Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X: Die Benchmarks und das Fazit
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Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X: Die Benchmarks und das Fazit

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Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Wir zeigen im Folgenden die Benchmarks und das Fazit

Doch nun genug der Rede: Sie wollen sicher die Anwendungs- und Spiele-Benchmarks sehen. Wir haben im Online-Test die neuen Modelle ohne den Game-Mode getestet. Wir testen unsere CPUs grundsätzlich so, wie sie vom Hersteller kommen. Händische Modifikationen (BIOS, weitere Tools) steigern zwar nochmal die Leistung, stellen aber einen manuellen Eingreifen dar und führen zu keinem objektiven Ergebnis. In der kommenden PCGH-Ausgabe 01/2019 werden wir den Threadripper 2970WX einzig zu Vergleichszwecken auch innerhalb des Game-Modes durch den Parkours jagen und in die Benchmark-Tabellen mitaufnehmen.Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist lediglich ein Ausschnitt der umfangreichen, noch laufenden Tests.

Es gelten auch hier alle Angaben, die wir bereits im August-Test festgestellt haben: Viele moderne Spiele-Engines unterstützen maximal bis zu acht Kerne, alles darüber bringt kaum einen Mehrwert oder führt sogar zu Problemen. Zudem verfügen die beiden WX-Modelle über zwei "schnelle" und zwei "langsamere" Dies. Das ergibt beim Rendern von Modellen/Videodateien und vor allem beim Multitasking durchaus Sinn, bei Games führt aber das Verschieben von Last auf einen "langsameren" Kern ebenfalls zu Einbrüchen der Framerate oder zu Mikrorucklern. Die Verwendung des Legacy-Compatibility-Modus bringt hier eine deutliche Verbesserung bei den beiden WX-Modellen.

Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X: Performance

Bei den meisten Spielen stehen die Achtkerner an der oberen Spitze der Tabelle. Hier haben der Core i9-9900K oder der Ryzen 7 2700X deutlich vor den Threadripper-Modellen die Nase vorne. Grundsätzlich schneiden die Threadripper-Varianten mit niedrigerer Kernzahl (2920X/2950X) bei aktuellen Titeln besser ab, also die großen WX-Brüder mit einer relativ hohen Kernzahl. Bei Wolfenstein 2 ist der Ryzen Threadripper 2950X mit durchschnittlich 276,4 Fps die beste TR-Wahl. Der Ryzen Threadripper 2920X (258,9 Ø-Fps) und Ryzen Threadripper 2970WX (245,0 Ø-Fps) sind hier eher am unteren Ende angesiedelt, liefern aber immer noch mehr als reichlich Bilder pro Sekunde. Beim Kernskalierungs-Meister Assassin's Creed Origins ist der Ryzen Threadripper 2950X (90,8 Ø-Fps) auf dem ersten Platz und kann sogar den Core i9 - 9900K überholen. Der Ryzen Threadripper 2920X (84 Ø-Fps) und der Ryzen Threadripper 2970WX (76,4 Ø-Fps) können sich im Mittelfeld behaupten. In Cities Skylines ist tatsächlich der Ryzen Threadripper 2920X (25,7 Ø-Fps) das beste TR-Modell. Es liegt knapp im Tabellen-Mittelfeld und wird von jeder Menge Sechskerner und Achtkerner überholt. Grund dafür ist das Cities Skylines keine gute Kernskalierung bietet und lieber wenige, aber schnelle Kerne bevorzugt. Beim beliebten Mittelalter-Rollenspiel Kingdom Come: Deliverance liegen die beiden neuen Ryzen-Threadripper-Modelle gut im Mittelfeld: Der Ryzen Threadripper 2920X schafft 27,2 Ø-Fps und der Ryzen Threadripper 2970WX erreicht 25,9 Ø-Fps.

Auch wenn Anwendungen meistens die hohe Anzahl an Threads noch nicht richtig ausnutzen können, strahlen hier die "kleinen" Ryzen-Threadripper-Modelle. Das Komprimieren unserer Testdateien im beliebten 7-Zip erledigt der Ryzen Threadripper 2920X in 312 Sekunden und der 24-Kerner in 324 Sekunden. Damit liegen sie unter den ersten fünf und werden nur vom Core i9-7980XE geschlagen. Die 100 RAW-Dateien konvertiert der Ryzen Threadripper 2920X mittels Adobe Lightroom Classic CC 2018 in 98 Sekunden und der Ryzen Threadripper 2970WX 101 Sekunden. Damit befinden sie ebenfalls ganz oben in der Tabelle. Nur der Core i9-7980XE und der Ryzen Threadripper 2950X/1950X sind schneller. Diese bieten eine gute Mischung aus Kernen/Threads und hohem Takt. Das 4K-Testvideo konvertiert der 12-Kerner mittels Handbrake 1.10 in 222 Sekunden und der 24-Kerner in 160,5 Sekunden. Hier kann der Ryzen Threadripper 2970WX mit seiner höheren Kernanzahl punkten. Zu guter Letzt erreicht der Ryzen Threadripper 2920X 2568/173 Punkte (Multi-/Single-Score) und der Ryzen Threadripper 2970WX 4366/171 Punkte im Cinebench R15, womit sie die Tabelle anführen.

Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X: Fazit

Die Threadripper-2000-Modelle im August haben bereits einen guten Eindruck bei uns hinterlassen: Sie bieten viele Kerne und eine gute Leistung für vergleichsweise wenig Geld. Zudem merkt man dem Produkten an, dass sie von und für Enthusiasten gemacht wurden. Die "kleineren" Modelle könnten aufgrund ihrer günstigen Preise tatsächlich den ein oder anderen bisherigen Verweigerer überreden. Vor allem der Threadripper 2920X ist hier hervorzuheben. Er läuft ohne große Anpassungen ganz gut in Spielen und bietet für anspruchsvolle Anwendungen noch genügend Reserven. Es gilt aber weiterhin: Leider skalieren die meisten Spiele und Anwendungen nicht mit der hohen Kernanzahl und vieles ist auch weiter eine Intel-Bastion, aber AMD kommt der Konkurrenz gefährlich nahe und bringt Intel so langsam in Zugzwang.

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Zitat von plusminus
        Auch hier wieder schön zu sehen das AMD beim Zocken ( zb Wolfenstein )kein Land sieht gegen die Intel Cores mit weniger Kernen

        Und bei den Anwendungen na ja,da spart man hald ein paar Sekunden beim Videorendern was ein schweineteures TR4 Board samt 32 Kerne TR von AMD auf jeden Fall rechtfertigt
        Keine Ahnung zu was der TR fähig ist oder? Hier wird im Test eine Anwenung laufen gelassen und sonst nichts! Dafür ist die CPU nicht, normal werden mehrere solcher Anwendungen gleichzeitig laufen gelassen um über 25 Kerne zu 100% zu belasten (2990). Und am Ende kannst immer noch zocken und das ohne Einschränkung! Mach das mal mit deiner kleinen Popel Intel CPU die das gleiche kostet! Die knickt derbe ein!

        Diese ganzen Tests sind Schrott! Diese CPU werden niemals mit nur einer kleinen Furtz Anwendung laufen gelassen, bei denen wird Parrallel laufen gelassen was das Zeug hält.

        Da wird es dann interessant und nicht bei einem kleinen Scheiß der eh nichts aussagt.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Zitat von plusminus
        Auch hier wieder schön zu sehen das AMD beim Zocken ( zb Wolfenstein )kein Land sieht gegen die Intel Cores mit weniger Kernen

        Und bei den Anwendungen na ja,da spart man hald ein paar Sekunden beim Videorendern was ein schweineteures TR4 Board samt 32 Kerne TR von AMD auf jeden Fall rechtfertigt
        Keine Ahnung zu was der TR fähig ist oder? Hier wird im Test eine Anwenung laufen gelassen und sonst nichts! Dafür ist die CPU nicht, normal werden mehrere solcher Anwendungen gleichzeitig laufen gelassen um über 25 Kerne zu 100% zu belasten (2990). Und am Ende kannst immer noch zocken und das ohne Einschränkung! Mach das mal mit deiner kleinen Popel Intel CPU die das gleiche kostet! Die knickt derbe ein!

        Diese ganzen Tests sind Schrott! Diese CPU werden niemals mit nur einer kleinen Furtz Anwendung laufen gelassen, bei denen wird Parrallel laufen gelassen was das Zeug hält.

        Da wird es dann interessant und nicht bei einem kleinen Scheiß der eh nichts aussagt.
      • Von oldsql.Triso Volt-Modder(in)
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Zitat von DaStash
        Ich finde halt eine gut skalierende Anwendung sagt mehr über die Zukunftsfähigkeit einer Mehrkern-CPU aus, als ein dahingehend schlecht optimiertes Spiel. Wie gesagt, der Schwerpunkt ist klar und nachvollziehbar, ich würde aus genannten Gründen dennoch Anwendungen etwas mehr Beachtung schenken, da diese in der Regel besser skalieren mit mehr Kernen und so im Bezug auf Game Engines, welche sich zeitversetzt in die gleiche Richtung bewegen, eine bessere Aussage über die Zukunftsfähigkeit von CPUs treffen zu können. Wieviel Prozent der Gesamtwertung macht bei euch noch einmal der Anwendungsteil aus, den hattet ihr doch erst kürzlich geändert?

        MfG
        Sehe ich genauso. Finde eher, dass das uninformierte Leser verwirrt (Auch wenn Herr Schaffe denkt ich sei einer jener), da viele wirklich nur Balken bewerten. Ich lass es einfach mit Kommentaren zum 720p-Test, aber dieses Video dazu fand ich interessant: YouTube . Es gab halt noch einen anderen Artikel auf einer englischsprachigen Website, aber da müsste ich wühlen...

        Zitat von PCGH_Torsten
        PC Games Hardware betrachtet Hardware vor allem bezüglich der Leistung in Spielen. Und letztere sind nicht nur seit Jahrzehnten mangelhaft optimiert und vermutlich auch in Zukunft, sondern sie benötigen wenn dann auch andere Optimierungsschwerpunkte. Natürlich kann ein Prime95 mehr Leistung aus den AVX-Einheiten ziehen – aber kein Spiel wird jemals ausschließlich aus SIMD-double-precision-Code bestehen. Genausowenig sagt es etwas über die Leistung in kommenden Spielen aus, wenn wir Packprogramme oder Codierer in den Mittelpunkt stellen, für die es ebenfalls spezifische Optimierungen gibt. Und wie Cinebench & Co beweisen haben selbst Zufriffsmuster respektive Abhängigkeiten von Cache-Größen und Transferraten einen so großen Einfluss auf Benchmark-Reihenfolgen, dass jede in dieser Hinsicht von Spielen abweichende Software nur bedingt für einen PCGH-Test geeignet ist.
        Deshalb wird ja in Anwendungsbenchmarks und eben Gamingbenchmarks unterteilt. Der 720p-Test zeigt maximal Defizite in der Engine (MT, Anzahl Kerne, Befehlssätze, etc.) oder eben CPU auf (IPC, Latenzen, etc.)(oder Vorteile der Architektur). Ein Spiel ist aber keine Anwendung (nicht falsch verstehen) und auf 720p spielt keiner. Wie gesagt, ich bin mir bewusst was das Aussagen soll, aber eine reine Betrachtung der Anwendungs- bzw. Gamingleistung (mit realen Settings) ist mir einfach lieber. Also ich schätze eure Arbeit in Bezug auf Benchmarks (und generell), ich finde bloß dass dieser Test mehr Leute verwirrt (Das ist das was ich aus meinem Umfeld mitkriege.).

        Zitat von plusminus
        Auch hier wieder schön zu sehen das AMD beim Zocken ( zb Wolfenstein )kein Land sieht gegen die Intel Cores mit weniger Kernen

        Und bei den Anwendungen na ja,da spart man hald ein paar Sekunden beim Videorendern was ein schweineteures TR4 Board samt 32 Kerne TR von AMD auf jeden Fall rechtfertigt
        Bestes Beispiel (außer das war Ironie)
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Ich finde halt eine gut skalierende Anwendung sagt mehr über die Zukunftsfähigkeit einer Mehrkern-CPU aus, als ein dahingehend schlecht optimiertes Spiel. Wie gesagt, der Schwerpunkt ist klar und nachvollziehbar, ich würde aus genannten Gründen dennoch Anwendungen etwas mehr Beachtung schenken, da diese in der Regel besser skalieren mit mehr Kernen und so im Bezug auf Game Engines, welche sich zeitversetzt in die gleiche Richtung bewegen, eine bessere Aussage über die Zukunftsfähigkeit von CPUs treffen zu können. Wieviel Prozent der Gesamtwertung macht bei euch noch einmal der Anwendungsteil aus, den hattet ihr doch erst kürzlich geändert?

        MfG
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Zitat von DaStash
        Was sich dann aber "ausschließlich" auf die gaming Leistung bezieht. Will man jedoch wirklich eine Aussage über die maximal mögliche Performance einer CPU treffen, muss man dabei m. M. n. auf hoch optimierte Anwendungen zurückgreifen, welche eine CPU wirklich ausreizen. Ich verstehe das 720p Argument allerdings halte ich Spiele an sich für ungeeignet, um eine "grundlegende" Aussage über die CPU Performance treffen zu können. Dafür sind sie halt oftmals zu wenig optimiert oder eher auf eine Herstellerarchitektur hin ausgelegt. Man sieht welche Unterschiede es machen kann, wenn neue Archtitekturen besser angesprochen werden, siehe Wolfenstein/DX12/Vulkan oder AOC. Ich hatte ja aus dem Grunde schon einmal dafür plädiert Anwendungen noch mehr als Faktor in die Gesamtwertungen mit einfließen zu lassen. Und natürlich kann das dazu führen das 720p Tests sich in ihren Ergebnissen zukünftig ändern, wenn die Software besser mit Architekturen skaliert.

        MfG
        PC Games Hardware betrachtet Hardware vor allem bezüglich der Leistung in Spielen. Und letztere sind nicht nur seit Jahrzehnten mangelhaft optimiert und vermutlich auch in Zukunft, sondern sie benötigen wenn dann auch andere Optimierungsschwerpunkte. Natürlich kann ein Prime95 mehr Leistung aus den AVX-Einheiten ziehen – aber kein Spiel wird jemals ausschließlich aus SIMD-double-precision-Code bestehen. Genausowenig sagt es etwas über die Leistung in kommenden Spielen aus, wenn wir Packprogramme oder Codierer in den Mittelpunkt stellen, für die es ebenfalls spezifische Optimierungen gibt. Und wie Cinebench & Co beweisen haben selbst Zufriffsmuster respektive Abhängigkeiten von Cache-Größen und Transferraten einen so großen Einfluss auf Benchmark-Reihenfolgen, dass jede in dieser Hinsicht von Spielen abweichende Software nur bedingt für einen PCGH-Test geeignet ist.
      • Von gaussmath
        AW: Ryzen Threadripper 2970WX und 2920X im Test: Benchmarks der "kleinen" Zen+-CPUs

        Zitat von sterreich
        Gibt's jetzt eigentlich schon nennenwert viele Titel mit vernünftiger DX12 Unterstützung? Soweit ich das bisher mitbekommen habe sind die ja teilweise so schlecht umgesetzt, dass die DX11 Version besser läuft.
        Kannst du an einer Hand abzählen. Rebellion Studios haut richtig gute DX12 Titel raus: Strange Brigade, Sniper Elite. Shadow of the Tomb Raider kann sich auch sehen lassen.

        Ich finde den Mangel an guten LL API Titeln schade. Gerade DICE mit ihrer Umsetzung bei Battlefield ist eine einzige Enttäuschung.
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