Playerunknown's Battlegrounds im Test - Benchmarks der Early-Access-Version
Manchmal erlangt ein bis dato wenig bekannter Titel auf einen Schlag eine große Aufmerksamkeit. Das etwas sperrig betitelte Playerunknown's Battlegrounds ist so ein Spiel. Der Multiplayer-Shooter mischt populäre Elemente und Konzepte aus Spiel und Film und trifft damit offenbar einen Nerv der Spielerschaft. Playerunknown's Battlegrounds ist aktuell in einer frühen Early-Access-Version erhältlich. Wir werfen einen ersten Blick auf den Titel.
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Playerunknown's Battlegrounds ist ein sehr interessantes Spielkonzept. Die recht taktischen Mehrspielergefechte erinnern an eine Mischung aus Day-Z und The Hunger-Games, minus Zombies und Teenager-Kitsch. Bis zu (aktuell) 100 Spieler werden mit dem Flugzeug auf einer 8 Quadratkilometer umfassenden Insel ausgesetzt und müssen sich gegenseitig bekämpfen. In verlassenen Städten, Dörfern und Gebäuden finden die Jäger und Gejagten Ausrüstungsgegenstände, Waffen und Munition. Ein Energieschild spannt sich über dem Spielfeld und begrenzt dieses so, zudem schrumpft es alle paar Minuten und pfercht die Überlebenden so immer enger zusammen. Es existieren außerdem sogenannte rote Zonen, die man als Spieler tunlichst meiden sollte, um nicht von den dort einschlagenden Artillerie-Granaten unsanft aus dem Leben gerissen zu werden. An Day-Z erinnert Playerunknown's Battlegrounds vor allem wegen den unsicheren sozialen Gebilden, zu denen sich die Spieler zusammenschließen können; nicht zuletzt aber auch aufgrund der Optik: Die Insel, die als PVP-Jagdgebiet dient, ist von trist-atmosphärischen Gebäuden der Soviet-Ära überzogen, auf dem Asphalt parken ikonische (und teils nutzbare) Fahrzeuge von Dacia bis UAZ, zwischen bröckelnden Hausfassaden und Wachposten spannen sich weitläufige und von Gestrüpp überzogene Wiesen, Hügel und Täler. Im Hintergrund streckt sich düster der Kühlturm eines Kraftwerks in den Himmel.
Playerunknown's Battlegrounds (Early Access) - Optik und Performance
Natürlich handelt es sich noch um eine sehr frühe Version, dies stellt Playerunknown's Battlegrounds bereits beim Spielstart unmissverständlich mit einem Early-Access-Hinweis klar. Sowohl Inhalte, Optik und Performance sind also noch lange nicht final und sollten daher entsprechend mit Vorbehalt beurteilt werden. Einige Patches sind seit dem Erscheinen der Vorabversion bereits in das Spiel eingeflossen, darunter neben Balancing- und anderen Gameplay-spezifischen Fixes auch grafische und leistungstechnische Verbesserungen. Entwickler Bluehole Studios arbeitet jedoch weiter an Optimierungen - und diese sind auch angebracht, denn die Performance von Playerunknown's Battlegrounds hat definitiv noch Verbesserungspotenzial, auch wenn das Spiel für einen noch wenig optimierten Early-Access-Titel mit einer recht großen Spielewelt und so vielen aktiven Spielern gleichzeitig bereits einen ordentlichen Eindruck hinterlässt.
Quelle: PC Games Hardware
Playerunknown's Battlegrounds - Early Access Warning
Auch optisch wirkt Playerunknown's Battleground noch etwas unrund - es ist recht offensichtlich, dass viele Elemente des Spiels noch unfertig sind oder Platzhalter zum Einsatz kommen. Trotzdem ist das Spiel zumindest ansehnlich und der grobe, raue und teils dreckig-graue Look von Objekten und Texturen steht dem Szenario prinzipiell sogar gut zu Gesicht. Dazu kommt eine recht hohe Weitsicht und üppige Objektdichte, schicke volumetrische Nebel- und Beleuchtungseffekte sowie wechselnde Witterungseinflüsse. Darüber hinaus kommen außerdem einige temporale Effekte der Unreal Engine 4 zum Einsatz, darunter die großzügig genutzten Screen-Space-Reflections, die leichte Ghosting-Artefakte zeigen, sowie die sehr gut greifende temporale Kantenglättung.
Hinzu kommen einige nette Partikeleffekte, etwa Feuer und Rauch - diese reagieren außerdem auf Wind und Wetter, so blasen Böen Rauchfahnen umher. Das ist durchaus schick, allerdings haben diese Partikeleffekte offenbar einen recht kräftigen Einfluss auf die Performance - insbesondere Radeon-GPUs brechen beim Erstellen eines solchen Effekts (beispielsweise bei der Explosion einer Rauchgranate) kurzfristig kräftig ein. Offenbar aufgrund der hohen Prozessorlast. Diese liegt generell recht hoch, zwei CPU-Worst-Case-Szenarien befinden sich direkt zum Beginn einer Runde: In der "Lobby", bei der sich sämtliche Mitstreiter vor dem Beginn der Runde auf einem zerstörten Flugfeld einfinden und kurz darauf, wenn das Flugzeug die Spieler zu ihren Absprungpunkten bringt, bricht die Leistung auf unserem übertakteten Intel Achtkerner auch mit einer sehr potenten Geforce-GPU schon mal auf 40 Fps und weniger ein. Sind die Spieler auf dem Schlachtfeld angekommen und haben sich auf der Insel verteilt, ist die Last auf der CPU indes deutlich niedriger - und sinkt im Laufe der Runde mit abnehmender Mitspielerzahl. Generell liegt die Prozessorlast aber hoch, auf diese gehen wohl auch der Großteil der Stocker und Ruckler zurück, die den Spielfluss aktuell noch etwas stören. Diese Stocker fallen mit AMD-GPUs etwas gröber aus, subjektiv ist die Performance mit einer Geforce-GPU etwas runder. Auch die Messwerte bescheinigen den Nvidia-Grafikkarten die etwas überzeugendere Leistung, prinzipiell ist das Performance-Bild aber relativ ähnlich, wenn die Leistung einbricht, tut sie dies mit einer Geforce - jedoch etwas weniger stark als mit einer Radeon.
Playerunknown's Battlegrounds (Early Access) - Grafikkarten-Benchmarks
Neben der CPU-Last, die unseren Intel-Achtkerner in dem von uns gewählten Benchmark-Szenario und Ultra-Preset auf Bildraten knapp über 70 Fps beschränkt, fällt auch die GPU-Last recht hoch aus. Ein Grafikkarten-Killer wie beispielsweise das ebenfalls auf der Unreal Engine 4 basierende und sehr Performance-auffällige Ark: Survival Evolved ist Playerunknown's Battleground indes nicht. In Full HD können Sie mit einer aktuellen Mittelklasse-GPU ordentliche Bildraten erwarten, insbesondere die GTX 1060/6G macht in diesem Szenario eine gute Figur. Eine GTX 1080 oder nochmals verstärkt GTX 1080 Ti können sich in Full HD nicht so recht in Szene setzen, da die schnellsten Nvidia-Grafikkarten bereits vom Prozessor limitiert werden. Die flottesten AMD-GPUs haben CPU-technisch noch ein wenig Luft, auch sie erzielen bei durch eine niedrige Auflösung reduzierten Grafiklast noch Bildraten um 70 Fps. Der Speicher spielt dabei ebenfalls eine beachtenswerte Rolle, denn bereits in Full HD sollten die GPU mit mindestens vier GiByte Grafik-RAM ausgestattet sein, ansonsten kommt es zu störenden Slowdowns. Diese treten ab WQHD auch mit vier GiByte Speicher auf, wir empfehlen ab 1440p sechs, besser acht GiByte Videospeicher. Der Hauptspeicher sollte nach Möglichkeit 16 GiByte fassen, während unseren Tests sicherte sich Playerunknown's Battleground um 14 GiByte RAM (Commit Charge).
Bildergalerie
Für unsere Benchmarks haben wir das kleine Städchen Yasnaya Polyana im Nordosten der Insel auserkoren. Hier liegt die Last auf GPU und CPU im oberen Mittel, ist jedoch noch weit vom Worst-Case entfernt. Auch bietet der Kirchturm einen guten Orientierungspunkt, der schon aus der Ferne sichtbar ist. Es ist teils etwas schwierig, diesen Ort zu erreichen, denn die Fluglinie der Transportmaschine, von dem wir abspringen wird zufällig ausgewählt. Allzu lange dürfen wir bis zum Startpunkt unserer Messungen außerdem nicht brauchen, um durch die abnehmende Spielerzahl nicht die CPU-Last zu reduzieren oder von dem schrumpfenden Spielfeld ausgeschlossen zu werden. Daher müssen wir das Spiel neu starten, wenn das Flugzeug keinen nahen Absprung zulässt. Auch das Wetter hat einen Einfluss auf die Performance und muss für unsere Messungen klar sein. Darüber hinaus gilt es, den anderen Spielern auszuweichen. Dies macht viele Neustarts und Nachmessungen nötig, weshalb wir bei Grafikkarten und Auflösungen etwas selektieren mussten. Die CPU-Performance haben wir exemplarisch mit GTX 1080 Ti, RX 580 und R9 Fury X ermessen - weitere Messungen und eine CPU-Kernskalierung liefern wir in weiterführenden Tests nach. Bis dahin fließen eventuell auch noch eine Reihe Verbesserungen in die Early-Access-Version ein.
Playerunknown's Battlegrounds (Early Access) - Fazit zum Technik-Eindruck
Playerunknown's Battlegrounds ist ein interessantes Konzept mit Potenzial. Natürlich ist der aktuelle Stand von Spiel und Technik noch lange nicht final und lässt entsprechend noch zu wünschen übrig. Die Optik wirkt noch grob und unrund, die Texturen sind teils recht matschig und das Streaming sowie die CPU-Performance sind noch stark verbesserungswürdig. Die Anforderungen an die Grafikkarte sind gemessen an der Optik nur begrenzt nachvollziehbar. Doch für eine solch frühe Version, das große Spielfeld, die hohe Spielerzahl und trotz noch kaum optimiertem Code und Netzwerkstrukturen ist die Leistung des kleinen Entwickler-Teams von Bluehole Studios durchaus beachtlich. Wir werden das Spiel im Auge behalten und den Reifeprozess beobachten - bereits für die PCGH-Ausgabe 07/2017 ist ein neuerlicher Test angedacht, auch mit einem Fokus auf die Prozessorleistung und AMDs Ryzen-CPUs.

Außerdem empfehle ich das hier: PUBG Enhancer | ReShade + SweetFX Manager
Das Spiel sieht dann besser aus.
Wegen ReShade wird man auch nicht gebannt: PLAYERUNKNOWN auf Twitter: "@KevDoggyDog822 No, it is OK to use Reshade!"
Ich finde im Netzt keinen einzigen Vergleich im Netz bei einem mittlerweile so populärem Titel. LG
Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
Hallo? Manche Leute haben Herz-Kreislauferkrankungen! Die können nicht so einfach mit sowas umgehen! Und sowas ist manchen Leuten wohl völlig egal...
gRU?; cAPS