Nächstes Live-Service-Opfer: PUBG-Ableger scheitert dramatisch - und geht offline
Der Free-to-play-Taktikshooter PUBG: Blindspot steht schon wenige Wochen nach seinem Release vor dem Aus. Das Live-Service-Modell war offenbar nicht profitabel. Deshalb werden nun die Server abgeschaltet.
Am 5. Februar hat der alteingesessene Ego-Shooter PUBG einen neuen Ableger namens PUBG: Blindspot bekommen. Dabei handelt es sich um einen Taktikshooter aus der Vogelperspektive, in dem zwei Teams aus je fünf Spielern gegeneinander antreten sollen. Die ersten Wochen nach dem Early-Access-Release haben die in das neue Spiel gesteckten Erwartungen aber offenbar nicht erfüllt. Obwohl PUBG: Blindspot als Free-to-play-Titel ausgelegt ist, wurde der Titel auf Steam selbst zur Spitzenzeit nur von knapp 3.300 Spielern gleichzeitig gespielt - und in den vergangenen Wochen waren die Spielerzahlen sogar durchgehend dreistellig.
Ein frühes Ende
Das hat jetzt Konsequenzen: Das verantwortliche Entwicklerstudio, ARC Team, zieht die Reißleine. Über einen Steam-Blogpost wurde bekannt gegeben, dass PUBG: Blindspot am Montag, den 30. März, eingestellt wird. An diesem Tag sollen die Server weltweit offline gehen - hierzulande um 11 Uhr. Zwar haben die Entwickler versucht, die Situation mit Updates zu verbessern. Der Erfolg blieb aber trotzdem aus, und ohne große Spielerbasis ist der Weiterbetrieb als Live-Service-Titel offensichtlich unprofitabel. Gleichzeitig hat Publisher Krafton vermutlich das Vertrauen in das Projekt verloren und damit die Finanzierung eingestellt.
Die verbleibenden Fans von PUBG: Blindspot haben also nur noch wenig Zeit, um ein paar letzte Stunden mit dem Spiel zu verbringen, bevor es vermutlich für immer offline gehen wird. Damit reiht sich der Titel in eine lange Liste ähnlicher Live-Service-Opfer. Dieses Monetarisierungsmodell kann zwar immens profitabel sein. Allzu oft endet es aber eben wie hier - mit einem frühzeitigen Ende.
Zuletzt zum Thema: PUBG: Blindspot - Neuer Taktik-Shooter hat einen Release-Termin
Für die Angestellten von ARC Team sind das schlechte Neuigkeiten. Denn das Studio gehört nicht direkt zu Krafton und PUBG: Blindspot war das Erstlingswerk, vermutlich gibt es also keine größeren Geldreserven. Das Unternehmen will sich zwar neu ausrichten und die Entwicklung zukünftiger Spiele nicht aufgeben. Ob es dazu nach dem Flop des Live-Service-Shooters noch kommen wird, ist allerdings fraglich. Schließlich dürfte die Investorensuche dadurch deutlich erschwert werden.
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Quelle: ARC Team (Steam) via PC Gamer

Mutig aber auch dumm. Wie viele Studios und Arbeitsplätze die Suche nach dem heiligen Gral, der fortlaufend Geld drucken soll, wohl noch kosten wird? Selbst der Primus Fortnite strauchelt massiv.
Man bekommt die Zeit der Gamer halt nicht mehr so einfach.