erhöhen die hinzugekommenen Screen-Space-Reflections offenbar auch die CPU-Last beziehungsweise den Overhead. Bei unserer Benchmarkstelle liegen die Bildraten bei Regen mit circa 65 Fps nochmals deutlich unter unseren Messwerten.
Bildergalerie
Playerunknown's Battlegrounds - Neue Benchmarks der Early-Access-Version
Wie Sie vielleicht ebenfalls erkennen, ist die von uns angegebene Spielversion mit 2.5.39 nicht mehr voll aktuell. Zum Zeitpunkt, als dieser Text geschrieben wurde, lag die Versionsnummer bei 2.5.39.17, einige kleinere Patches sind also zwischenzeitlich eingeflossen. Auch sind die Grafikkartentreiber im Benchmark nicht mehr brandaktuell - Probemessungen mit der Radeon Software 17.8.2 sowie den Geforce-Treibern 385.41 ergaben jedoch keinerlei Performance-Verbesserungen gegenüber den früheren Treibern - weder im CPU-, noch GPU-Limit. Gleiches gilt im Übrigen für die Spielversion. Doch seit unserem letzten großen Benchmarkartikel zu PUBG gab es eine kleine Verbesserung im CPU-Limit. Die GTX 1080 Ti lieferte zuletzt mit Ultra-Settings 75,3 Durchschnitts- und 69 min-Fps. Aktuell sind es (wiederum mit Ultra-Settings) 75,8 Durchschnitts-, respektive 73 min-Fps. Vor allem bei den minimalen Frameraten hat sich also ein wenig getan, was man im Übrigen durchaus auch beim Spielen merken kann: Die Frametimes fallen mit der aktuellen Version deutlich besser aus, obwohl es noch immer zu einigen groben Stockern während des Spielens kommt.
Slider Frametimes Ultra
Es gibt bei den Benchmarks kaum eine große Überraschung. Die Performance der Karten ist prinzipiell dort, wo wir sie nach unseren Ersteindrücken aus dem letzten Artikel sowie einigen weiteren Messungen für's Heft (Ausgabe 07/2017) eingeschätzt haben - mit einer groben Ausnahme: Die neuen AMD RX Vega GPUs verhalten sich völlig anders, als wir von AMD-GPUs gewöhnt sind: Im CPU-Limit ist Vega außerordentlich stark und kann selbst Nvidias aktuelle Oberklasse schlagen. Offenbar hat AMD Verbesserungen bei der Architektur einfließen lassen, die es erlauben, die GPU auch bei hoher CPU-Last beziehungsweise einem Overhead-Szenario sehr gut auszulasten - zumindest hat es nach dem Testen in PUBG den Anschein. Tatsächlich können Sie einen Fortschritt bei jeder AMD-Architektur feststellen (vor allem: Hawaii, Fiji, Polaris, Vega).
Doch bislang stand AMD immer hinter Nvidia zurück, wenn es um das Thema effiziente Auslastung bei hohem Overhead ging. Bei Vega scheint sich das Bild nun gewandelt zu haben, wenngleich noch weitere Tests diesen Umstand belegen müssen, bevor eine solche Aussage genügend Rückhalt hat. Doch interessant ist Vegas Performance im CPU-limitierten PUBG definitiv, ganz besonders, weil es sich bei der UE4 nicht wirklich um eine Engine handelt, die AMD gut liegt. Und deshalb ist auch das miserable Abschneiden Vegas in höheren, grafiklimitierten Szenarien keine allzu herbe Überraschung. Die Performance von AMDs neuer GPU-Reihe wirkt indes auch in PUBG sehr zwiespältig und durchwachsen - im CPU-Limit unschlagbar schnell, im GPU-Limit kaum schneller als eine GTX 1060 (Vega 56) respektive GBTX 1070 (Vega 64). Irgendetwas läuft da einfach noch nicht rund.
Playerunknown's Battlegrounds - Fazit des neuen Performance-Tests
Es gibt noch Arbeit für Entwickler Bluehole Studios. Dieses Fazit ist natürlich in Anbetracht des Early-Access-Status nicht überraschend und eigentlich offensichtlich. Doch nicht nur die Inhalte müssen kommen, auch an der Performance sollte noch fleißig geschraubt werden. Vor allem die CPU-Auslastung muss definitiv noch angegangen werden, die Last liegt vor allem in dicht bebauten Umgebungen sehr hoch und torpediert in den schlimmsten Fällen auch das Gameplay. Neben diesem Umstand sollten auch einige Grafikeffekte leistungstechnisch geprüft werden, Rauch und Feuereffekte lassen insbesondere mit AMD-GPUs die Bildraten in den Keller rasseln - was sich von gewieften Spielern ausnutzen lässt: Wird bei einem Gefecht eine Rauchgranate platziert, so können die Bildraten kurzfristig auf deutlich unter 30 Fps abfallen, aufgrund der stark ruckelnden Bildausgabe hat ein hypothetisches Gegenüber mit einem schwachen Rechner das definitive Nachsehen. Da hilft auch das Absenken der Details nur begrenzt weiter. Bei so viel Rückhalt in der Community und solch guten Verkaufszahlen sollte eine saubere Optimierung des Projekts Playerunknown's Battlegrounds gewährleistet sein, alles andere wäre sehr enttäuschend. Gegen Jahresende soll PUBG fertig und als Release-Fassung erhältlich sein - wir sind gespannt und werden den Titel, dessen Wachstum sowie die Performance im Auge behalten. Sie können sich in naher Zukunft also auf weitere Benchmarks freuen.

Gruß,
Phil
was bringt der benchmark jetzt? ihr tätigt nichtmal eine aussage bezüglich der unterschiede der architekturen bezüglich polaris, pascal, vega bzw erklärt diese, womit für jeden klar und deutlich werden würde WARUM dieser benchmark so aussieht wie er aussieht.
nutzt einfach spieltaugliche settings, nehmt eine cpu und oc'd sie soweit das ihr ins "gpu limit" kommt und bringt dann einen benchmark.
*ups*